Schluss mit Skating: Vasaloppet führt striktere Technikkontrollen ein - xc-ski.de Langlauf

Schluss mit Skating: Vasaloppet führt striktere Technikkontrollen ein

Der Trend des vermehrten Doppelstockschiebens macht auch vor dem Vasaloppet nicht halt. Das Laufen mit Doppelstock- oder Skating-Ski ohne Steigwachs führt jedoch zu einem erhöhten Risiko, dass (aus Versehen) die Skating-Technik benutzt wird, was bei Rennen in der klassischen Technik logischerweise nicht erlaubt ist. Aufgrund dessen werden ab diesem Jahr vermehrte Technikkontrollen während des Vasaloppet eingeführt.

Das gilt es zu beachten

In einer Umfrage nach dem Vasaloppet 2025 gaben 24 % der Teilnehmenden an, ohne Steigwachs gelaufen zu sein. Diese hohe Zahl überraschte den Veranstalter, sorgt aber auch dafür, dass die Anzahl der Technikverstöße in den vergangenen Jahren zugenommen hat, was das Rennen weniger fair macht. „Dies war eine überraschend hohe Zahl, weshalb wir es für notwendig hielten, uns stärker darum zu bemühen, die auf der Strecke geltenden Regeln zu verdeutlichen. Wichtig ist außerdem zu betonen, dass dieses Thema vor allem die Teilnehmenden in den vorderen Startgruppen betrifft, wo das Tempo höher ist und Interaktionen auf der Strecke größere Folgen haben können. Unser Ziel ist es nicht, Verwarnungen auszusprechen und bei den weiter hinten im Feld laufenden Läufern unnötige Besorgnis zu erzeugen. Für sie besteht unsere Rolle vielmehr darin, unterstützend da zu sein, Mut zu machen und sicherzustellen, dass möglichst viele ein positives Erlebnis haben und es bis ins Ziel in Mora schaffen“, sagt Tommy Höglund. Sportdirektor des Vasaloppet. Um alle Teilnehmenden auf den gleichen Wissensstand zu bringen und dadurch faire Bedingungen zu schaffen, wurden in Zusammenarbeit mit der FIS, Skimarathon-Legende Anders Aukland sowie der ehemaligen schwedischen Langläuferin und Biathletin Anna-Karin Strömstedt Videos zur Demonstration der richtigen Klassik-Technik in verschiedenen Situationen erstellt. Diese werden auf den Social Media Kanälen von Vasaloppet und anderen großen Skimarathons sowie über den Vasaloppet-Newsletter verbreitet. Ebenso könnt ihr die Videos unter den nachfolgenden Links anschauen:

Kurventechnik mit und ohne Klassikspur

Bergtechnik mit und ohne Technikzone

Doppelstock in und neben der Klassikspur

Richtiges Überholen in der Klassischen Technik

Diese Konsequenzen drohen bei Technikverstößen

"No Skating" Schild © Vasaloppet

„Die Hauptidee ist, die Teilnehmenden darauf aufmerksam zu machen, dass sie etwas falsch machen, und gleichzeitig den Menschen um sie herum zu zeigen, dass der Vasaloppet dies wahrnimmt und ernst nimmt. Auf diese Weise glauben wir auch, dass sich die Langläuferinnen und Langläufer auf der Strecke gegenseitig dabei helfen können, das Richtige zu tun und die Regeln einzuhalten“, so Höglund. Dennoch gelten beim Vasaloppet die FIS-Regeln, wonach die Anwendung der Skating-Technik in einem Klassik-Rennen zur Disqualifikation führt. Sofern der Regelverstoß keinen Vorteil im Endergebnis bringt, kann von der Jury auch eine mündliche oder schriftliche (= Gelbe Karte) Verwarnung ausgesprochen werden. Für Langläuferinnen und Langläufer mit aktivem FIS-Code wird dies auch (weiterhin) durchgeführt. „Bei Elite-Skifahrern mit einer FIS-Lizenz werden wir die üblichen Strafregeln anwenden, neu in diesem Jahr ist jedoch, dass andere Teilnehmende direkt auf der Strecke mündlich verwarnt werden können“, erklärt Tommy Höglund. Hierfür werden Funktionäre auf der Strecke stehen, die Technik kontrollieren und gegebenenfalls Verwarnungen aussprechen. Bei mehreren Verwarnungen innerhalb eines Rennens behält sich die Jury vor, Strafen zu verhängen, die bis zur Disqualifikation führen. Diese Regeln gelten nicht nur beim Hauptrennen über 90 Kilometer am 1. März, sondern in allen Rennen der Vasaloppet Winterwoche, die in der klassischen Technik gelaufen werden: Vasaloppet 30, Tjejvasan („Frauen-Vasaloppet“), Öppet Spår Sunday („Offene Spur“), Ungdomsvasan („Jugend-Vasaloppet“), Vasaloppet 45, Stafettvasan („Staffel-Vasa“) und Vasaloppet.

Die mobile Version verlassen
Die mobile Version verlassen