Eisenbichler folgt auf Bitterling
Kurzer Ausflug in die Sportartikelbranche
Eisenbichler hatte die Funktion des Sportdirektors Biathlon bereits mehrere Jahre inne, bevor er im Frühjahr 2022 eine leitende Position in der Sportartikelbranche übernahm. Nun kehrt der erfahrene Sportmanager in den Leistungssport zurück und wird künftig wieder die sportliche und strategische Entwicklung der Disziplin im Deutschen Skiverband verantworten. „Ich freue mich sehr darauf, wieder im Leistungssport tätig zu sein und gemeinsam mit den Athletinnen und Athleten sowie den vielen engagierten Menschen im System Biathlon arbeiten zu dürfen“, sagt Eisenbichler. „Die vergangenen Jahre waren für mich persönlich und beruflich sehr wertvoll. Ich konnte neue Perspektiven und Erfahrungen sammeln, die für meine eigene Entwicklung wichtig waren und die ich nun auch in meine Aufgabe im DSV einbringen möchte. Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Verbandes und darauf, die Verantwortung für diesen Bereich erneut übernehmen zu dürfen.“
Keine leichte Entscheidung
Zugleich betont Eisenbichler, dass ihm die Entscheidung, seinen bisherigen Arbeitgeber zu verlassen, nicht leicht gefallen sei. „Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt und in den vergangenen Jahren viel Vertrauen und Unterstützung von einem sehr engagierten Team erfahren. Umso dankbarer bin ich, dass mein Wunsch, noch einmal in den Leistungssport zurückzukehren, verständnisvoll begleitet wurde. Wir haben einen sehr offenen und fairen Dialog geführt, der diesen Schritt letztlich möglich gemacht hat.“
Bitterling hat von Eisenbichler übernommen und nun die Umkehrung
Mit Blick auf den anstehenden Übergang erklärt Eisenbichler, dass bereits erste Gespräche geführt wurden, um einen möglichst reibungslosen Wechsel zu gewährleisten. „Schon bei der letzten Übergabe haben Felix und ich sehr strukturiert und partnerschaftlich zusammengearbeitet. In diesem Geist wollen wir auch jetzt vorgehen. Wir haben uns bereits mehrfach zusammengesetzt und über zentrale Themen gesprochen“, so Eisenbichler. „Dabei zeigt sich, dass wir in der Analyse der vergangenen Jahre und insbesondere des zurückliegenden Winters in vielen Punkten eine ähnliche Einschätzung haben. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit allen Beteiligten zu prüfen, an welchen Stellen wir weiter nachschärfen müssen, damit wir sowohl in der Weltspitze als auch im Nachwuchsbereich dauerhaft erfolgreich bleiben.“
Gesamtkonzept von Eisenbichler hat überzeugt
Auch DSV-Vorstand Sport Andreas Schlütter verweist darauf, dass der Verband im Vorfeld der Entscheidung einen intensiven Abstimmungsprozess geführt habe. „Wir haben zahlreiche Gespräche geführt und uns sehr gründlich mit möglichen Lösungen beschäftigt. Es gab mehrere Persönlichkeiten, denen wir diese Aufgabe grundsätzlich zugetraut hätten“, sagt Schlütter. „Am Ende hat uns das Gesamtkonzept von Bernd Eisenbichler am meisten überzeugt. Seine Ideen, seine Erfahrung im internationalen Biathlon und sein klarer Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte haben für uns den Ausschlag gegeben. Wir sind überzeugt, dass er die richtige Person ist, um diesen wichtigen Bereich im DSV in den kommenden Jahren zu führen.“
Mit Blick auf die sportliche Situation ordnet Schlütter die zurückliegende Saison differenziert ein: „Wenn man die grundsätzlich positive Entwicklung der vergangenen drei Jahre betrachtet, müssen wir selbstkritisch sagen, dass wir mit dem Verlauf dieses Winters insgesamt nicht zufrieden sein können“, erklärt er. „Gleichzeitig sind wir uns einig, dass in den vergangenen Jahren viele wichtige Prozesse angestoßen wurden, die aus unserer Sicht in die richtige Richtung weisen. Auch wenn ihre Wirkung teilweise noch Zeit braucht.“
„Gerade deshalb sind wir Felix Bitterling sehr dankbar, dass er den Übergabeprozess in den kommenden Wochen weiterhin aktiv begleitet“, so Schlütter weiter. „Gemeinsam mit Bernd Eisenbichler wollen wir die Analyse nun nutzen, um an den entscheidenden Stellen nachzuschärfen und unser System weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der deutsche Biathlonsport auch künftig international zur Spitze gehört.“
Felix Bitterling selbst hebt den konstruktiven Umgang im Prozess hervor: „Mir war wichtig, dass wir frühzeitig und offen darüber sprechen, wie sich der Biathlon-Bereich im DSV künftig aufstellen soll. Die Gespräche waren sehr sachlich und von dem gemeinsamen Interesse getragen, für den deutschen Biathlon eine gute Lösung zu finden. Mit Bernd übernimmt jemand die Verantwortung, der das System sehr gut kennt und gleichzeitig neue Impulse einbringen kann. Deshalb unterstütze ich diesen Übergang gerne und habe mich auch aktiv in die Abstimmungen eingebracht, damit der Staffelstab möglichst reibungslos übergeben werden kann.“
(Quelle: PM DSV)