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Blinkfestivalen: Slind und Myhlback holen souveräne Solo-Siege im Langdistanzrennen

Nach dem harten Auftakt beim Lysebton Opp folgte heute wie gewohnt das Langdistanzrennen Blink Classics über 50 Kilometer. Astrid Øyre Slind attackierte wieder einmal früh im Rennen und siegte erneut souverän. Bei den Herren fiel die Entscheidung um den Tagessieg erst kurz vor dem Ziel. Alvar Myhlback bewies einmal mehr sein enormes Talent bei Langdistanzrennen.

Slind dominiert nach Belieben

Astrid Oeyre Slind (NOR), Blinkfestivalen 2026 © Hans Lie

Dass Astrid Øyre Slind eine absolute Blink Classics Expertin ist, bewies die Norwegerin schon oft genug. Und so stellte sich zunächst nur die Frage, wann sie attackieren würde. Dies dauerte keine zehn Kilometer und aus dem Damenfeld gab es zunächst keine direkteGegenwehr. Auf dem Weg zum ersten Zieldurchlauf schafften neun Läuferinnen, darunter auch die Schweizerin Nadja Kälin, doch noch einmal den Anschluss zur Führenden. Etwa 21 Kilometer vor dem Ziel setzte Slind zur erneuten Attacke an. Heidi Weng folte ihrer Landsfrau zunächst, musste jedoch nach ein paar Kilometer ebenfalls abreißen lassen. Anschließend war es somit nur noch eine Frage, wie groß der Vorsprung von Slind bis zum Ziel anwachsen würde und welche Läuferinnen die Plätze Zwei und Drei belegen würden. Mit Heidi Weng, Lotta Udnes Weng, Stina Nilsson (Team Ragde Charge) und Oline Vestad fand sich eine Vierergruppe, welche bis zum Ende zusammen blieb. Rund vier Kilometer vor dem Ziel knackte der Vorsprung von Astrid Øyre Slind die zwei Minuten Marke, sodass wirklich keinerlei Zweifel am Sieg der Norwegerin aufkamen. Den Zielsprint um Platz Zwei gewann Lotta Udnes Weng, wie auch schon im Vorjahr. Dort belegte Laura Gimmler den dritten Platz, in diesem Jahr ging dieser an Stina Nilsson vor Heidi Weng und Oline Vestad. Mit 3:45 Minuten Rückstand folgte die zweite Verfolgerinnengruppe, aus welcher sich Hanna Lodin (Team Engcon) den sechsten Platz sicherte. Die Italienerin Caterina Ganz wurde vor Nadja Kälin starke Siebte.

Myhlback gewinnt nach unwiederstehlicher Attacke

Blinkfestivalen 2026 © Hans Lie

Das Rennen der Herren startete eher ungewöhnlich, denn es gab schon kurz nach dem Start einen Ausreißversuch. Magnus Waaler (Team Burger King Northug) setzte sich früh ab und sicherte sich dadurch die erste und später auch die zweite Sprintwertung. Im Hauptfeld blieb man jedoch ruhig und ließ den Norweger zunächst gewähren. Rund 40 Sekunden lag Waaler nach der ersten Runde vor dem Hauptfeld. Nach knapp 20 gelaufenen Rennkilometern endete dann das Abenteuer von Magnus Waaler an der Spitze und das Hauptfeld schloss zum Norweger auf, sodass alles wieder auf Null gesetzt war.Was Astrid Øyre Slind bei den Damen ist, ist Andrew Musgrave bei den Herren. Der Brite ist beim Blinkfestivalen nicht nur beim Lysebotn Opp ein regelmäßiger Podiumsgast, sondern genauso auch bei den Blink Classics. 22 Kilometer vor dem Ziel erhöhte der Läufer vom Team Aker Daehlie die Schlagzahl enorm und setzte dadurch einige Konkurrenten unter Druck. Thomas Bing (eD system RSJ Team), welcher sich bis dato vorne im Feld gezeigt hatte, musste kurz vor der Tempoerhöhung eine kaputte Stockspitze wechseln und verpasste dadurch den Anschluss an die Spitzengruppe. Besser erging es Mika Vermeulen, der sich stark präsentierte und die ganze Zeit im vorderen Teil des Feldes mitlaufen konnte. 15 Kilometer vor dem Ziel beruhigte sich das Tempo erstmal, nachdem Musgrave keine entscheidende Lücke herauslaufen konnte. Das Hauptfeld hatte sich zwar verkleinert, beinhaltete durch die enorme Leistungsdichte aus Weltcup und Ski Classics Läufern jedoch immer noch um die 40 Läufer. Anschließend passierte, bis auf den letzten Zwischensprint, welchen sich Andreas Nygaard (Team Ragde Charge) erkämpfte, relativ wenig. Erst 4,5 Kilometer vor dem Ziel gab es durch Alvar Myhlback (Lager 157 Skiteam) eine entscheidende Attacke, welche die Konkurrenz vor Probleme stellte. Mikael Gunnulfsen (Team Ragde Charge) führte die erste Verfolgergruppe mit unter anderem Max Novak (Team Aker Daehlie), Axel Jutterström (Team Engcon) sowie Jules Chappaz an. Dennoch wuchs der Vorsprung des jungen Schweden langsam aber sicher an, sodass er einen souveränen Sieg feierte. Amund Hoel (Team Engcon) gewann den Sprint um Platz Zwei aus der Verfolgergruppe, Mikael Gunnulfsen sicherte sich Platz Drei, nachdem Max Novak zunächst als Drittplatzierter aufgelistet wurde. Novaks Teamkollege Amund Riege belegten die Plätze Vier und Fünf, Jørgen Schjølberg wurde Sechster. Mika Vermeulen musste am Ende etwas abreißen lassen und kam auf Platz 35, kurz vor Antonin Savary (38) und Jakob Walther (40).

Ergebnisse Blinkfestivalen

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