Victoria Carl und Thomas Bing feiern Favoritensiege beim Rennsteig Rollskilauf

Thomas Bing © VOIGT / Kevin Voigt

Zum Abschluss der zentralen Leistungskontrolle der deutschen Skilangläufer wurde der Rennsteig Rollskilauf ausgetragen. Dabei konnten sich am Ende die Favoriten durchsetzen, aber es kam auch zur einen oder anderen Überraschung.

Klarer Sieg für Bing

Thomas Bing © VOIGT / Kevin Voigt

Insgesamt 153 Teilnehmer der Langlauf-Elite, aus der Skimarathon- und Rollski-Szene sowie Hobbysportler stellten sich der zweiten Auflage des Rennsteig Rollskilaufs über knapp 17 Kilometer von Gräfenroda nach Oberhof. Aufgrund der Baumaßnahmen am Biathlonstadion musste die Strecke im Vergleich zum Vorjahr etwas verkürzt werden und endete im Zentrum von Oberhof am Busbahnhof. Aufgrund der Corona-Auflagen wurde der Massenstart in Wellen von jeweils sechs Läuferinnen und Läufern aufgeteilt. Aufgrund größerer Leistungsunterschiede innerhalb einer Welle waren die Teilnehmer dann ziemlich schnell allein unterwegs, lobten das neue Format im Ziel aber als besonders kurzweilig und motivierend. Das galt auch für Thomas Bing, der als Zweiter des letzten Jahres und bekannt guter Doppelstockschieber von Welle zu Welle sprang und am Ende über eine Minute schneller das Ziel erreichte, als sein Thüringer Trainingskollege Paul Graef. Der war auch die Überraschung des Tages, konnte er schließlich mehrere Weltcup-Starter hinter sich lassen. Auf Rang drei beendete Jakob Walther ein sehr gutes ZLK-Wochenende mit 1:31 Minuten Rückstand auf den Sieger. Valentin Mättig, Janosch Brugger und Sprint-Sieger Anian Sossau folgten auf den Plätzen vier bis sechs. Bester Junior war Max Kermer auf einem sehr guten achten Platz.

Interview mit Thomas Bing zum Rennsteig Rollskilauf

Fräbel fordert Carl

Victoria Carl © VOIGT / Kevin Voigt

Auch bei den Damen gab es mit der Vorjahressiegerin Victoria Carl eine klare Favoritin, allerdings wurde diese mehr gefordert als gedacht. Trainingspartnerin Antonia Fräbel verlor zwar auf den ersten Kilometern circa 16 Sekunden, konnte diesen Rückstand im weiteren Verlauf des Rennens aber nahezu konstant halten. So kamen auch nach über 400 Höhenmetern inklusive dem Schlussanstieg hinauf nach Oberhof nur zwei Sekunden an Rückstand hinzu und Fräbel durfte sich über Rang zwei hinter Carl freuen. „Es war super anstrengend heute und ich hatte echt Glück, weil ich auf dem leichten Bergabstück eine Gruppe erwischt habe und das hat echt gut getan“, analysierte die Siegerin ihr Rennen im Livestream. Rang drei aber mit bereits über zwei Minuten Rückstand ging an Katharina Hennig. Laura Gimmler, Pia Fink und Crosslauf-Siegerin Julia Preußger folgten auf den Plätzen vier bis sechs. Beste Juniorin war am Ende Chris Scheler auf Rang zwölf.

Alle Ergebnislisten findet ihr hier: Ergebnisse Zentrale Leistungskontrolle Skilanglauf Oberhof

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