Skimarathon News

Vorschau auf das Ski Classics Saisonfinale in Nordnorwegen

Mit dem Reistadløpet am Samstag sowie Summit2Senja am Sonntag geht die Ski Classics Saison XVII mit zwei anspruchsvollen Rennen zu Ende. Bereits vor den letzten Rennen gaben bereits einige Athletinnen und Athletin ihr Karriere- beziehungsweise ein verfrühtes Saisonende bekannt.

Reistadløpet mit Iconic Climb 

Streckenplan Reistadlopet © Ski Classics

900 Höhenmeter verteilt auf 35 Kilometer stehen beim Reistadløpet in diesem Jahr auf dem Programm. Damit wurde die Strecke im Vergleich zu den Vorjahren um rund zehn Kilometer und 300 Höhenmetern verkürzt. Der Großteil der Höhenmeter davon, rund 460 Höhenmeter auf 4,7 Kilometer bei einer Steigung von durchschnittlich fast 10 %, ist am Iconic Climb Orta zu überwinden. Das Ende dieses Anstieges ist nach 13 Kilometern erreicht, dort werden die Bergpunkte vergeben. Für den beziehungsweise die Erstplatzierte gibt es dort 45 anstatt der üblichen 30 Punkte zu sammeln, sodass hier eine Vorentscheidung im Kampf um die Bergwertung fallen könnte. Kurz vor Beginn des Anstieges, fünf Kilometer nach dem Start in Setermoen, gibt es im Skistadion des Ortes noch eine Sprintwertung, wo das Duell Gabriel Strid (Team GS8) gegen Vebjørn Moen (Team Eksjöhus) seine Fortsetzung finden wird. Vom höchsten Punkt der Strecke geht es anschließend in Richtung Ziel in Bardufoss.

Angepasste Strecke für Summit2Senja

Streckenplan Grand FinaleSummit2Senja © Ski Classics

Anders als man es erwartet, ist auch der Norden Norwegens nicht von besonders viel Schnee gesegnet, insbesondere in Küstennähe ist die Schneedecke in weiten Teilen nur dünn oder gar nicht vorhanden. Davon ist auch der letzte Teil der Originalstrecke für Summit2Senja betroffen, da die Strecke nach 60 Kilometern direkt am Meer in Finnsnes enden sollte. Im Landesinneren liegt glücklicherweise ausreichend Schnee, sodass es dem Organisationskomitee gelungen ist, eine ähnlich herausfordernde und landschaftlich ansprechende Strecke zu planen, auch die Streckenlänge von 60 Kilometern kann beibehalten werden. Die ersten Kilometern nach dem Start in Bardufoss, die Premium Sprintwertung in Austtjønnmyra nach elf Kilometern eingeschlossen, verlaufen wie ursprünglich geplant. Nach etwa der Hälfte der Distanz macht die Strecke eine Schleife, hier werden in Berrskallen (Kilometer 33) die letzten Bergpunkte vergeben. Anschließend geht es den gleichen Weg wieder zurück nach Bardufoss. Der Iconic Climb Magdaskaret fällt dementsprechend in diesem Jahr weg. Dennoch sind insgesamt mehr als 1100 Höhenmeter zu absolvieren.

Dahl, Persson und Joly beenden ihre Karrieren

Ida Dahl (SWE) gewinnt Jizerska

Mit Ida Dahl beendet eine der erfolgreichsten Ski Classics Athletinnen der vergangenen Jahre ihr Karriere. Im März 2019 nahm sie beim Birkebeinerrennet zum ersten Mal an einem Rennen der Pro Tour teil, in der Saison 2020/21 wurde sie bereits Zweite der Gesamtwertung, ebenso wie in der Saison 2021/22. In der darauffolgenden Saison gewann die Schwedin sogar die Gesamtwertung. Anschließend hatte sie aber mit Übertraining sowie langwierigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, sodass sie nach über einem Jahr Pause erst in diesem Winter bei Engadin La Diagonela wieder bei einem Ski Classics Rennen an den Start ging, abgesehen vom Tjejvasan konnte die Läuferin des Team Engcon jedoch keine weiteren Rennen bestreiten, sodass sie nun im Alter von nur 30 Jahren bereits ihre Karriere beendet. Insgesamt gewann sie elf Ski Classics Rennen und nahm 2022 am Weltcup in Davos teil, wo sie über 20 Kilometer Skating 16. wurde. Neben Ida Dahl beendet mit Anton Persson ein weiterer schwedischer Athlet seine Karriere. Der 31-Jährige war lange Zeit Teil der schwedischen Nationalmannschaft und nahm unter anderem an der Weltmeisterschaft 2021 in Oberstdorf sowie an den Olympischen Spielen in Peking ein Jahr später teil. Nach weniger erfolgreichen Jahren mit mangelnder Motivation und Freude am Sport wechselte er vor zwei Jahren zum Team Ramudden in die Ski Classics Pro Tour. Sein bestes Ergebnis erreichte er 2024 mit Rang 21 beim Bad Gastein ITT, in derselben Saison wurde er außerdem Zweiter in der Sprintwertung. Als weiterer Läufer des Team Ramudden, welches sich zum Ende der laufenden Saison auflöst, beendet auch Thomas Joly seine Karriere. Der 27-Jährige zählt zu den besten Skimarathonläufern Frankreichs und sorgte mit seinen Leistungen dafür, dass der Sport in Frankreich an Bekanntheit erlangte. In der Saison 2024/25 wurde er beim Drei Zinnen Ski Marathon Siebter, bei Engadin La Diagonela verpasste er eine Woche später das Podium als Fünfter nur knapp. 2023 gewann er den Alliansloppet auf Rollski, im vergangenen Sommer wurde er dort hinter Alvar Myhlback Zweiter.

Stina Nilsson mit verfrühtem Saisonende

Nach ihrer äußerst erfolgreichen ersten Ski Classics Saison im vergangenen Jahr, konnte Stina Nilsson in diesem Winter ihre Erwartungen nicht erfüllen. „Ich bin mit großen Träumen und Erwartungen in diese Saison gestartet. Leider ist es bei weitem nicht so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hatte. Natürlich gibt es auch Lichtblicke, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es im Moment das Beste ist, die Saison zu beenden und Körper und Geist Zeit zur Erholung zu geben“, schrieb die Schwedin in einem Post bei Instagram. „Vielen Dank an euch alle, die mich sowohl bei Rückenwind als auch bei Gegenwind anfeuern und unterstützen. Ihr seid wirklich fantastisch.“ Nach Platz Zwei beim Gastein Criterium und einem Sieg bei Engadin La Diagonela folgten keine weiteren Podiumsplatzierungen mehr. Ihre Ziele bei den größten Skimarathons verfehlte sie, beim Vasaloppet wurde sie Fünfte, beim Birkebeinerrennet Sechste und beim Marcialonga sogar nur 18. Beim Marcialonga Bodø am vergangenen Wochenende lief sie auch „nur“ auf den zwölften Rang. „

Programm

Samstag, 28.03.2026
10:00 Uhr – Start Reistadløpet 35km Damen
11:00 Uhr – Start Reistadløpet 35km Herren

Sonntag, 29.03.202608:30 Uhr – Start Summit2Senja Herren08:40 Uhr – Start Summit2Senja Damen

Das Saisonfinale mit den spannenden Entscheidungen um die Wertungstrikots sowie Tagessiege lässt sich im deutschsprachigen Raum bei ServusTV im Livestream verfolgen.