Zum Auftakt der Sommerleistungskontrolle der deutschen Skilangläufer in Oberstdorf ging die Premiere des Eliminator Race auf Skirollern über die Bühne. Dabei konnten sich mit Katharina Hennig-Dotzler und Jan Stölben zwei Favoriten durchsetzen.
Dominante Siegerin
Auch wenn die Regeln des in abgewandelter Form immer mal wieder Premiere feiernden Eliminator Race etwas Erklärung bedürfen, am Ende ist es insbesondere bei leistungsdichten Teilnehmerfeldern ein attraktives Rennformat. Das Starterfeld geht dabei im Massenstart auf die Strecke und nach jeder Runde scheiden die letzten Läuferinnen beziehungsweise Läufer aus. In Oberstdorf wurde das Ganze auf einer 3,3 Kilometer Schleife ausgetragen, wobei die letzten 800 Meter jeder Schleife auf einer publikumsnahen 400 Meter Zusatzrunde absolviert wurden. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten wurden die abgehängten Athletinnen und Athleten bereits vor dieser Zusatzrunde aussortiert. Das hatte zur Folge, dass sich das Damen- und Juniorinnen-Feld meist schon vor dem offiziellen Eliminator-Punkt verkleinerte und bis zur letzten Runde fast halbierte. Zudem hatte sich vorne eine immer kleiner werdende Spitzengruppe gebildet, die immer wieder auch von Katharina Hennig-Dotzler angeführt wurde. Die Wahl-Allgäuerin konnte sich dann in der letzten Zusatzrunde wenige Meter von ihren Konkurrentinnen lösen und nach 13,3 Kilometern als Siegerin einlaufen. Knapp dahinter erkämpfte sich Lisa Lohmann Platz zwei, Dritte wurde Katherine Sauerbrey. Mit 1,5 und zwei Sekunden Rückstand kamen die beiden Juniorinnen Anna Endreß und Luisa Dahlke nach starkem Rennen auf die Plätze vier und fünf. Die Top-6 komplettierte Lena Keck. Nachdem sie lange das Geschehen in der Spitzengruppe mitbestimmt hatte, fiel Helen Hoffmann nach Stockbruch in der letzten Runde auf Rang 13 zurück.
Stölben überrascht Distanzspezialisten
Auch bei den Herren wurde die Hälfte des Starterfeldes aufgrund des zeitlichen Rückstands bereits vor dem eigentlichen Eliminator-Punkt aus dem Rennen genommen. Dennoch entwickelte sich ein spannendes Ausscheidungsrennen, bei dem die Spitzengruppe eingangs der letzten Runde auf sechs Läufer geschrumpft war. Während Jakob Walther und Korbinian Heiland auf den letzten Kilometern noch einige Sekunden kassierten, duellierten sich an der Spitze mit Anian Sossau, Jan Stölben, Friedrich Moch und Albert Kuchler zwei Sprinter und zwei Distanzläufer. Stölben war es schließlich, der sich mit einer beherzten Attacke absetzen konnte und knapp zwei Sekunden Vorsprung ins Ziel brachte. Dahinter erkämpften sich Moch und Kuchler die Plätze zwei und drei, was für Sossau Rang vier bedeutete. Bei den Junioren, die im Gegensatz zu den Juniorinnen ihr eigenes Rennen gelaufen waren, sicherte sich Lokalmatador Claudius Benkert den Sieg.
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