Die Toppidrettsveka 2026 wurde wieder mit dem Langdistanzrennen auf Hitra eröffnet, für die Herren standen 53 Kilometer, für die Damen 32 Kilometer auf dem Plan. Das Rennen der Herren prägten mehrere Ausreißversuche, während das Damenrennen im Zielsprint entschieden wurde.
Ausreißerduo hält das Hauptfeld in Schach
Nach ersten Metern in kontrolliertem Tempo erhöhten einige Ski Classics Athleten um Torleif Syrstad und Kasper Stadaas (Team Aker Daehlie) das Tempo drastisch und eine erste kleine Gruppe konnte sich absetzen. Den ersten Zwischensprint nach 9,1 Kilometern gewann Max Novak (Team Aker Daehlie) vor Syrstad, Stadaas, Gustaf Berglund und Edvard Sandvik. Bereits fünf Sekunden dahinter folgte aber die nächste Gruppe mit vielen weiteren Ski Classics Athleten, aber auch Mattis Stenshagen und Harald Ostberg Amundsen. Das weitere Feld, in dem sich auch die Friedrich Moch befand, hatte bereits über 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze. In der Folge liefen die Gruppen aber wieder zusammen und es entwickelte sich eine etwas unübersichtliche Rennsituation mit zersplittertem Feld. Rund 40 Kilometer vor dem Ziel attackierte Leopold Strand (Team Burger King Northug), während Teamkollege Magnus Vesterheim das Tempo im Hauptfeld taktisch beruhigte. Bis zur Sprintwertung nach 22,3 Kilometern konnte Strand einen Vorsprung von einer Minute auf eine vierer Gruppe mit Johan Hoel (Team Ragde Charge), Tage Börjesson (Team Engcon), Even Solem Michelsen sowie Petter Stakston (Team Aker Daehlie) und weitere 20 Sekunden auf das große Feld mit allen Favoriten herauslaufen. Bis zum dritten Sprint nach 30 Kilometern konnte der Führende weiterhin 50 Sekunden auf die Verfolger verteidigen, das Hauptfeld lag 90 Sekunden zurück. Mit einer Tempoverschärfung konnten Hoel und Börjesson rund 15 Kilometer vor dem Ziel zum Führenden aufschließen, während Stakston und Michelsen ins Hauptfeld zurück fielen. So erging es einige Kilometer später auch dem ehemaligen Ausreißer Leopold Strand, der seinen vielen Kilometern an der Spitze Tribut zollen musste. Johan Hoel gelang es wenige Hundert Meter vor dem Ziel noch seinen Kontrahenten abzuhängen und somit den Tagessieg abzusichern. Tage Börjesson freute sich dennoch über einen sehr starken zweiten Platz. Vorjahressieger Casper Kvam Grindhagen konnte sich auf den letzten Kilometern noch aus dem verkleinerten Hauptfeld absetzen und Platz Drei absichern. Håvard Solås Taugbøl (Team Ragde Charge) gewann den Sprint der Verfolger vor Amund Riege (Team Aker Daehlie) und dem Franzosen Theo Schely. Friedlich Moch wurde als einziger deutscher Starter 32, 2:43 Minuten hinter Johan Hoel.
Stina Nilsson mit starker Vorstellung
Das Rennen der Damen nahm von Beginn an eine unerwartete Dynamik an, da Astrid Oyre Slind als Dominatorin krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel. Die erste größere Aktivität passierte somit „erst“ zum Ziwschensprint nach 9,1 Kilometern, welchen sich Laura Gimmler vor Moa Ilar und Iris de Martin Pinter sicherte. Insgesamt waren aber noch 24 Läuferinnen innerhalb von 19 Sekunden zusammen, darunter auch Sofie Krehl und Verena Veit, während Saskia Nürnberger bereits etwas zurück lag. Anschließend sorgten aber mehrere Läuferinnen an der Spitze für hohes Tempo, sodass sich die Spitzengruppe immer weiter verkleinerte. 13 Läuferinnen liefen somit noch zusammen durch die zweite Sprintwertung, welche sich Stina Nilsson (Team Ragde Charge) vor Louise Lindström (Team Aker Daehlie) sicherte. Mit dabei war auch noch Verena Veit, die die deutschen Farben hoch hielt. Eine Vierergruppe mit Sofie Krehl lag bereits 1:40 Minuten zurück, die nächste Gruppe um Laura Gimmler bereits über zwei Minuten. Bis zum Ziel verkleinerte sich die Spitzengruppe trotz zahlreicher Versuche, vor allem durch Stina Nilsson, nur minimal. Zehn Läuferinnen gingen auf die letzten Meter, mit dabei auch nach wie vor Verena Veit. Den Sieg holte sich aber Stina Nilsson, die den Zielsprint souverän von vorne anging. Louise Lindström holte ihr erstes Podium für das neue Team, Moa Ilar wurde Dritte. Die Italienerin Iris de Martin Pinter wurde starke Vierte vor Elena Rise Johnsen, Kati Roivas (Team Aker Daehlie) und Verena Veit auf einem sehr guten siebten Rang. Laura Gimmler und Sofie Krehl kamen als 14. beziehungsweise 16. mit etwas mehr als drei Minuten Rückstand ins Ziel, Saskia Nürnberger wurde 27.
