Biathlon Weltcup: Neuer Trainer für Italiens Damen - Polen setzt auf Kontinuität - Die Teams - xc-ski.de Langlauf

Biathlon Weltcup: Neuer Trainer für Italiens Damen – Polen setzt auf Kontinuität – Die Teams

Das italienische Biathlon-Nationalteam der Damen geht mit einem neuen Trainer in den Biathlon Weltcup 2026/27 und in Polen wurden die Verträge der Trainer bis zur Olympiasaison 2030 verlängert. Die Teamzusammenstellungen aus Italien und Polen.  

Neuer Damentrainer in Italien

Egil Gjelland (NOR) © Manzoni/NordicFocus

Nunmehr hat auch der italienische Biathlonverband die Zusammensetzung der Biathlon-Nationalmannschaft und der weiteren Mannschaften bekannt gemacht. Offen blieb bisher auch, wer nach dem Wechsel des Finnen Jonne Kähköhnen als Schießtrainer zu den Schweden nachfolgt. Kähköhnen war die letzten vier Jahre in Italien als Schießtrainer und Trainer der erfolgreichen Damenmannschaft zuständig. „Die schönen Erinnerungen werden für immer bei uns bleiben. Ich werde die Zeit mit der italienischen Mannschaft immer in meinem Herzen bewahren“, schrieb Kähköhnen auf seiner Instagramseite. Insbesondere am Schießstand haben sich vor allem Dorothea Wierer und Lisa Vittozzi bedeutend weiterentwickelt. Kähköhnen feierte mit den Italienerinnen große Erfolge, wie das Staffelgold bei der Biathlon Weltmeisterschaft in Oberhof, den Gesamtweltcupsieg von Lisa Vittozzi 2023/24 und ihr Olympiagold in der Verfolgung von Antholz 2026. Sportdirektor Klaus Höllriegl wurde auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz fündig und verpflichtete mit Egil Gjelland einen erfahrenen Trainer, der früher selbst Biathlet war. Nach seiner aktiven Zeit betreute er die norwegischen Biathletinnen, das Nationalteam der norwegischen Herren und von 2018 bis 2024 die Tschechinnen. Nunmehr hat er seine eingelegte Schaffenspause beendet und führt die Damen Italiens zu Olympia 2030 in den französischen Alpen. Gjelland wird auf Trainerseite unterstützt vom ehemaligen IBU-Cup-Trainer Eduardo Mezzaro.
Bei den Herren bleiben unverändert Andrea Zattoni und Fabio Cianciana als Trainer und Mirco Romanin, der zuletzt auch für die Damen verantwortlich war, wechselt auf eigenen Wunsch zur Jugend.

  

Die Teamzusammensetzung für 2026/2027 in Italien

Nach dem Karriereende von Dorothea Wierer bleibt es bei drei Athleten in der höchsten Einstufung, da Lukas Hofer wieder in die Elite eingeordnet wurde. In der letzten Saison gab es ein 22köpfiges Team Mailand/Cortina, nunmehr als A-Team und B-Team bezeichnet und deutlich reduziert.

Elitekader: Lisa Vittozzi, Tommaso Giacomel, Lukas Hofer

A-Team
Damen: 
Hannah Auchentaller, Michela Carrara, Martina Trabucchi, Rebecca Passler
Herren: Didier Bionaz, Patrick Braunhofer, Christoph Pircher, Nicola Romanin, Elia Zeni, 

B-Team
Damen: 
Fabiana Carpella, Samuela Comola, Ilaria Scattolo, Birgit Schölzhorn, Linda Zingerle
Herren: Marco Barale, Nicolo Betemps, Davide Compagnoni

Cheftrainer des B-Teams ist Richard Romani mit Unterstützung von Daniele Piller Roner und Pietro Dutta.

Juniorteam
Damen: 
Charlotte Gauther, Matilde Jordan, Gaia Gondel, Nayeli Mariotti Cavagnet
Herren: Hannes Bacher, Andreas Braunhofer, Manuel Contoz, Julian Huber, Simone Motta, Jonas Tscholl

Velepec´ Vertrag verlängert bis Olympia 2030

Uros Velepec (SLO); coach Team Poland © Manzoni/NordicFocus

Nach Olympia ist vor Olympia und auch in Polen ist die Entwicklung auf den kommenden Vierjahres-Zyklus ausgerichtet. Uros Velepec wurde ab 1. Mai 2025 für das polnische Herrenteam engagiert und mit ihm will der Verband die junge Mannschaft bis zu Olympia 2030 in den französischen Alpen konkurrenzfähig machen. Velepec´ Vertrag wurde bis 2030 verlängert. Wie der Verband schreibt, fiel die Entscheidung nach einer Analyse der Trainerarbeit. „Sowohl der Trainerausschuss als auch der Vorstand des Verbandes äußerten sich positiv. Auch die Meinungen der Athleten wurden berücksichtigt. Sie zeigten sich bereit, weiterhin mit den aktuellen Trainern zusammenarbeiten.“ Demnach wurde auch der Damentrainer Tobias Torgersen für weitere vier Jahre bis zur nächsten Olympiasaison verpflichtet.  „Wir setzen unsere Zusammenarbeit fort, weil sie Früchte trägt. Die Ergebnisse waren gut, teilweise sehr gut. Die Athleten entwickeln sich weiter, und das war ein entscheidender Faktor,“ wird Joanna Badacz, Präsidentin des Polnischen Biathlonverbandes auf ihrer Internetplattform zitiert. In einem Interview der Internationalen Biathlon Union (IBU) sagte Velepec über sein junges Team: „Bei den nächsten Winterspielen werden wir vermutlich die zweitjüngste Mannschaft haben. Nicht leicht, aber wir haben auch tolle Talente in der Mannschaft. In den nächsten zwei Saisons wird es vor allem um Entwicklung gehen… Diese Athleten einschließlich Galica (Silbermedaillengewinner bei der JWM 2026) in den nächsten Jahren zu entwickeln ist wichtig. Wir machen das Schritt für Schritt. Die Athleten arbeiten zuhause in ihrem eigenen Tempo und in den Trainingslagern geht es um spezielle Themen. Die Entwicklung zählt. Sie haben alle noch ein Stück Arbeit vor sich, bevor sie stabil im Weltcup laufen können… Es braucht vor allem Geduld. In drei Jahren wollen wir mehr vorzuweisen haben als jetzt.“  

Die Zusammensetzung der Teams in Polen

In die Nationalmannschaft berufen wurden sieben Damen und sechs Herren.
Damen: Monika Hojnisz-Starega, Daria Gembicka, Anna Nedza-Kubiniec, Natalia Sidorowicz, Anna Maka, Joanna Jakiela, Kamila Zuk
Herren: Jan Gunka, Marcin Zawol, Konrad Badacz, Wojciech Skorusa, Fabian Suchodolski, Grzegorz Galica
Entwicklungsteam Männer: Kacper Brzoska, Jakub Potoniec, Maciej Lapka, Igor Kusztal, Jan Watycha, Kajetan Urbaniak (Trainer: Stanik Bartlomiej)
Entwicklungsteam Frauen: Barbara Skrobiszewska, Kamila Cichon, Wiktoria Celczynska, Amelia Liszka, Zuzanna Sadownik, Klaudia Niedurny, Majka Germaia (Trainer: Robert Szczepaniak)
Junioren: Gabriela Gasienica, Martyna Jaskolska, Kinga Tkocz, Justyna Sinkiewicz,  Kazimierz Siwa, Sebastian Garbowski, Mateusz Kotarski, Aurelio Latuszewski

(Quelle: u.a. fisi, biathlon.pl, IBU)

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