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Ski Classics: Myhlback und Støstad gewinnen Premiere des Bedrichov Sprint

Bei der Premiere eines reinen Sprint Rennens im Rahmen der Ski Classics Pro Tour gab es packende Rennen und einige Überraschungen. Beim Sieg von Alvar Myhlback wäre Petter Northug beinahe auf dem Podium gelandet. Bei den Damen feierte die ehemalige Fußballerin Julie Kvale Støstad ihren ersten Sieg.

Myhlback und Stenseth dominieren Prolog

Alvar Myhlback (SWE) - Ski Classics Bedrichov Sprint © Reichert/NordicFocus

Im Prolog waren zunächst zwei Runden und somit insgesamt ein Kilometer zu laufen. Zwar ging es insgesamt knapp zur Sache, Alvar Myhlback (Lager 157 Skiteam) und Ane Appelkvist Stenseth gewannen beide jedoch deutlich. Der 19-Jährige Myhlback landete als einziger Läufer unter der zwei Minuten Marke. Dahinter erreichte als eine der Überraschungen des Tages der Norweger Harald Astrup Arnesen (Team Aktiv Mot Kreft) das Ziel mit der zweitschnellsten Zeit. Petter Northug (Team Burger King Northug) ließ mit der drittbesten Zeit ebenfalls aufhorchen. Ane Appelkvist Stenseth debütierte nun nach verpasste Olympia-Qualifikation in der Ski Classics Serie. Im Prolog verwies sie Anikken Gjerde Alnaes (Team Engcon) mit 4,76 Sekunden auf Rang Zwei, Louise Lindström (Team Eksjöhus) lief die drittbeste Zeit der Qualifikation.

Myhlback dominiert auch Finale, Northug nach Podium disqualifiziert

Kasper Stadaas (NOR), Amund Riege (NOR), Petter Northug Jr (NOR), (l-r) - Ski Classics Bedrichov Sprint © Reichert/NordicFocus

In den Halbfinals der Herren gab es keine ganz großen Überraschungen, nur Vebjørn Moen (Team Eksjöhus) im Grünen Trikot des besten Sprinters schied als Viertplatzierter seines Heats knapp aus. Im selbigen Heat verbaute sich Max Novak (Team Aker Daehlie) durch einen Sturz ohne Fremdeinwirkung jegliche Chancen auf einen Finaleinzug. Sein Team war dort jedoch mit Amund Riege sowie Kasper Stadaas vertreten. Außerdem qualifizierten sich Alvar Myhlback, Amund Hoel (Team Engcon), Anton Persson (Team Ramudden), Petter Northug sowie Håvard Solås Taugbøl (Team Ragde Charge) für das Finale der besten Sieben, wo, wie in den Halbfinals, drei Runden zu laufen waren. Petter Northug versuchte dort zunächst das Tempo ruhig zu halten, um die Chancen auf seine erste Podiumsplatzierung bei einem Ski Classics Rennen möglichst hoch zu halten. Damit war jedoch Alvar Myhlback nicht einverstanden, der einen Großteil der Führungsarbeit übernahm und auf der Zielgeraden nicht mehr einzuholen war. Dahinter gab es einen engen Dreikampf um die weiteren Podestplätze zwischen Riege, Stadaas und Northug. Das Photofinish zeigte Amund Riege auf Platz Zwei und Petter Northug auf Platz Drei. Die Freude über die vermeintliche Überraschung hielt jedoch nur kurz, da Northug wegen einer Behinderung die Gelbe Karte bekam. Da er jedoch bereits zuvor nach Verletzung der Klassischen Technik eine Gelbe Karte bekommen hatte, wurde der Norweger folgerichtig disqualifiziert und Kasper Stadaas rückte auf den dritten Platz vor. Amund Hoel wurde Vierter, gefolgt von Håvard Solås Taugbøl und Anton Persson.

Premierensieg für Støstad

Julie Kvale Stoestad (NOR) - Ski Classics Bedrichov Sprint © Reichert/NordicFocus

Bei den Damen kämpften Anikken Gjerde Alnaes, Ane Appelkvist Stenseth, Louise Lindström, Stina Nilsson (Team Ragde Charge), Julie Kvale Støstad (Team Ramudden), Silje Øyre Slind (Team Aker Daehlie) sowie Ida Palmberg um den Tagessieg und die Podiumsplätze. Die Weltcup-Sprinterin Stenseth setzte sich von Beginn an an die Spitze und hielt das Tempo hoch. Auf der Zielgeraden gingen der Norwegerin jedoch die Kräfte aus und sie wurde gleich von drei Läuferinnen übersprintet. Die größte Überraschung lieferte dabei Julie Kvale Støstad, die nicht nur ihre erste Podiumsplatzierung, sondern gleich ihren ersten Sieg bei einem Ski Classics Rennen holte. Die Norwegerin startete in der Saison 2023/24 zum ersten Mal in der Profi Serie, nachdem sie zuvor beim Stabæk FK in der ersten norwegischen Liga als Fußballerin aktiv war. Anikken Gjerde Alnaes sprintete auf Rang Zwei, Silje Øyre Slind schob sich vor Stenseth auf Rang Drei. Louise Lindström, Ida Palmberg und Stina Nilsson auf Platz Fünf bis Sieben spielten bei der Vergabe der Podestplätze keine Rolle.

Ergebnisse