Österreich ist Junioren-Weltmeister im Mixed Team der Nordischen Kombination. Platz zwei und damit die Silbermedaille ging an Deutschland, Bronze an Norwegen.
Deutschland nach Springen in Führung
Das deutsche Team übernahm nach dem Springen die Führung. Sofia Eggensberger, Jonathan Gräbert, Felix Brieden und Maja Loh kamen zusammen auf 461,8 Punkte und platzierten sich damit sechzehn Sekunden vor den Slowenen. Gräbert konnte mit 96,5 Metern bei verkürztem Anlauf seine Gruppe gewinnen; auch die anderen Teamkollegen belegten im Springen in ihren jeweiligen Gruppen Top Drei-Plätze. Den weitesten Sprung der Frauen zeigte Teja Pavec (SLO) mit 97 Metern. Der Norweger Alvin Le sprang mit 100,5 Metern am weitesten. Er hatte allerdings auch gute Bedingungen und bekam dementsprechend Punktabzüge. Seine Teamkameraden konnten mit den Spitzenspringern am heutigen Tag jedoch nicht mithalten, so dass Norwegen zunächst nur auf dem achten Rang lag. Dritter wurde das französische Team, 33 Sekunden hinter den Deutschen. Österreich mit den Junioren-(Team Sprint)-Weltmeistern Katharina Gruber, Andreas Gfrerer, David Thür sowie Eva-Maria Holzer lag auf Rang vier, 34 Sekunden hinter Deutschland und nur eine Sekunde hinter Frankreich.
Österreich holt sich den Sieg
Auf der Strecke hielt Deutschland nach einem soliden ersten Lauf von Gräbert zunächst die Führung. David Thür (AUT) lief ein starkes erstes Leg, doch es war Katharina Gruber im zweiten Leg, die Österreich in Führung brachte. „Mein Sprung war nicht der beste, aber wir hatten alle solide Sprünge. Auf der Strecke haben wir alles gegeben,“ sagte Gruber. Deutschland fiel im selben Leg sogar auf den dritten Rang hinter Norwegen zurück. Eva-Maria Holzer als zweite Läuferin konnte den Vorsprung Österreichs dagegen sogar ausbauen. Doch auch Sloweniens Teja Pavec zeigte ihre Klasse und führte Slowenien auf Rang zwei hinter Österreich, mit Deutschland nach wie vor auf Platz drei. Deutschlands Schlussläufer Felix Brieden holte dann wiederum eine Position auf, während Slowenien doch wieder aus den Medaillenrängen rutschte. Am Ende siegte Österreich vor Deutschland und Norwegen. Slowenien wurde Vierter vor Frankreich, Japan, Finnland, Italien, der Schweiz, der Ukraine und den USA. David Thür: „Wir haben einen richtig tollen Tag gehabt. Auf der Schanze haben wir schon gut angefangen und einen tollen Job gemacht. Das Langlaufrennen war dann der absolute Wahnsinn, die Ski waren so schnell, ein großes Danke an unser Serviceteam. Es ist meine zweite Medaille und mir fehlen gerade irgendwie die Worte.“
Drei Mal Gold für Österreich, zweimal Silber für Deutschland
Die weitere Goldmedaille der Österreicher reiht sich ein zum Einzeltitel von Katharina Gruber sowie dem Gold im Teamsprint der Männer. Für Deutschland gab es zweimal Silber, einmal im Mixed Team Event und einmal im Team Sprint der Männer. Kleiner Wehrmutstropfen bei aller Freude: Eine Einzelmedaille gelang weder den österreichischen Herren noch dem deutschen Team, so dass hier keine persönlichen Startrechte für die kommende Saison errungen werden konnten. Die Medaillengewinner der Einzelwettkämpfe der JWM erhalten für ein Jahr, bis zur folgenden JWM, ein persönliches Startrecht. Über dieses können sich bei den Herren Lukas Dolezal (CZE), Lubin Martin (FRA) und Sverre Kumar Lundeby (NOR) freuen. Bei den Damen sind dies neben Gruber Yuzuki Kaunuma (JPN) und Teja Pavec (SLO).
Zwischenstand SprungEndergebnis