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Ski Classics: Johan Hoel und Astrid Øyre Slind gewinnen Reistadløpet

Astrid Øyre Slind und Johan Hoel heißen die Sieger des vorletzten Ski Classics Rennen der Saison beim Reistadløpet auf einer anspruchsvollen Strecke in arktischer Winterlandschaft.

Astrid Øyre Slind gewinnt bei Ski Classics Comeback

Emilie Fleten (NOR), Astrid Oeyre Slind (NOR), Anikken Gjerde Alnaes (NOR), (l-r) - Ski Classics Reistadlopet © Nordnes/NordicFocus

Die Damen eröffneten um 10:00 Uhr das Rennen und gaben von Beginn an Vollgas. Aufgrund des anspruchsvollen Streckenprofils war die Frage des Tages, ob im Doppelstock oder mit Steigwachs gelaufen werden sollte. Aus der kleinen Spitzengruppe, die sich schon wenige Kilometer nach dem Start gebildet hatte, war Astrid Øyre Slind (Team Aker Daehlie) die einzig Läuferin, die mit Steigwachs unter den Ski lief. Ihre Schwester Silje Øyre Slind (Team Aker Daehlie) sowie Louise Lindström (Team Eksjöhus), die sich ebenfalls für Steigwachs entschieden hatten, waren schon früh abgehängt. So erging es auch Julie Kvale Støstad (Team Ramudden), die sich zwar die maximalen Sprintpunkte sicherte, aber anschließend sofort zurück fiel. Somit blieben neben Slind nur noch Emilie Fleten (Team Ramudden), Hanna Lodin und Anikken Gjerde Alnaes (beide Team Engcon), Jenny Larsson (Lager 157 Skiteam) und Hedda Bångman (Team Burger King Northug) übrig. Wenige Kilometer nach dem Sprint ging es jedoch gleich in den 4,8 Kilometer langen und durchschnittlich 8,9 % steilen Iconic Climb Orta, wo Slind sogleich ihren Vorteil des Steigwachses ausspielte und eine Lücke auf die Konkurrentinnen heraus lief. Bei der Bergwertung nach 13 Kilometern lag die Norwegerin bereits über eine Minute vor Emilie Fleten und fast zwei Minuten vor dem Duo Alnaes-Lodin. Auf den folgenden Kilometern über das Fjell kamen die Verfolgerinnen von Astrid Øyre Slind etwas näher an die Führende heran, insbesondere die beiden Läuferinnen des Team Engcon machten zunächst etwas Boden gut. Mit weiteren kürzeren Anstiegen gelang es Slind jedoch, den Abstand vor Beginn der langen Abfahrt in Richtung Ziel in Bardufoss, wieder auszubauen. Die Norwegerin konnte dadurch ihren komfortablen Vorsprung bis zum Ziel verteidigen und feierte nach dem Ende der Weltcup-Saison einen erfolgreichen Wiedereinstieg in die Ski Classics Serie. Auch Emilie Fleten verteidigte ihren zweiten Rang souverän gegenüber Anikken Gjerde Alnaes, welche sich im vorletzten Rennen ihrer Karriere auf den letzten Kilometern von ihrer Teamkollegin Lodin absetzen konnte. Hinter der Schwedin zeigte Magni Smedås (Team Eksjöhus) eine sehr gute Renneinteilung sowie ihr bestes Rennen in diesem Winter nach eine gesundheitlich herausfordernden letzten Saison und wurde Fünfte. Hedda Bångman musste sich Smedås im Zielsprint geschlagen geben und wurde Sechste.  

Johan Hoel siegt aus kleiner Spitzengruppe

Johan Tjelle (NOR), Johan Hoel (NOR), Axel Jutterstroem (SWE), (l-r) - Ski Classics Reistadlopet © Nordnes/NordicFocus

Auch das Rennen der Herren, welches eine Stunde nach den Damen startete, begann sogleich mit hohem Tempo. Mit der frühen Sprintwertung setzten sich die beiden Anwärter um das Grüne Trikot, Gabriel Strid (Team GS8) und Vebjørn Moen (Team Eksjöhus) früh um einige Meter ab. Moen konnte den Sprint für sich entscheiden und somit auf einen Punkt an Strid heran kommen, sodass die Entscheidung um das Wertungstrikot morgen im letzten Sprint der Saison fällt. Im Feld der Herren wurde, zumindest im vorderen Teil des Feldes, nahezu einheitlich auf Steigwachs verzichtet. Bei nach wie vor hohem Tempo zerfiel das Hauptfeld jedoch schnell und angeführt von Axel Jutterström (Team Eksjöhus) konnte sich eine Vierergruppe, zu der außerdem noch Johan Hoel (Team Ragde Charge) sowie Torleif Syrstad und Johan Tjelle (beide Team Engcon) gehörten, absetzen. Jutterström sicherte sich die Bergpunkte, zusammen mit Hoel konnte er sich um 16 Sekunden gegenüber Syrstad, Tjelle sowie Ole Jørgen Bruvoll (Team Engcon) und Thomas Ødegaarden (Team Eksjöhus), die um den Anschluss kämpften, absetzen. Bruvoll konnte zunächst der Vierergruppe, die wieder zusammen gelaufen war, folgen, während Ødegaarden abreißen lassen musste. Unter dem weiter anhaltenden Tempodiktat von Axel Jutterström musste auch Bruvoll die Gruppe ziehen lassen, während sich der Schwede sogar alleine absetzen konnte. Sein Vorsprung von zeitweise 15 Sekunden reichte jedoch nicht aus, um das Verfolgertrio bis zum Ziel auf Abstand zu halten. Rund drei Kilometer vor dem Ziel kam es durch die schnellen Ski von Team Engcon in einer schnellen Abfahrt wieder zum Zusammenschluss und daraufhin zum Zielsprint der vier Läufer. Johan Hoel präsentierte sich hier am stärksten und gewann sein erstes Rennen nach zwei Jahren, damals gewann er auch den Reistadløpet zum ersten Mal im reinen Doppelstock. Johan Tjelle sprintete auf Platz Zwei und Axel Jutterström kam auf den dritten Rang. Torleif Syrstad ging nach zuvor zwei Siegen in Folge leer aus. Ole Jørgen Bruvoll und Thomas Ødegaarden verteidigten ihren fünften und sechsten Platz. Jakob Walther (Team Slavia Pojistovna Robinson Trentino) zeigte als 21. ein sehr starkes Rennen und wurde bester deutschsprachiger Athlet.

Ergebnisse Reistadløpet