Johannes Høsflot Klæbo hat nach dem Sprint auch den Massenstart erwartungsgemäß für sich entschieden gefolgt von sechs weiteren Norwegern.
Attacke Beginn der zweiten Runde
Bei den Herren blieb das Feld auf der Runde mit zahlreichen kurzen Anstiegen traditionell länger zusammen. Vorn bestimmten die Norweger das Geschehen, aber vor allem in der ersten Runde zeigten sich auch Mathis Desloges und die mit etwas höheren Nummern gestarteten Schweizer Jason Rüesch und Candide Pralong weit vorne. In der zweiten Runde am Albrecht-Anstieg teilte sich das Feld und die Spitzengruppe bestand noch aus 37 Athleten. Anschließend hielt Klaebo das Tempo hoch und setzte sich im östlichen Streckenteil zusammen mit Iversen und Amundsen ab. Hinten fühlte sich niemand zuständig, die Lücke wieder zuzulaufen, so dass Erik Valnes zwangsläufig diese Rolle übernahm. In der Westhälfte der dritten Runde machte wie zuvor bei den Damen der neutrale Russe Savelii Korostelev die Nachführarbeit und der bestplatzierte Schweizer Beda Klee konnte das Tempo der Verfolgergruppe nicht mehr mitgehen. Mit Beginn der letzten Runde betrug der Abstand des Führungstrios fast 40 Sekunden.
Klæbo sorgt für frühe Vorentscheidung
In der Spitzengruppe wechselte man sich gut ab und allen war klar, dass der Sieg nur über Klaebo gehen würde. Schon im Albrecht-Anstieg sorgte er für die Vorentscheidung und setzte sich von seinen Landsmännern ab. Nach weiteren 2,5 Kilometern als Solist mit bis zu 18 Sekunden Vorsprung lief er als ungefährdeter Sieger zu seinem 105. Weltcupsieg ein. Sein Trainingskollege Emil Iversen wurde starker Zweiter vor Harald Østberg Amundsen. „Das fühlt sich großartig an. Wir hatte tolle Ski. Mein Körper ist in guter Form, ich kam am Freitag aus der Höhe und es fühlt sich an als würde der Körper gut darauf reagieren. Nun gilt es, die Form für die nächsten zwei Wochen zu halten bis zu den Olympischen Spielen“, sagte Johannes Høsflot Klæbo, der das Goms sehr mag: „Das ist großartig hier. Wenn wir das doch in Norwegen hätten mit so viel Schnee und diesen großartigen Bedingungen. Das war toll und die Zuschauer sind es auch. Vielen Dank und ich hoffe, wir kehren bald ins Goms zurück.“ In der Verfolgergruppe holten sich die Norweger Platz vier und fünf, die kein Olympiaticket erhielten, nämlich Håvard Moseby und Andreas Fjorden Ree. Erik Valnes wurde Sechster vor Mattis Stenshagen und Savelii Korostelev. Der 22-Jährige, der in der Startphase wegen eines Stockbruches etwas durchgereicht wurde, schlug im Ziel wütend seinen Stock kaputt, nachdem er oben am letzten Anstieg noch Fünfter direkt hinter Moseby gewesen war. Mathis Desloges als zweiter Nicht-Norweger in den ersten beiden Gruppen konnte dem Tempo am Schluss nicht mehr folgen und belegte Rang neun.
Beda Klee starker Zehnter
Nachdem das Schweizer Team sich in den letzten Wochen in Distanzrennen nicht mit Ruhm bekleckerte und mehrfach keiner unter die besten 40 kam, klappte es vor 11.000 lautstarken Schweizer Zuschauern plötzlich. Beda Klee verlor zwar den Anschluss an die erste Verfolgergruppe, schlug sich aber sehr gut in der zweiten Verfolgergruppe und der 29-jährige Wattwiler kam an der Spitze dieser als sehr guter Zehnter ins Ziel vor Lapalus, Lapierre und Barp. Nicola Wigger, der zuletzt oft der beste Schweizer in einem Distanzrennen war, freute sich beim Überqueren der Linie sichtlich über Platz 21. Cyril Fähndrich und Antonin Savary kamen als 25. und 28. ebenfalls noch unter die besten 30, was Candide Pralong bei seinem letzten Weltcuprennen vor heimischem Publikum knapp verfehlte. Jason Rüesch wurde 37. und Noe Näff 39. Die weiteren Schweizer Niclas Steiger, Janik Riebli, Pierrick Cottier, Isai Näff und Roman Alder kamen als 46., 49., 51., 53. und 58. ins Ziel.
Florian Notz einziger deutscher Starter
Florian Notz nahm als einziger Deutscher das Rennen im Goms in Angriff, nachdem sich der ursprünglich auch nominierte Friedrich Moch doch entschied, lieber seinen Trainingsblock fortzusetzen statt ins Wallis zu reisen. Florian Notz hielt sich zu Beginn sehr weit hinten im großen Feld auf, arbeitete sich dann in der ersten Hälfte der zweiten Runde bis auf Platz 13 nach vorne und wäre vielleicht sogar in der Lage gewesen, mit der ersten oder zweiten Verfolgergruppe mitzugehen. Leider erlitt er dann einen Stockbruch und verlor wieder viele Plätze, bis Trainer Michael Bonfert ihm am Hallenbarter-Anstieg einen Ersatzstock reichte. Von dort arbeitete er sich im Laufe der zweiten Rennhälfte noch um einige Plätze nach vorne und wurde schließlich 24., was für ein Rennen mit Stockbruch und aus einem umfangreichen Trainingsblock heraus nicht so schlecht ist. „Ich hatte heute sehr sehr gute Ski, was sicher nicht einfach war, weil es über Nacht runtergeschneit hat und über Tag war es dann von -4 bis in die Plusgrade rein mit Sonnenschein. Ich habe mich auch körperlich sehr sehr gut gefühlt, mir ist es leicht gefallen, mich vorne aufzuhalten. Ich habe mich im Schieben sehr gut gefühlt und auch an den Bergen“, sagte Florian Notz, aber es lief nicht alles perfekt: „Ich habe mir dann leider das Rennen selber zerstört. Kurz vor der Hälfte des Rennens habe ich mir einen Stock abgebrochen und blöderweise an einer Stelle, wo einen Kilometer lang kein Stockposten war. Das hat dann viel Kraft gekostet und vor allem viele Plätze. Deswegen bin ich nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, aber doch auch ein bisschen zufrieden mit dem Wettkampf. Ich denke, das war nochmal eine gute Vorbereitung für die Olympischen Spiele und es stimmt mich optimistisch, dass alles in eine gute Richtung geht.“
Vermeulen erneut enttäuscht
Mika Vermeulen konnte auch im Goms erneut nicht überzeugen und reist nun mit zwei Negativerlebnissen zu den Olympischen Spielen. Der Ramsauer kam über Rang 26 nicht hinaus. Noch vor der Rennhälfte verlor er endgültig den Anschluss an die Spitzenplätze. Im Ziel betrug sein Rückstand auf die Podestränge über zwei Minuten. Seinen ersten Einsatz bei den Winterspielen in Italien wird Vermeulen am 8. Februar im Skiathlon haben. Er war mit einem Podestplatz stark in den Olympiawinter gestartet, fiel dann aber um Weihnachten mit einem Infekt aus und verpasste die Tour de Ski. Nach einmonatiger Pause stieg er vergangenes Wochenende in Oberhof mit einem enttäuschenden 46. Platz über zehn Kilometer wieder ins Wettkampfgeschehen ein und entschied sich danach, doch ins Goms zu reisen, weil er noch Rennerfahrung brauchte.
=> Ergebnis 20 Kilometer Klassisch Massenstart
Statements liegen bisher nicht vor…
Weltcup Goms zum Nachlesen
=> Deutsches Team fokussiert sich auf Sprint und Teamsprint
=> Langlauf Weltcup macht wieder im Schweizer Goms Station
=> Gimmler/Rydzek gewinnen Teamsprint beim Langlauf Weltcup im Goms
=> Laura Gimmler und Nadine Fähndrich sprinten im Goms aufs Podium
=> Johanna Matintalo feiert ersten Weltcupsieg im Massenstart – Hennig Dotzler Fünfte
