Norwegische Trainingsmethoden für deutsche Langläufer: DSV holt jungen Norweger nach Oberstdorf - xc-ski.de Langlauf

Norwegische Trainingsmethoden für deutsche Langläufer: DSV holt jungen Norweger nach Oberstdorf

Nachdem Per Nilsson und Marc Steur den DSV zum Saisonende verlassen haben, wurde schon Mitte März ein erster Nachfolger bekannt. Der Norweger Torstein Haaker Dagestad wird an den Stützpunkt Oberstdorf wechseln und dort eine der beiden freien Positionen übernehmen.

Junger Norweger kommt ins deutsche Trainerteam

Zuletzt konnten die DSV-Damen vier Jahre lang von schwedischen Trainingsmethoden und der Erfahrung von Per Nilsson profitieren. Da der Schwede auch aus gesundheitlichen Gründen zurück in seine Heimat geht, musste nach einem Nachfolger gesucht werden. Gefunden wurde nun ein junger Norweger, Torstein Haaker Dagestad. Das berichtete zuerst der norwegische Fernsehsender TV2. Der 30-Jährige war zuletzt für das Team Swix Hofseth verantwortlich, früher als Team Swix bekannt. Zu seiner Trainingsgruppe in und um Lillehammer gehörten unter anderem Mattis Stenshagen, Henrik Dønnestad und Mikael Gunnulfsen. Torstein Dagestad beginnt seinen neuen Job am 1. Mai und wird in Oberstdorf ein neues Zuhause finden. Wie er selbst vor sechs Wochen gegenüber xc-ski.de erklärte, sei noch nicht final geklärt, ob er Disziplintrainer der Damen oder Herren wird. Geplant sei jedenfalls, die norwegischen Trainingsmethoden nach Deutschland zu bringen. Inzwischen steht fest, dass Dagestad für die deutschen Herren verantwortlich sein wird. 

„In erster Linie eine Herausforderung“

„Das wird einer der härtesten Jobs, die man im Langlauf haben kann, denke ich. Deutschland ist ein bedeutendes Land. Biathlon ist da ein großer Sport, aber auch Langlauf ist groß und hat das Potential, noch größer zu werden“, erklärte er vor seinem Wechsel ins Allgäu gegenüber TV2. „Oberstdorf ist sicherlich der Ort, an dem die meisten Nationalkader-Langläufer leben. Die bekanntesten sind Laura Gimmler, Coletta Rydzek, Friedrich Moch und Jan Stölben.“ Der Norweger gab zu, dass er andere attraktive Angebote hatte, aber sich das Angebot aus Deutschland richtig anfühle. „Es ist in erster Linie eine Herausforderung. Es ist eine Position, die ich noch nie hatte, so ist es etwas surreal, aber schön. Aber mein Bauchgefühl hat sich für Deutschland entschieden“, so Dagestad. „In Norwegen besteht die Trainingsphilosophie aus Zusammenarbeit zwischen Trainer und Athlet. Im Ausland ist das wohl nicht so üblich wie hier in Norwegen. Und wir sind in Norwegen sehr gut darin, Teams zu formen, in denen alle Läufer unterschiedliche Ziele haben, aber sich gegenseitig in ihrer Entwicklung unterstützen. Die Teams gehen gemeinsam in eine Richtung und darin ist Norwegen sehr gut“, so Dagestad.

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