Inzwischen fast schon traditionell fand am ersten Samstag im Oktober der Lipnolopet am Lipno Stausee in Tschechien statt. Mit neuen Bestzeiten setzten sich die norwegischen Favoriten Magnus Vesterheim und Magni Smedås durch, beide gewannen auch schon den Frymburk City Sprint am Freitag Abend. Aus deutscher Sicht gab es am Samstag ein Doppelpodium durch Jakob Walther vor Jonathan Göppert zu feiern.
Vesterheim mit langem Solo zum Streckenrekord
Die erste Vorentscheidung bei den Herren gab es wie in jedem Jahr kurz nach der Sprintwertung. Hier gingen die ersten drei Plätze an Läufer des Team Slavia Pojistovna Robinson Trentino. Ludek Seller gewann den Sprint vor Jakob Walther und Fabian Stocek. Am anschließenden Anstieg setzte Vorjahressieger Magnus Vesterheim (Team Burger King Northug) seine Konkurrenten gehörig unter Druck, wodurch nur noch die beiden Deutschen Jakob Walther und Jonathan Göppert (Cibes Lift Ski-Willy Marathon Team) dem Norweger folgen konnten. An der Bergwertung sprinteten Vesterheim und Walther um den ersten Platz mit dem besseren Ende für Vesterheim. Dabei distanzierten sie Göppert, wenige Kilometer später distanzierte Magnus Vesterheim aber auch seinen letzten Begleiter und lief die letzten circa 25 Kilometer alleine an der Spitze zu einem souveränen Sieg mit neuem Streckenrekord nach 2:10:01 Stunden. Dahinter bildeten die beiden Deutschen auf den letzten 15 Kilometern wieder ein Duo, sodass die Entscheidung um Platz Zwei und Drei erst auf den letzten Metern fiel. Hierbei setzte sich Jakob Walther mit rund drei Sekunden gegen Jonathan Göppert durch. Auf Platz Vier folgte aus einer größeren Gruppe der junge Tscheche Jachym Poul (eD system RSJ Team), gefolgt von Max Göther (Cibes Lift Ski-Willy Marathon Team).
Smedås setzt sich gegen Schützova durch
Im Damenrennen gab es ein erwartetes Duell der zwei als am stärksten eingeschätzten Läuferinnen, Magni Smedås (Team Kaffebryggeriet DRIV) und Sandra Schützova (Team Burger King Northug). Beide konnten sich schon früh absetzen und die beiden Wertungen unter sich ausmachen. Beide Male war die Norwegerin die stärkere Läuferin. Und auch im Schlussanstieg konnte Smedås ihre tschechische Konkurrentin abhängen und bis zum Ziel auf 1:33 Minuten Abstand distanzieren. Mit der Siegerzeit von 2:33:16 Stunden unterbot Magni Smedås den alten Streckenrekord von Katerina Janatova um mehr als drei Minuten. Rang Drei ging an die junge Tschechin Eliska Sibravová (Team Slavia Pojistovna Robinson Trentino). Auf den Plätzen Vier und Fünf folgten mit der Norwegerin Benedikte Vaeng sowie der Tschechin Karolína Grohová zwei Läuferinnen vom eD system RSJ Team.
Norwegische Siege auch im City Sprint
In der Innenstadt von Frymburk wurde am Vorabend des Lipnolopet der City Sprint durchgeführt. Nach dem Prolog liefen die jeweils besten sechs Läuferinnen und Läufer im A-Finale um die Platzierungen, Platz Sieben bis Zwölf kämpften im B-Finale um das Endergebnis. Mit Magnus Vesterheim und Magni Smedås konnten sich bereits hier die Favoriten durchsetzen. Hinter Vesterheim folgten Ludek Seller und Jachym Poul auf dem Podium. Mit Matej Kaiser, Ondrej Hoffmann und Matyas Martan belegten drei weitere Tschechen die Plätze Vier bis Sechs. Benedikte Vaeng sorgte bei den Damen für ein norwegische Doppelpodium, Tereza Hujerova (eD system RSJ Team) wurde Dritte. Anna-Marie Hejna (eD system RSJ Team) kam vor Luisa Griessbaum (Cibes Lift Ski-Willy Marathon Team) auf Platz Vier ins Ziel.
Ergebnisse Lipnolopet und Frymburk Sprint

