Rollski

Stadaas und Perry gewinnen hochklassigen Hautdoubsloppet im französischen Jura

Zum nun zweiten Mal fand in Oye-et-Pallet im französischen Jura der Hautdoubsloppet, ein Rollskirennen organisiert unter anderem vom ehemaligen Ski Classics Profi Thomas Joly, statt. Mit am Start war starke nationale und internationale Konkurrenz, die Siege über die Marathondistanz gingen mit Kasper Stadaas und Léonie Perry dabei an zwei Favoriten.

Sprints am Samstag

Léonie Perry (FRA), Mélissa Gal (FRA), Juliette Ducordeau (FRA), l-r © Alexis Rodriguez

Neu im Programm war in diesem Jahr ein Sprint in der klassischen Technik, der am Samstagnachmittag ausgetragen wurde und damit für einen zusätzlichen sportlichen Höhepunkt sorgte. Hier maßen sich einige französische Profis aus dem Welt- und Continental-Cup und boten spannende Duelle auf der Sprintstrecke. Mit Lucas Chanavat musste allerdings einer der großen Stars des Feldes krankheitsbedingt kurzfristig absagen und konnte somit nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Bei den Damen setzte sich Mélissa Gal in einem weltcuperfahrenen Finale vor Léonie Perry und Juliette Ducordeau durch. Ivan Essonnier hieß der Sieger im Sprint der Herren, auf Platz zwei folgte Rémi Bourdin vor Luc Primet. 

Kasper Stadaas und Léonie Perry souverän 

Léonie Perry (FRA), Hautdoubsloppet © Alexis Rodriguez

Für den Rollski Marathon am Sonntag bekamen die französischen Athletinnen und Athleten Konkurrenz aus dem internationale Langdistanzbereich. Mit Thomas Ødegaarden (Team Ragde Charge), Magnus Vesterheim sowie Mathias Aas Rolid, Kasper Stadaas und Kati Roivas (alle drei Team Aker Daehlie) waren gleich mehrere Top-Stars aus der Ski Classics World Championship am Start, was spannende und hochklassige Rennen versprach. Gelaufen wurde auf einer Runde, die zunächst flach am Lac de Saint-Point entlang führt, anschließend in einen rund 1,5 Kilometer langen Anstieg, von dort weiter leicht ansteigend bis zur Abfahrt in den Start- und Zielort Oye-et-Pallet. Dreimal war der Rundkurs zu absolvieren, dabei erwies sich der Anstieg erwartungsgemäß als Scharfrichter. In jeder Runde verkleinerte sich die Spitzengruppe, auf den letzten Kilometern bis zum Ziel blieben bei den Herren mit Kasper Stadaas, Magnus Vesterheim, Jeremy Royer, Rémi Bourdin (Team Nordic Expérience/Coste – Fromagerie Marcel Petite), Simon Vuillet (Team Slavia Pojistovna Robinson Trentino) und Matteo Correia nur noch sechs Läufer übrig. Kasper Stadaas stellte im Schlusssprint einmal mehr seine Sprintfähigkeiten unter Beweis und ließ seinen Konkurrenten keine Chance. Jeremy Royer, der nach Auflösung seines ehemaligen Teams – Team Eksjöhus – noch ohne offiziell bekannten Vertrag ist, sprintete vor Rémi Bourdin auf den zweiten Platz. Magnus Vesterheim, welcher nach der Auflösung von Team Ramudden ebenfalls noch ohne neues Team ist, verpasste eine Podiumsplatzierung vor Simon Vuillet und Matteo Correia knapp. Jonathan Göppert (Cibes Lift Ski-Willy Marathon Team) kam 5:17 Minuten hinter dem Sieger als bester Deutscher auf Platz 24 ins Ziel. Im Rennen der Damen verkleinerte sich die Spitze schon früher, sodass mit Kati Roivas und Léonie Perry ein Duo an der Spitze in den letzten langen Anstieg ging. Dort konnte sich die Französin in der klassischen Technik von der finnischen Doppelstockexpertin absetzen und bis zum Ziel einen Vorsprung von 1:12 Minuten heraus laufen. Clémence Didierlaurent komplettierte das Podium 2:25 Minuten hinter Perry. Juliette Ducordeau wurde Vierte, wenige Sekunden vor einer Dreiergruppe mit Liv Coupat, Daphné Patois und Delphine Claudel.

Ergebnisse Hautdoubsloppet