Mit dem Alliansloppet über 48 Kilometer stand am Samstag das alljährliche Highlight der Trollhättan Week statt. Die Top-Favoriten Astrid Øyre Slind und Alvar Myhlback wurden zunächst den Erwartungen gerecht – dann wurde das Ergebnis der Herren aber durch die Jury noch einmal verändert.
Slind und Fleten in eigenen Ligen
Bei den Damen ging es beim Alliansloppet über die volle Distanz von 48 Kilometern mit drei zu laufenden Runden. Nach rund 15 Kilometern hatte sich bereits eine fünfköpfige Spitzengruppe mit Astrid Øyre Slind (Team Aker Daehlie), Léonie Perry, Gina Del Rio, Emilie Fleten (Team Engcon) und Magni Smedås gebildet, die sich um knapp zwei Minuten vom restlichen Feld abgesetzt hatte. Auch am Zwischensprint kurz darauf, welchen Slind für sich entschied, lagen die fünf noch innerhalb von fünf Sekunden zusammen. Bis Kilometer 31,3 sorgten dann Slind und Fleten für die entscheidende Tempoverschärfung: Das Duo passierte die Zwischenzeit nahezu zeitgleich, während Smedås und Del Rio bereits knapp zwei Minuten und Perry etwas mehr als zwei Minuten zurücklagen. Auf dem letzten Rennabschnitt konnte schließlich Slind auch Fleten abschütteln und feierte nach 2:03:26 Stunden einen äußerst souveränen Sieg. Fleten erreichte das Ziel mit 1:16 Minuten Rückstand auf Rang zwei, während Vorjahressiegerin Smedås mit 4:14 Minuten Rückstand den dritten Platz belegte. Del Rio und Perry folgten nur wenige Sekunden dahinter auf den Plätzen vier und fünf.
Myhlback Erster im Ziel – aber Sieg an Musgrave
Bei den Herren blieb das Rennen über die 48 Kilometer lange Distanz lange offen. Entscheidende Ausreißversuche gab es nicht, stattdessen wurde die große Spitzengruppe im Rennverlauf kontinuierlich kleiner. Nach 15 Kilometern lagen noch 74 Athleten gemeinsam an der Spitze, auch beim Zwischensprint war die Gruppe noch ebenso groß. Dort setzte sich Amund August Korsæth knapp vor Olov Roos durch. Bei Kilometer 31,3 waren schließlich noch 42 Läufer in der Spitzengruppe vertreten, darunter mit Thomas Bing (eD system RSJ Team) und Jakob Walther auch zwei Deutsche. Die Entscheidung fiel schließlich erst auf den letzten Kilometern beziehungsweise im Zielsprint: Alvar Myhlback (Lager 157 Skiteam) setzte sich nach 1:51:29 Stunden hauchdünn mit 0,5 Sekunden Vorsprung vor Håvard Taugbøl (Team Ragde Charge) durch, Rang drei ging mit 0,8 Sekunden Rückstand an Amund Riege (Team Aker Daehlie). Amund Hoel (Team Engcon) und Andrew Musgrave (Team Aker Dahelie) folgten auf Platz Vier und Fünf. Nach Juryentschied konnte sich Alvar Myhlback dann aber doch nicht über den Sieg freuen, den Andrew Musgrave erbte. Myhlback und einige andere Läufer hatten wenige Kilometer vor dem Ziel eine Kurve falsch angefahren und statt den Radweg zu benutzen, waren sie wie in den Runden zuvor auf der Straße gelaufen. So konnte sich der 36-jährige Brite über den Sieg freuen, der vor Ole Jørgen Bruvoll vom Team Engcon und dessen Teamkollegen Axel Jutterström gewann. Myhlback kam nur als Vierter in die Wertung vor Håvard Taugbøl und Amund Hoel. Amund Riege verlor sogar noch zehn Plätze bis auf Position 13. Einen starken Auftritt zeigte auch Jakob Walther, der bis zum Schluss in der Spitzengruppe blieb und durch die Zurückstufungen noch von 14 auf den neunten Platz aufrückte. Thomas Bing belegte mit 2:45 Minuten Rückstand ebenfalls einen sehr guten 25. Platz.
Rystad und Bernhardsson schnellste Junioren
Über 32 Kilometer ging es am Samstag für die Juniorinnen und Junioren beim Alliansloppet in Trollhättan. Auf dem Programm standen zwei Runden à 16 Kilometer im klassischen Stil. Bei den Juniorinnen fiel die Entscheidung in einem äußerst knappen Finish. Die Norwegerin Ingeborg Rystad setzte sich nach 1:32:13,9 Stunden durch. Nur 0,6 Sekunden dahinter belegte ihre Landsfrau Emilie Ruud Lia den zweiten Platz, weitere zwei Zehntelsekunden zurück komplettierte Mille Sophie Sveinhaug Aarnes als Dritte das rein norwegische Podium. Insgesamt kamen die ersten acht Läuferinnen innerhalb von weniger als vier Sekunden ins Ziel. Starterinnen aus den deutschsprachigen Ländern waren nicht vertreten. Auch bei den Junioren wurde der Sieg erst auf den letzten Metern vergeben. Nach 32 Kilometern triumphierte der Schwede Manne Bernhardsson in 1:17:07,8 Stunden vor seinem Landsmann Vilmer Malm, der 1,2 Sekunden zurücklag. Rang drei ging an den Norweger Herman Wille mit 2,5 Sekunden Rückstand. Als einziger Starter aus einem deutschsprachigen Land belegte der Deutsche Maxim Haddou den 26. Platz. Er erreichte das Ziel 7:30,4 Minuten hinter dem Sieger.
