Exel Ultra 2

Exel Ultra 2 - xc-ski.de Stocktest © Felgenhauer / xc-ski.de

Griff

Niemand geringeres als Ole Einar Björndalen hinterließ hier seine Spuren. Die leichte Griffmulde, die es in ausgeprägterer Form auch beim Madshus NCR 100 gibt, ist auch hier vertreten. Daumen und Zeigefinger finden am etwas dünneren Teil des Griffes guten Halt. Der Rest des Griffes ist mit rundem Querschnitt und verschwindend geringer Vorbiegung sehr neutral gehalten. Der Kork ist rundum verlegt, wie es sich für ein skandinavische Modell gehört.

Schlaufe

Ein eher steifes Modell haben die Finnen da an den Ultra 2 geschraubt. Zum Glück gilt das nicht nur für den Tragekomfort sondern vor allem auch in Zugrichtung. Durch die umgelenkte Klemmung sitzt die Schlaufe für ein Modell Klemmkeil auch extrem fest. Wenn sie denn mal da sitzt, wo sie hin gehört. Die Einstellbarkeit gehört nicht zu den Stärken der Exel-Schlaufe. Ziehen, überspannen, Klemmkeil drücken und dann hoffen dass trotz des recht engen Gummizuges zwischen den Schlaufenenden alles dort sitzt, wo man es haben will. Damit die Fusion-Schlaufe auf jede Hand passt gibt es vier Größen. Mit Handschuhgröße 9 passt L sehr gut.

Rohr

Hier steckt das wichtigste Know-How der reanimierten finnischen Traditionsfirma. Insgesamt ist der Exel Ultra 2 nämlich der schwerste Stock im High-End-Testfeld. Richtig gehört. In der Praxis fühlt es sich aber nach genau dem Gegenteil an, denn das Schwungverhalten ist erste Sahne. Ein Blick in die Tabelle zeigt das mit theoretischen Werten bestätigt: mit 61 zu 39 Prozent häuft sich das Gewicht im oberen Teil, sprich dem Griff, der Schlaufe und dem 16 Millimeter-Part des Rohres. Am Stockende ist dieses nur noch 7 Millimeter dick, was gepaart mit einer sehr leichten, geklebten Spitze nur sehr wenig Gesamtgewicht ergibt. Dabei ist die Konstruktion auch noch extrem steif, von Vibrationen ist nichts zu spüren.

Spitze

Einfach Minimalistisch! Eine kleine Sicke versteift den ansonsten flachen Teller zumindest etwas, wobei diese nicht viel Fläche zu bewältigen hat. Hier ist die Empfehlung klar: Rennstrecke, gut präpariert, ansonsten gilt es eine Alternative zu finden. Etwa den altbekannte Exelerator Max Basket, der spätesten bei weicheren Bedingungen mit extrem geringer Neigung zum Rupfen auftrumpfen könnte. Und kaum schwerer sein dürfte.

Fazit

Ein faszinierender Stock, dessen hohes Gesamtgewicht in der Praxis kaum ins Gewicht fällt. Im Gegenteil. Wer gerne schnell und hochfrequent läuft, findet im Exel Ultra 2 den richtigen Begleiter. Zumal das Rohr auch in Sachen Steifigkeit und Vibrationsarmut glänzen kann. Könnte die Griff-Schlaufen-Kombination mit den Top-Produkten der Szene mithalten, wäre der Exel definitiv eine absolute Empfehlung.

Fakten

Preis: 329,90 Euro
Gewicht mit Schlaufe (pro Stock): 167 Gramm
Gewichtsverteilung: 63 – 39
Klicksystem Schlaufe: nein
Schraubbare Spitzen: nein
Tellervarianten (optional): 2

Testergebnis

Gesamtgewicht 10 von 15
Möglichkeit der Anpassung 11 von 15
Schwungverhalten 15 von 15
Steifigkeit/Vibrationsverhalten 13 von 15
Gesamtnote