Die Seiser Alm lud am Freitag Abend bereits zum 18. Mal zum Moonlight Classic Race. Über die Langdistanz feierte die Norwegerin Oda Nerdrum einen ungefährdeten Sieg, während sich Stefano Mich im Zielsprint durchsetzte. Paolo Fanton und Maria Eurosia Debertolis setzten sich beim Rennen über 15 Kilometer durch.
Dreikampf bei den Herren, Nerdrum dominiert
Knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus zwölf Nationen nahmen beim Nachtrennen im Mond- und Fackelschein auf der größten Hochalm Europas teil. Stefano Mich gewann das 30-Kilometer-Rennen der 18. Ausgabe des Südtirol Moonlight Classic Seiser Alm in 1:28:56 Stunden. Der 32-Jährige vom Team Futura bestritt einen Großteil des Rennens zusammen mit den Pustertalern Dietmar Nöckler (G.S. Fiamme Oro) und Manuel Amhof (Team Futura). Im Endspurt setzte sich Mich gegen die beiden anderen Langläufer durch und gewann „Nöckler, Amhof und ich haben uns einen spannenden Dreikampf geliefert und uns gegenseitig zu Höchstleistungen angespornt. Am Anfang habe ich mich nicht in Bestform gefühlt, daher bin ich umso glücklicher, dieses Rennen zum ersten Mal gewonnen zu haben. Davon habe ich schon immer geträumt”, sagte der Sieger. Den zweiten Platz belegte Nöckler aus Bruneck, der bereits 2015 den Moonlight Classic gewonnen hatte und mit einer Sekunde Rückstand ins Ziel kam, dicht gefolgt von Amhof (Team Futura) mit 4,9 Sekunden Rückstand. Im Damenrennen setzte sich die Norwegerin Oda Nerdrum, die für die 30 Kilometer 1:42:49 Stunden brauchte, mit klarem Abstand vor der Konkurrenz durch. „Mir war gar nicht bewusst, dass ich so weit vorne lag. Ich bin lange mit einem Teamkameraden von mir unterwegs gewesen und habe die Landschaft genossen. Es ist echt wunderschön hier, ich komme gerne wieder“, freute sich die Skandinavierin. Die 30-Jährige vom Team Slavia Pojistovna Robinson Trentino war über das gesamte Rennen ganz vorne und dominierte das Rennen. Die zweitplatzierte Dariia Semiletenko erreichte das Ziel 10:42 Minuten nach Nerdrum. Auf die dritte Stufe des Podiums kletterte die Pustererin Julia Kuen vom Team Futura (+11:48 Minuten).
Fanton und Debertolis über 15 Kilometer siegreich
Der Schnellste im 15-Kilometer-Rennen, das wie das 30-Kilometer-Rennen in klassischer Technik ausgetragen wurde, war der aus dem Fleimstal stammende Paolo Fanton, der im Vorjahr den dritten Platz belegt hatte. Der Langläufer vom Team Futura setzte sich mit einer Zeit von 41:18 Minuten gegen die Konkurrenz durch. Dank seines hohen Tempos lag er von Anfang an zusammen mit Tommaso Dellagiacoma (Team Internorm Trentino), der mit 26,5 Sekunden Rückstand Zweiter wurde, an der Spitze. Der Südtiroler Felix Pider (Freienfeld/Team Internorm Trentino) komplettierte das Podium auf dem dritten Platz. Die Siegerin auf den 15 Kilometern war die Trentinerin Maria Eurosia Debertolis (Team Slavia Pojistovna Robinson Trentino). Die Langläuferin aus dem Fleimstal gewann mit einer Zeit von 49:00 Minuten und hielt alle Konkurrentinnen auf Distanz. Auf den Plätzen zwei und drei des Podiums der Frauen landeten zwei Südtiroler Biathletinnen. Eva Hutter (C.S. Aeronautica Militare) wurde mit 4:16 Minuten Rückstand auf die Siegerin Zweite. Die Grödnerin Denise Planker (C.S. Esercito) kam als Dritte ins Ziel (+4:31 Minuten).
Ergebnisse Moonlight Classic Race


