Favoritin Katharina Gruber (AUT) gewann den Einzel-Gundersen der Nordischen Kombination bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Lillehammer (NOR). Platz zwei und drei gingen an Yuzuki Kainuma (JPN) und Teja Pavec (SLO). Bei den Herren siegte Lukas Dolezal (CZE) vor Lubin Martin (FRA) und Sverre Kumar Lundeby (NOR).
Gruber dominiert Wettkampf
Die 17-jährige Katharina Gruber zählte sicherlich zu den Favoritinnen, liegt sie doch derzeit im Gesamt-Weltcup auf dem sechste Rang. Zudem konnte sie im vergangenen Dezember in Trondheim ihren ersten Weltcupsieg feiern. Bei der Junioren-WM legte sie den Grundstein für ihren ersten individuellen Titel bereits im Springen: Mit 94,0 Metern und 123,8 Punkten sicherte sie sich einen Vorsprung von elf Sekunden auf Karina Kozlova (UKR) sowie 16 Sekunden auf Yuzuki Kainuma (JPN) für den anschließenden Langlauf. Die drei starken Sloweninnen Tia Malovrh, Teja Pavec und Masa Likozar Brankovic, die den COC beherrscht hatten, folgten auf den Plätzen vier, fünf und sechs, 18 bis 36 Sekunden zurück. Mit Anna Brandner als Siebter lag eine weitere Österreicherin in den Top Ten. Hinter Romane Baud (FRA) war Maja Loh als beste Deutsche Neunte (+ 1:10 min) nach dem Springen.
Gruber kontrolliert Rennen
Auf der Loipe zeigte die Österreicherin eine routinierte Leistung. Ihren Vorsprung von elf Sekunden verdoppelte sie auf den ersten 2,5 Kilometern, um ihn in der zweiten Runde zu verwalten. Karina Kozlova fiel derweil zurück und beendete das Rennen als Neunte. Kainuma gewann Silber. „Ich habe natürlich an Gold gedacht, aber heute ist es Silber geworden“, sagte Kainuma. „Ich bin glücklich – auch wenn ich ein bisschen traurig bin.“ Pavec setzte sich knapp gegen ihre 17-jährige Teamkollegin Malovrh durch und gewann Bronze. Pavec freute sich ebenfalls über ihre zweite Medaille: „Ich wollte heute unbedingt eine Medaille und habe das ganze Rennen über alles gegeben.“ Likozar Brankovic wurde Fünfte. Starke Sechste wurde Anna Kerko aus Finnland, die vom 15. Platz vorgelaufen war und auf der Zielgeraden Maja Loh niedersprintete. Diese wurde am Ende Siebte. Baud hielt ihren achten Platz. Sofia Eggensberger (GER) machte einen Platz gut und komplettierte die Top Ten. „Es war wirklich hart, aber ich habe mich sehr stark gefühlt und bin froh, dass ich es bis ins Ziel bringen konnte“, sagte Gruber. „Ich bin superglücklich – es war ein großartiges Rennen.“
Zwischenstand Sprung DamenEndergebnis Damen
Dolezal gewinnt Gold
Im Männer-Einzel-Gundersen setzte sich Lukas Dolezal aus Tschechien durch. Nach Rang sieben im Springen arbeitete er sich im Langlauf nach vorne und gewann schließlich vor dem Franzosen Lubin Martin. Dolezal war mit 31 Sekunden Rückstand auf den Slowenen Lovro Percl Serucnik in die Loipe gegangen, der zuvor das Springen gewonnen hatte. Gemeinsam mit Martin und Sverre Kumar Lundeby (NOR) holte das Trio die Führenden ein und kämpfte anschließend um die Podestplätze. Am letzten Anstieg setzte sich Dolezal entscheidend ab und gewann in 23:30,4 Minuten mit 6,6 Sekunden Vorsprung vor Martin. Lundeby sicherte sich Bronze (+12,6 Sekunden). „Es war perfekt“, sagte Dolezal. „Meine Beine fühlten sich großartig an, und am letzten Anstieg hatte ich noch richtig viel Kraft – das war ein super Finish.“ Martin war ebenfalls zufrieden: „Es war ein großartiger Tag. Ich hatte einen richtig guten Sprung und ein starkes Rennen.“ Lundeby erklärte, seine Taktik im Langlauf sei einfach gewesen: „Ich wollte nur Lubin folgen. Er hat das Tempo gemacht und mich das ganze Rennen über gezogen, und das hat perfekt für mich gepasst.“
Zwei Österreicher und drei Deutsche in den Top Ten
Nicht in den Medaillenrängen, aber dennoch mit guten Platzierungen schnitten einige der deutschsprachigen Athleten ab. Andreas Gfrerer (AUT) wurde mit rund einer halben Minute Rückstand auf den Sieger Vierter vor seinem Landsmann David Thür. Beide gemeinsam hatten im Team Sprint bereits die Goldmedaille gewonnen. Alvin Le (NOR) belegte Platz sechs vor den beiden Deutschen Felix Brieden und Jonathan Gräbert. Hinter Henrik Hilmarsen (NOR) folgte auf Rang zehn mit Maximilian Uhr ein weiterer Deutscher. Der beste Schweizer war Finn Kempf auf einem starken zwölften Platz.
Zwischenstand Sprung HerrenEndergebnis Herren