Skimarathon News

Joly/Fine und Rousset/Durcordeau gewinnen La Transjurassienne

Als eines der Highlights der Skimarathon-Szene im Februar fand an diesem Wochenende La Transjurassienne, das französische Worldloppet Rennen, statt. Mehr als 2500 Langläuferinnen und Langläufer nahmen an den Rennen des Wochenendes teil, die Siege gingen dabei größtenteils an die gastgebende Nation.

Joly zum Dritten, Fine zum Zweiten

Suzett Christin (FRA), Hanna Fine (FRA), Lauri Flochon Joly (FRA), l-r, La Transju Classic 2026 © Worldloppet

Kalte Temperaturen in der Nacht sorgten für schnelle Bedingungen im französischen Jura. In La Darbella bei Kilometer 19 hatte sich bereits eine Vierergruppe um Thomas Joly (Team Ramudden) abgesetzt. Auf dem Weg zum Sambine-Anstieg wurde aus dem Quartett nur noch ein Duo, besehend aus Joly und Nathan Jouannon (Team Nordic Expérience – Coste / Fromagerie Marcel Petite). An diesem Anstieg, oft der entscheidende Punkt des Rennens, setzte Thomas Joly die entscheidende Attacke und lief seinem dritten Sieg nach 2022 und 2023 entgegen. „Auch wenn es mein dritter Sieg ist, man gewöhnt sich nie daran. Es ist immer die gleiche Freude“, sagte er. „Dieses Rennen auf so einer anspruchsvollen Strecke mit zwei Stunden Belastung zu gewinnen, ist nie einfach. Drei Jahre später wieder zu gewinnen, ist eine große Freude. Ich komme aus dem Jura, aus Pontarlier, und die Transju’ bedeutet mir viel.“ Max Olex (Terrex XC Ski Team) wurde nach einer Aufholjagd hinter Jouannon noch Dritter. Im Frauenrennen übernahm wie im Vorjahr die 25-jährige Hanna Fine (Team Slavia Pojistovna Robinson Trentino) schnell die Führung und hatte bei Kilometer 19 bereits fast eine Minute Vorsprung auf Laurie Flochon Joly (Team Futura GTE Trentino) und Suzette Christin (Team Nordic Expérience – Coste / Fromagerie Marcel Petite). Am Ende, als 13. der Gesamtwertung, baute sie ihren Vorsprung im Ziel auf fast drei Minuten aus. „Ich bin so glücklich“, sagte die sagte die Siegerin „Nach dem Sieg im letzten Jahr wurde ich natürlich erwartet und ich wollte zeigen, dass ich es wieder schaffen kann. Wir starteten zusammen mit den Männern, aber der Massacre-Anstieg hat den Unterschied gemacht. Danach war ich allein. Die Abfahrten waren sehr schnell, großartige Bedingungen und ein fantastisches Gleiten. Die Präparierung der Strecke war hervorragend. Ich habe die Atmosphäre geliebt, mit so viel Unterstützung. Ich fühlte mich wie ein Star. Die Transju’ zu gewinnen ist für jeden im Skilanglauf ein Kindheitstraum. Sie zweimal zu gewinnen, das ist unglaublich.“ Suzette Christin setzte sich auf den letzten Metern noch mit sechs Sekunden gegen Laurie Flochon Joly durch und belegte Platz Zwei.

Missillier und Wohler gewinnen Kurzdistanz

Neben den Langdistanzrennen über 50 Kilometer wurde auch über 25 Kilometer um die Siege gelaufen. Bei den Herren gab es hierbei einen französischen Dreifachsieg durch Constant Missillier vor Mallory Moreau und Baptiste Betend, die alle innerhalb von zwei Sekunden ins Ziel sprinteten. Im Rennen der Damen setzte sich die Schweizerin Carla Wohler mit 27 Sekunden gegen Alexandra Danner und einer Minute Vorsprung gegenüber ihrer Schwester Gianna Wohler durch.

Französische Siege über 50 Kilometer Skating

Hugo Dejour (FRA), Gaspard Rousset (FRA), Yan Belorgey (FRA), l-r, La Transju Sakting 2026 © Worldloppet

Bei sonnigen Bedingungen wurde am Sonntag in der Freien Technik ebenfalls die Strecke von 50 Kilometern zwischen Lamoura und Les Rousses gelaufen. Das Hauptrennen von La Transjurassienne wurde somit von den ursprünglichen 70 Kilometern etwas verkürzt. Dennoch lieferte das Rennen spannende Entscheidungen um die Tagessiege, die zugunsten des Gastgeberlandes ausfielen. Gaspard Rousset setzte sich nach 1:45:42 Stunden mit nur 0,3 Sekunden Vorsprung gegen Hugo Dejour durch. Der Drittplatzlierte Yan Belorgey sprintete mit nur einer Sekunden Rückstand ins Ziel. Die Weltcup-erfahrene Juliette Ducordeau feierte nach verpasste Olympia-Qualifikation einen emotionalen Sieg. Souverän verwies die Französin ihre Landsfrau Camille Coupe auf Rang Zwei. Carla Wohler komplettierte das Podium auf Rang Drei.

Bauer und Schmitt Schnellste über 25 Kilometer

Über die halbe Distanz in der Freien Technik siegte Marius Bauer (Terrex XC Ski Team) ebenfalls im Zielsprint vor den Franzosen Maxence Perrin und Simon Millereau. Bei den Damen gab es einen französischen Dreifacherfolg durch Coline Schmitt vor Manon Favre Bonvin und Noelie Vittoz.

Ergebnisse La Transjurassienne