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Langlauf Weltcup: DSV reist mit großem Team zur WM-Generalprobe nach Falun

Nach Olympia ist vor der WM – darum sind 14 Deutsche auch beim kurzen Weltcup in Falun am Start. Wer fehlt und wer dazu kommt, das erfahrt ihr hier…

Hennig pausiert, Brugger krank

Das deutsche Olympiateam bleibt nach einer kurzen Ruhepause zu Hause beim Streckentest für die bevorstehenden Weltmeisterschaften größtenteils unverändert. Katharina Hennig Dotzler macht nach den 50 Kilometern und angesichts des Weltcupprogramms mit nur einem Skiathlon eine Pause und Janosch Brugger ist krank. Der gerade 20-jährige Jakob Moch durfte bei den Olympischen Spielen viele Erfahrungen sammeln. Nun ist es wieder Zeit, die Schulbank an der Uni in den USA zu drücken, so dass er weder in Falun noch bei der bevorstehenden Junioren- und U23-WM am Start sein wird. Ergänzen werden das Team die Keck-Geschwister Lena und Elias, Saskia Nürnberger, Anian Sossau-Daubermann und Jakob Walther. 

DSV-Team im Überblick

– Pia Fink (SV Bremelau)
– Laura Gimmler (SC Oberstdorf)
– Helen Hoffmann (WSV Oberhof)
– Lena Keck (TSV Buchenberg)
– Sofie Krehl (SC Oberstdorf)
– Saskia Nürnberger (VSC Klingenthal)
– Coletta Rydzek (SC Oberstdorf)
– Katherine Sauerbrey (SC Steinbach-Hallenberg)

– Elias Keck (TSV Buchenberg)
– Friedrich Moch (WSV Isny)
– Florian Notz (TSV/SZ Böhringen Römerstein)
– Anian Sossau-Daubermann (SC Eisenärzt)
– Jan Stölben (SLV Ernstberg)
– Jakob Walther (SSV Erfurt)

Peter Schlickenrieder, Sportdirektor Langlauf

„Nach Olympia richtet sich der Blick direkt auf den nächsten Weltcup in Falun. Er ist in mehrfacher Hinsicht wichtig, denn gleichzeitig ist es die Premiere auf den Strecken der Weltmeisterschaft 2027. Entsprechend steht ein erster Streckencheck im Fokus. Zu wissen, was einen im kommenden Jahr erwartet, ist ein entscheidender Faktor.
Deshalb reist erneut eine große Mannschaft nach Skandinavien. Mit dabei sind die Olympia-Teilnehmer, mit zwei Ausnahmen: Katharina Hennig Dotzler legt aufgrund der angebotenen Disziplinen eine kleine Pause ein, und Janosch Brugger fehlt krankheitsbedingt.

Bei den Frauen stehen neben den Olympia-Starterinnen Pia Fink, Laura Gimmler und Coletta Rydzek, passend zum Sprint-Programm, auch Helen Hoffmann, Lena Keck, Saskia Nürnberger, Sofie Krehl und Katharine Sauerbrey am Start. Nürnberger und Keck haben sich über starke Leistungen, unter anderem beim Heim-Weltcup, für diesen Einsatz empfohlen, frische Kräfte, die zeigen wollen, wie weit sie sind.

Bei den Männern gehen die Olympia-Starter Friedrich Moch, Florian Notz und Jan Stölben ins Rennen. Ergänzt wird das Team durch Elias Keck, der den Sprint nutzt und anschließend direkt weiter zur U23-WM nach Lillehammer reist, sowie durch Anian Sossau-Daubermann, der die Olympia-Pause intensiv fürs Training genutzt hat und nun zeigen möchte, dass sich diese Arbeit ausgezahlt hat.

Ein weiterer Name ist Jakob Walther, der sich mit einem starken Auftritt in Oberhof empfohlen hat. Er ist perspektivisch eher auf den langen Distanzen zuhause und nutzt Falun als Einstieg in die Skandinavien-Tour, mit Blick auf den 50er am Holmenkollen, wo er mit seiner Erfahrung auf den langen Strecken ein Ausrufezeichen setzen will.

Insgesamt also erneut eine große Mannschaft, ergänzt durch ambitionierte Weltcup-Qualifikanten. Ziel ist es, die WM-Strecken kennenzulernen, die aktuelle Form zu testen und zum Saisonende noch einmal starke Ergebnisse zu erzielen, mit klarem Fokus auf die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Falun.“

Coletta Rydzek

„Die Zeit zu Hause hat auf jeden Fall sehr, sehr gutgetan. Einfach mal wieder ein bisschen runterfahren, für sich sein und trainieren, das kommt bei so einem Höhepunkt manchmal doch etwas zu kurz. Wobei natürlich alles auf die Wettkämpfe ausgerichtet ist, logisch. Aber diese paar Tage haben mir richtig gutgetan. Der Empfang in Oberstdorf war außerdem superschön, das war schon etwas Besonderes.
Jetzt freue ich mich total auf den letzten Saisonabschnitt in Falun. Nächstes Jahr findet dort die WM statt, die Runden kennt man also. Ich war eigentlich immer sehr gern dort und mag die Strecke. Skating liegt mir, das kommt mir sicher entgegen. Jetzt bin ich gespannt, wie viel
Energie Körper und Kopf am Wochenende noch haben, weil die letzten Wochen natürlich intensiv waren. Aber ich habe auf jeden Fall Lust und werde wieder mein Bestes geben.

An meinen ersten Weltcup in Skandinavien habe ich richtig gute Erinnerungen. Die Fans dort sind immer überragend, die Stimmung ist grandios, wie so oft in Skandinavien. Die Strecke ist anspruchsvoll, auch mit den Abfahrten, aber genau das mag ich. Von daher freue ich mich sehr, jetzt wieder dort zu sein.“

Florian Notz

„Die Erholung vom Fünfziger ist tatsächlich noch in vollem Gange. Gerade am Sonntag und Montag war ich wirklich sehr, sehr platt. Aber es wird von Tag zu Tag besser, und ich bin optimistisch, dass ich bis Sonntag wieder voll fit bin. Zum Saisonende ist erfahrungsgemäß immer noch einiges drin, da können auch noch einmal richtig gute Ergebnisse gelingen. Den Schwung aus dem guten Klassikrennen würde ich deshalb gerne mit in den Skiathlon nehmen und dort noch einmal voll angreifen.
Mit Falun verbinde ich natürlich großartige Erinnerungen. 2015 war dort meine erste Weltmeisterschaft, die Atmosphäre und die Stimmung waren damals gigantisch. Bis heute zählt das für mich zu den beeindruckendsten Rennen, was die Kulisse betrifft. Deshalb komme ich immer sehr gerne wieder dorthin zurück und möchte nochmal richtig angreifen.“