Biathlon

Deutsche Meisterschaft Biathlon 2026 – Titeljagd feiert Premiere am Notschrei

Erstmals finden am Nordic-Center in Notschrei im Hochschwarzwald die Deutschen Meisterschaften im Biathlon statt. Vom 4. bis zum 6. September 2026 stehen an drei Wettkampftagen im Einzel, im Sprint und in der Verfolgung die Rennen auf Skirollern um die nationalen Titel auf dem Programm.  

Spitzensport am Notschrei

Der Bundesstützpunkt Notschrei für Biathlon Ski Nordisch und Parasport liegt auf ca. 1.120 Meter im Hochschwarzwald. Die Stadt Freiburg ist circa 30 Minuten Fahrzeit entfernt. Leistungssportler finden in der Nordic-Arena Notschrei mit 30 Schießbahnen, bis zu 4 km Skirollerstrecke und bis zu 5 km präparierten Loipen mit Beleuchtung das ganze Jahr über ausgezeichnete Bedingungen. Nach der Modernisierung im Jahr 2024 können dort nationale und auch internationale Wettkämpfe durchgeführt werden. Das dortige Organisationskomitee blickt auf langjährige Erfahrung zurück und wird nun erstmals die Deutschen Meisterschaften im Biathlon ausrichten. Der Aufbau für das Wettkampfwochenende hat begonnen und neben hochklassigem Biathlonsport erwartet die Zuschauer ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. „Wir freuen uns sehr auf die Deutschen Meisterschaften am Notschrei, weil es nach dem Ausbau für viele eine neue Wettkampfanlage ist. Viele unserer aktuellen und ehemaligen Kaderathleten kommen aus der Gegend und trainieren am Notschrei. Für sie ist es natürlich etwas ganz Besonderes, dort jetzt die Deutschen Meisterschaften bestreiten zu können. Die Anlage wurde top ausgebaut. Der Schießstand wurde auf 30 Bahnen erweitert, und auch die Rollerstrecke wurde noch einmal ausgebaut und etwas selektiver gestaltet. Wir waren im Juli vor Ort, und ich bin mir sicher, dass es richtig gute Deutsche Meisterschaften werden. Vor Ort sieht es wirklich gut aus, der Veranstalter ist traditionell sehr gut und verlässlich. Das Wetter soll gut werden und das Rahmenprogramm bietet auch für Familien und jüngere Fans einiges,“ so Bernd Eisenbichler, Sportdirektor Biathlon in einer Pressemitteilung des Deutschen Skiverbands.   

Große Bedeutung der Deutschen Meisterschaften

Für den Sportdirektor Biathlon beim DSV ist die Bedeutung der Deutschen Meisterschaften ungebrochen. „Schließlich kann man Deutscher Biathlonmeister werden. Neben dem Titel geht es darum zu überprüfen, wo der einzelne Athlet steht und woran in den kommenden Monaten mit Blick auf den Winter noch gearbeitet werden muss. Für Athletinnen und Athleten, die keinem Kader angehören und deshalb nicht für die Lehrgänge und Wettkämpfe im November in Obertilliach vorqualifiziert sind, bieten die Deutschen Meisterschaften außerdem die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme zu empfehlen. Dafür stehen uns maximal acht Plätze pro Geschlecht zur Verfügung. Für diese Athleten haben die Wettkämpfe natürlich eine besonders große Bedeutung. Bei Trainerentscheidungen schaut man auf die aktuelle Form, aber natürlich auch auf die Entwicklung eines Athleten und die Konstanz seiner Leistungen. Deshalb haben die Deutschen Meisterschaften und die drei Wettkämpfe für jeden einzelnen Athleten eine hohe Bedeutung, auch mit Blick auf die kommende Wintersaison. Für uns und die Trainer wird es außerdem sehr interessant zu sehen, wo die jüngeren Athleten im Vergleich zu den erfahrenen Athleten stehen. Wie groß ist bei den Juniorinnen und Junioren noch der Abstand zu den Top-Athleten und in welchen Bereichen müssen wir noch stärker arbeiten. Ein großes Ziel ist es, den Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich schneller und effektiver zu gestalten. Auch dafür sind die Deutschen Meisterschaften eine gute Überprüfung.“
Wie Eisenbichler in der Verbandsmitteilung weiter anklingen ließ, sollen die Deutschen Meisterschaften im nächsten Jahr eventuell auch für die Jugendklassen geöffnet werden. „Wir diskutieren momentan auch darüber, die Deutschen Meisterschaften künftig noch stärker für die Jugendklassen zu öffnen und daraus ein richtiges Biathlon-Festival zu machen. Mal schauen, wie wir das im nächsten Jahr angehen.“

Neues Trainerteam bei den Damen

Sandra Flunger (AUT) © Manzoni/NordicFocus

Im Damenbereich hat ein komplett neues Trainerteam übernommen, „das neue Ideen, Impulse und Prozesse eingebracht hat. Es wird interessant zu sehen, was bereits gut funktioniert und wo noch nachgeschärft werden muss. Für Trainer und Athleten ist es außerdem wichtig, gemeinsam Wettkämpfe zu erleben und zu sehen, wie ein Athlet nach einem guten oder auch einem schlechten Wettkampf reagiert. So lernen sie sich auf diesem Weg noch besser kennen. Diese drei Wettkampftage sind deshalb sehr intensiv und wichtig für das weitere Zusammenwachsen der Teams. Auch bei den Herren arbeitet ein noch relativ frisches Trainerteam, das jetzt in sein zweites Jahr geht. Im ersten Jahr und auch in diesem Frühjahr wurden viele Dinge angegangen. Jetzt wird interessant zu sehen sein, was bereits greift und wo noch nachgearbeitet werden muss.“

Lokalmatadoren

Roman Rees (GER) © Harald Deubert - foto-deubert.de

Roman Rees, Janina Hettich-Walz und auch Julia Tannheimer sind die derzeit bekanntesten Athleten aus dem Schwarzwald. Sie dürfen sich bei den Wettkämpfen auf Unterstützung von Familie und Freunden freuen. „Für die Wettkämpfe habe ich mir vor allem vorgenommen, mir das Rennen über die einzelnen Runden gut einzuteilen, stabil durchzukommen und am Ende sehr gut zu schießen, also wirklich in Richtung hundert Prozent zu gehen. Das ist am Notschrei nicht ganz einfach, weil es dort oftmals sehr windig sein kann,“ erklärt Roman Rees in der Verbandsmitteilung. Die Vorbereitung von Roman Rees lief seiner Meinung bisher ordentlich, er konnte trotz einer kurzen Erkrankung an allen großen Trainingsmaßnahmen teilnehmen. Rees wünscht sich, dass nach dem erfolgten Umbau häufiger Lehrgänge in seinem Heimstadion am Notschrei stattfinden und freut sich, überhaupt mal wieder Wettkämpfe zu laufen. Ein Deutscher Meistertitel hat für ihn einen hohen Stellenwert. Auch bei Janina Hettich-Walz ist die Vorfreude auf die Titelkämpfe groß. Für sie sind die Rennen in der Heimat am Notschrei etwas Besonderes. „Mit zweimal Gold und einmal Silber war die Deutsche Meisterschaft im vergangenen Jahr für mich natürlich überragend. Daran anzuknüpfen wird schwer. Podestplatzierungen sind aber auf jeden Fall mein Ziel,“ so Hettich-Walz in der PM des DSV.  Julia Tannheimer kennt die Strecken und die Arena auch bestens. Ihr Ziel ist es vorne dabei zu sein. Sie möchte ihr Schießen, das in der Vorbereitung sehr gut geklappt hat, auch im Wettkampf zeigen.

Top-Aufgebot

Von den Athletinnen und Athleten aus der Nationalmannschaft werden, wie der DSV mitteilt, auf die Jagd nach einem Titel gehen:

Damen
– Marlene Fichtner (SC Traunstein)
– Selina Grotian (SC Mittenwald)
– Janina Hettich-Walz (SC Schönwald)
– Julia Kink (WSV Aschau)
– Julia Tannheimer (DAV Ulm)
– Vanessa Voigt (WSV Rotterode)

Herren
– Philipp Horn (SV Eintracht Frankenhain)
– Philipp Nawrath (SK Nesselwang)
– Leonhard Pfund (SC Bad Tölz)
– Danilo Riethmüller (WSV Clausthal-Zellerfeld)
– Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg)
– David Zobel (SC Partenkirchen)

Wettkampfplan

Donnerstag 03.09.2026

  • 10:00-12:00 Uhr: Offizielles Training Damen
  • 13:00-15:00 Uhr: Offizielles Training Herren

Freitag, 04.09.2026

  • 9:00 Uhr: Stadionöffnung
  • 11:00 Uhr:  12,5 km Kurzer Einzel Damen, anschl. Siegerehrung
  • 14:00 Uhr:  15 km Kurzer Einzel Herren, anschl. Siegerehrung

Samstag, 05.09.2026

  • 09:00 Uhr: Stadionöffnung
  • 11:00 Uhr:  7,5 km Sprint Damen, anschl. Siegerehrung
  • 14:00 Uhr:  10 km Sprint Herren, anschl. Siegerehrung

Sonntag, 06.09.2026

  • 9:00 Uhr: Stadionöffnung
  • 11:00 Uhr:  10 km Verfolgung Damen, anschl. Siegerehrung
  • 13:30 Uhr:  12,5 km Verfolgung Herren, anschl. Siegerehrung

Eine kurzfristige Änderung der Startzeiten behält sich der Veranstalter vor. Tickets sind vor Ort an der Tageskasse erhältlich. Infos dazu unter www.dmbiathlon2026.de.

(Quelle: PM Nordic-Center Notschrei und DSV)