Die 146. IOC-Sitzung brachte die ein oder andere Neuigkeit mit sich, auch wenn die Entscheidung um die Nordische Kombination noch auf sich warten lässt. Mitten in der Saisonvorbereitung für 2026/27 gab es außerdem noch ein Karriereende in Italien, während Moa Lundgren und Gustav Kvarnbrink beim Hyrox erfolgreich waren.
(Rückwirkende) Prämien für Olympia-Teilnehmer
Bei der 146. IOC-Sitzung in Lausanne wurden einige Neuerungen und Änderungen besprochen. Die wohl größte Überraschung dabei ist die Ausschüttung von Geld-Prämien an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Olympischen Spielen. Das Geld soll ausdrücklich nicht als Prämie angesehen werden, IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte in der Vergangenheit Prämien stets abgelehnt, sondern als eine Anerkennung für die Leistung aller Athletinnen und Athleten. „Dieser Zuschuss steht jedem Olympiateilnehmer zur Verfügung – nicht nur Medaillengewinnern, nicht nur Athleten aus bestimmten Ländern. Jedem Olympiateilnehmer“, verkündete der ehemalige spanische Basketballer und Vorsitzende der Athletenkommission Pau Gasol. 140 Millionen US-Dollar stehen bei jeden Olympischen Spielen zur Verfügung und sollen auf Antrag ausgezahlt werde. Los geht es sogar schon mit einer rückwirkenden Auszahlung ab den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
Studie zur Zukunft der Nordischen Kombination
Die Entscheidung um die (olympische) Zukunft der Nordischen Kombination ist nach wie vor nicht gefallen. Aktuell läuft jedoch auch noch eine globale Attraktivitätsstudie, die die Entscheidung beeinflussen wird. Anhand von 14 Indikatoren soll bei der Studie die Beliebtheit der Nordischen Kombination gemessen werde. Das Ergebnis soll in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden, im Anschluss will das IOC die Entscheidung treffen. Besser sieht es dahingegen für das Skimountaineering aus, welches bei den vergangenen Winterspielen erstmals Teil der olympischen Sportarten war und positives Feedback erfuhr. Am heutigen Donnerstaf bestätigte die Vollversammlung bei der 146. IOC-Sitzung, dass die Sportart mindestens 2030 auch wieder olympisch sein wird. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte mit ihrer Exekutive «Skimo» den Weg bereitet, die Anerkennung durch die Vollversammlung galt als Formsache.
De Fabiani beendet Profi-Karriere
„Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Nach so vielen Jahren, in denen ich einem Traum auf Skiern nachgejagt bin, gereist bin, hart gearbeitet, gelitten, gejubelt, gefallen und wieder aufgestanden bin, habe ich beschlossen, meine Karriere als Athlet zu beenden.“ So schrieb Francesco de Fabiani in einem Instagram-Post am 16. Juni, wo er sein Karriereende bekannt gibt. Mit dem 33-Jährigen beendet nach Federico Pellegrino somit ein weiterer italienischer Langlauf-Star der vergangenen Jahre seine Karriere. „Die letzten Jahre waren nicht einfach. Ich habe versucht, diese Flamme am Brennen zu halten, noch einmal in mir selbst die Motivation, die Kraft und die Leichtigkeit zu finden, die nötig sind, um auf diesem Niveau bestehen zu können. Aber irgendwann braucht es den Mut, wirklich auf sich selbst zu hören. Heute spüre ich, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um diesen Abschnitt meines Lebens zu verabschieden“, schreibt der Aostataler weiter. In den letzten Jahren konnte de Fabiani nicht mehr an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen, sein letztes Rennen bestritt er am 25. Januar in Goms, an den Olympischen Spielen im eigenen Land nahm er somit nicht mehr teil. Dennoch kann de Fabiani auf eine sehr erfolgreiche Karriere mit Starts bei drei Olympischen Winterspielen (Sotschi 2014, PyeongChang 2018, Peking 2022), WM-Bronze in Seefeld 2019 und Silber 2023 in Planica im Teamsprint zurück blicken. Darüber hinaus gewann de Italiener ein Einzelrennen und zwei im Team, außerdem sechs Podiumsplätze im Team und sogar zehn bei Einzelrennen.
Lundgren und Kvarnbrink mit WM-Medaille und schwedischem Rekord
Das schwedische Langlaufpaar Moa Lundgren und Gustav Kvarnbrink zeigte am vergangenen Sonntag, dass man als Langläufer ausdauer- und kraftmäßig bestens trainiert und somit beim Trendsport Hyrox mehr als konkurrenzfähig ist. Beim Hyrox-Wettbewerb Ende Mai in Berlin qualifizierten sich die beiden in der Mixed-Kategorie für die Weltmeisterschaft am 21. Juni in Stockholm. Dort überquerte das Paar die Ziellinie sogar als erstes Duo der Altersklasse 25-29, eine 15-sekündige Zeitstrafe kostete sie jedoch nachträglich den Sieg – für die Silbermedaille hinter dem britischen Duo Jesse Owen und Charlie Searle reichte es dennoch. Mit 52:03 Minuten verbesserten Lundgren und Kvarnbrink außerdem den schwedischen Rekord.
