Oberstdorf erhält Zuschlag für Nordische Ski-WM 2031 - xc-ski.de Langlauf

Oberstdorf erhält Zuschlag für Nordische Ski-WM 2031

Im Rahmen eines FIS-Council Online-Meetings ist Oberstdorf als Austragungsort der Nordischen Ski-WM 2031 gewählt worden. Zuvor hatte es beim FIS-Kongress in Belgrad Anfang Juni einen Eklat gegeben, als man sich nicht auf einen der beiden Bewerber einigen konnte.

Klare Mehrheit für Oberstdorf

Beim ersten Meeting des neu gewählten FIS-Councils wurde die Vergabe des Austragungsorts der Nordischen Ski-WM nachgeholt. Dabei erhielt Oberstdorf 16 der 22 Stimmen, sechs gingen an Gegenkandidat Planica. Damit kehrt die WM zehn Jahre nach den Corona-Titelkämpfen 2021 wieder zurück ins Allgäu. „Das Council war froh, heute vor einer so wichtigen Entscheidung offen und ehrlich diskutieren zu können“, erklärte FIS-Präsident Alexander Ospelt. „Ich möchte Oberstdorf zu dieser bemerkenswerten Bewerbung gratulieren – von einem der weltweit bedeutendsten Standorte für den nordischen Skisport.“

Duell mit Eklat

Mit Oberstdorf und Planica standen im Rahmen des FIS-Kongresses in Belgrad Anfang Juni nur zwei Kandidaten zur Wahl  um die Vergabe der WM 2031. Österreich hatte seine Ambitionen mit Ramsau und Bischofshofen zurückgestellt und auf eine Bewerbung verzichtet. Das wiederum bewog den DSV, sich für Oberstdorf und gegen Oberwiesenthal sowie für eine kurzfristige Bewerbung für 2031 statt erst 2033 zu entscheiden. Damit gingen die Ausrichter von 2021 (Oberstdorf) und 2023 (Planica) bereits wenige Jahre nach der Austragung der Titelkämpfe erneut ins Rennen. Zuletzt hatte das Val di Fiemme innerhalb von zehn Jahren zwei Mal eine WM ausgetragen. Bei der Wahl des FIS-Councils am 10. Juni kam es dann zum Eklat. Mit fast zweistündiger Verspätung wurde durch FIS-TV Direktor Nick Fellows bekanntgegeben, dass sich das Gremium nicht auf einen der beiden Bewerber, Oberstdorf (Deutschland) und Planica (Slowenien) verständigen konnte und die Entscheidung auf unbestimmte Zeit verschoben sei. Dies war insofern ungewöhnlich, da das Wahlprozedere bei Stimmengleichheit der 22 Council-Mitglieder eine Entscheidung durch die Stimme des Präsidenten vorsieht. Während es keine weiteren offiziellen Stellungnahmen zu dem Vorfall gab, wurden Spekulationen laut, dass die Wahl des FIS-Präsidenten am darauffolgenden Tag dabei eine Rolle spielte. Nach Johan Eliaschs Abwahl war der Weg schließlich frei für eine endgültige Entscheidung.

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