In der Ski-Welt gibt es einige Neuigkeiten über Trainingsplanungen, Sponsoring, einen neuen Präsidenten in Russland und die vermutlich bevorstehende Absetzung von Johan Eliasch.
Klæbo überzeugt Teamführung vom Höhentraining
Für Johannes Høsflot Klæbo ist seit Jahren das Höhentraining ein wichtiger Baustein in seinem Training. Mit dieser Vorbereitung hat er Erfolg gehabt, wie er mit je sechsmal Gold bei den letzten Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen beweist. „Ich denke, viele Leute schauen sich die Ergebnisse an und denke, dass das der Grund ist. Alles andere würde mich überraschen“, sagte der 29-Jährige dem Dagbladet. Nun hat er auch die Teamführung davon überzeugt, die anderen Athleten mehr in die Höhe zu schicken. „Aber es wird nicht für jeden etwas sein, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich habe es in den letzten Jahren so gemacht und habe meine besten Jahre gehabt. Nun werden die anderen ein bisschen aufholen, aber das sehe ich positiv. Es wird spannend zu sehen, wie gut sie werden“, sagte er. Ob alle mit den neuen Plänen aber einverstanden sind und sie mitmachen, ist bisher nicht bekannt. Denn manchen Athleten liegt die Höhe nicht und hat negative Auswirkungen wie bei William Poromaa, der in dem Höhentraining letzten Sommer den Anfang seiner Misere sieht. Klæbo selbst wird auf seinen Trip im Herbst nach Park City aber ganz sicher nicht verzichten – das sagte er schon. In acht Jahren finden dort die Olympischen Spiele statt und seine amerikanische Physiotherapeutin wohnt unweit des Stadions. „Das Einzige, worauf ich keine Kompromisse eingehen werde, ist mein Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. Er ist mir heilig, und ich werde ihn durchziehen“, schloss der Skandinavier. „Es ist dasselbe Zuhause (in Utah). Ich sehe keinen Grund, es zu ändern. Wir haben alles, was wir brauchen, und das Wichtigste ist die Lage. Die Tatsache, dass wir direkt vor der Haustür Rollski fahren und dort unser gesamtes Training absolvieren können.“
Lovera verbringt Sommer in Lillehammer
Victor Lovera geht nach der Silbermedaille mit der französischen Staffel im Sommer eigene Wege und verbringt den Sommer in Lillehammer. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür“, meinte er im Nordic Magazine und meint damit den Beginn des neuen Olympiazyklus. Mitte Mai reist er aber schon seit Jahren nach Norwegen und feiert zusammen mit seinen Freunden dort den Nationalfeiertag am 17. Mai. „Ich bin jetzt drei Tage hier und werde diesmal bis September oder noch länger bleiben. Durch den Gewinn der Silbermedaille kam der Wunsch auf, nach Norwegen zu ziehen“, sagte er vor wenigen Tagen. „Ich habe mich bei den Spielen gefragt, warum die Norweger so stark sind. Eigentlich ist ihr Training doch so ähnlich wie unseres, sie machen nichts Neues, aber ich habe gemerkt, dass sie wie besessen trainieren. Sie trainieren einen unglaublichen Umfang, um Leistung zu bringen. In Norwegen läuft jeder Ski, das ist ganz natürlich. Da fällt es leicht, Langlauf zu trainieren und Skirollern. Ich habe nun vier Jahre, um für die nächsten Spiele aufzubauen. Da ist es jetzt der richtige Moment, um das Risiko einzugehen.“ Zudem hat er zwei Ankerpunkte in Lillehammer mit seinem Kindsheitsfreund Jimmy Clugnet, mit dem zusammen er im 130 Einwohner-Dorf Sarcenas aufwuchs. Auch seine Freundin, eine Halb-Norwegerin mit australischem Pass, lebt in Lillehammer. Ellen Søhol Lie startet für ihr Geburtsland Australien im Weltcup, so dass sich das Paar regelmäßig sieht. Grundsätzlich möchte der Franzose nun einmal neue Akzente setzen und die Batterien aufladen. „Das ist das erste Mal, dass ich eine Saison, so müde und erschöpft beende, besonders mental. Die Emotionen waren sehr stark“, sagte der Franzose, der Anfang Juni seinen 26. Geburtstag feiern wird. Für ihn sind das alles noch neue Erfahrungen, nachdem er erst mit 24 den Sprung ins Nationalteam geschafft hatte. „Mir ist klar geworden, dass alles enorm schnell gegangen ist in den letzten 1,5 Jahren und manchmal braucht es nicht viel. Ich hatte Glück, aber davor hatte ich einige schwere Jahre. Ich habe mich gefragt, warum ich überhaupt noch Skilaufe“, sagte er und spielt auf viele Jahre mit gesundheitlichen Rückschlägen an. Den Wendepunkt sieht er in seinem siebten Platz beim Heimweltcup in Les Rousses 2025. Danach machte er sich weniger Druck, hatte mehr Spaß an seinem Sport und die Leistungen wurden stabiler.
HØAnton-Sponsoring geht in die dritte Runde
Seit seinem Tour de Ski-Sieg 2024 tut Harald Østberg Amundsen etwas für den Nachwuchs und ein Teil seines Preisgelds kommt jungen norwegischen Talenten zwischen 19 und 23 Jahren zugute, die sonst möglicherweise wegen dem schweren Sprung ins Nationalteam die Segel streichen würden. Diesmal wurden wieder vier namhafte Athleten ausgewählt, denen die Förderung zugute kommt. Dabei handelt es sich um Milla Grosberghaugen Andreassen, Oline Vestad, Filip Skari und Casper Kvam Grindhagen. Langlauf-Fans, die auch den Nachwuchs verfolgen, dürften alle vier Namen nicht unbekannt sein: Die sechsfache Junioren-Weltmeisterin Milla Andreassen (20) ist die Freundin von Lars Heggen und immerhin auch schon selbst Olympionikin mit Platz zehn im Sprint. Oline Vestad ist 22, kommt aus der Kommune Vågå im Innlandet, lebt aber schon fünf Jahre in Lillehammer, wo sie im Team Anlegg Øst erfolgreich wurde. Dort ist sie auch weiterhin mit vertreten, während Karoline Grøtting und Karoline Simpson-Larsen ins Nationalteam wechselten und Einar Hedegart zum Biathlon. Sie und ihr langjähriger Teamkollege Kasper Herland bekamen nun prominente Gesellschaft mit den Weng-Zwillingen und dem Halb-Amerikaner Albert Sunde Øhlschlägel, der zuletzt bei Elon Innlandet unter Vertrag war. Oline Vestad zeigte mit zwei fünften Plätzen bei der letzten U23-WM ihr Potential. Ebenfalls dort wussten die beiden geförderten Herren zu überzeugen: Filip Skari, der 20-jährige Sohn von Bente Skari, holte sich den Titel im U23-Sprint und lief im Weltcup schon ins Finale. Casper Kvam Grindhagen (22) aus Trondheim vom Team Elon Midt-Norge gewann bei der U23-WM zweimal Silber, wurde danach am Holmenkollen starker Elfter und Dritter im Klassik-Einzel der norwegischen Meisterschaften. Die vier Athleten erhalten als Unterstützung einen Scheck über 20.000 Kronen (entspricht aktuell 1.865 Euro) und in Zusammenarbeit mit seinem Sponsor Anton Sport einen Gutschein für Sportkleidung und Ausrüstung über dieselbe Summe. Im ersten Jahr wurden nur zwei Athleten unterstützt, aber schon 2025 konnte die Förderung auf vier Athleten ausgeweitet werden. „Die Reaktion auf dieses Stipendium war überwältigend. Über 150 junge Talente haben sich für die Förderung beworben“, wird Amundsen auf der Projekt-Webseite zitiert. „Ich weiß selbst, wie schwer es ist, die Entscheidung zu treffen, jedes Jahr wieder aufs Neue zu investieren und zu trainieren, vielleicht das Studium zu pausieren, noch zu Hause zu leben und Geld zu investieren, um diesen Sport auszuüben. Es braucht seine Zeit, um im Ausdauersport gut zu werden und den Sprung vom Junior in die Elite zu schaffen ist nicht leicht. Auch Sponsoren zu finden, ist ein Problem, besonders am Anfang. Darum bin ich froh, etwas zurückgeben zu können an diese herausragenden Talente, die unseren Spuren folgen.“
Andersen wechselt vorübergehend aufs Rad
Andere Wege bestreitet auch Iver Tildheim Andersen. Der Freistilspezialist verlor wegen schwachen Leistungen durch hartnäckige Infekte, durch die die Grundlage zum Formaufbau fehlte, seinen Platz im Nationalteam. Ein neues Regional- oder Privatteam hat er bisher nicht verkündet, stattdessen verbringt er nun den Sommer auf dem Rad und stürmte dort sofort das Podium. Der 25-Jährige fährt für seinen Verein Ringerike IL und landete bei den norwegischen Meisterschaften im Zeitfahren auf dem Podium. Als Drittplatzierter war er als absoluter Amateur nach 34 Minuten Fahrzeit nur 28 Sekunden langsamer als der 25-jährige Sieger Henrik Teslo Fjellheim, der wie der 20-jährige Zweite Georg Rydningen Martinsen, die beide für das drittklassige Lillehammer CK Continental Team antreten. Beide sind keine großen Namen, aber dennoch ist Platz drei von Andersen eine Sensation. Da die absoluten norwegischen WorldTour-Zeitfahrstars wie der Ex-Weltmeister Tobias Foss oder Søren Wærenskjold bei diesem spezifischen nationalen Rennen nicht am Start standen, war der Weg frei für die zweite Garde. Dennoch ist es für einen Wintersportler eine riesige Prestige-Leistung, gestandene Kontinental-Radprofis so zu ärgern. Skilangläufer gehören zu den Athleten mit den weltweit höchsten VO2max-Werten (maximale Sauerstoffaufnahme). Andersen bringt durch sein Ski-Wintertraining einen extrem „großen Motor“ und eine enorme aerobe Kapazität mit. Auf einem flachen oder leicht welligen Zeitfahrkurs, wo es rein um die konstante Watt-Leistung pro Kilogramm über gut 30 bis 40 Minuten geht, kann er diese Skilanglauf-Power perfekt auf das Rad übertragen. Dass er im Zeitfahren vermutlich ohne viel Zeitfahrtraining und ohne perfekte Sitzposition auf dem Rad so ein Ergebnis einfährt, wird als umso beachtenswerter gesehen. Der Langläufer sorgte schon im letzten Sommer für Aufsehen, als er im Trainingslager in Frankreich die Strava-Bestzeiten der Pro Tour Profis schlug.
Johaug gewinnt Bjørndalenmila
Am Pfingstwochenende wurde in Simostranda ein von Ole Einar Bjørndalen organisiertes Zehn-Kilometer-Rennen absolviert. Bei den Damen war die 37-jährige Therese Johaug die Siegerin, die sich drei Monate nach der Geburt ihres zweiten Kindes aber nur um Haaresbreite im Zielsprint gegen die Leichtathletin Simona Aebersold durchsetzte. Schon vor vier Wochen hatte Johaug ein Rennen über dieselbe Distanz gewonnen beim Sentrumsløpet – damals nur wenige Sekunden vor Heidi Weng. Johaug bereitet sich mit diesen Läufen auf den Halbmarathon in Kopenhagen im September vor und ihr Ziel ist, als erst dritte norwegische Frau unter 1:10 Stunden zu bleiben. Der norwegische Rekord über diese Distanz liegt bei 1:07,34 Stunden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sie sich Ex-Läufer Sindre Buraas als Trainer genommen. Er hielt das gesetzte Ziel für realistisch, wenn sie in Simostranda unter 32:30 Minuten bleibt, was sie um 13 Sekunden verfehlte. Heidi Weng hielt wieder lange gut mit, musste die beiden Führenden aber nach 7,5 Kilometern ziehen lassen. Auf dem Weg ins Ziel verlor sie 45 Sekunden und wurde Dritte. „Sechs oder sieben Kilometer hat es Spaß gemacht, aber nicht mehr die letzten zwei Kilometer. Ich habe mich nur noch ins Ziel gesehnt, aber es war keine gute Zeit. Letztes Jahr lief es viel besser“, sagte die 34-Jährige, die in ihrer letzten Langlauf-Saison kürzer treten und sich auf die WM fokussieren will. Wie auch Katharina Hennig Dotzler im Winter sagte, hat auch Weng festgestellt, dass sie mehr Zeit zur Erholung benötigt. Nora Sanness beendete das Rennen 18 Sekunden hinter Weng als Vierte. Nicht gut verlief der Tag für den 40-jährigen Petter Northug, der mit zehn Minuten Rückstand nur Fünftletzter wurde. Sogar Ole Einar Bjørndalen, der kein aktiver Sportler mehr ist, war zweieinhalb Minuten schneller. Rodrique Kwizera vom Team Adidas/Burundi gewann das Rennen. Der 37-jährige Hans Christer Holund war als Elfter der beste (Ex-)Langläufer und nur knapp elf Sekunden über der magischen 30-Minuten-Grenze, Sturla Holm Lægreid war als 34. mit 4:43 Minuten Rückstand der schnellste Biathlet.
Neuer Präsident in Russland gewählt
In Russland wurde Dmitry Svishchev wie erwartet zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der 57-Jährige steht damit dem neu gegründeten russischen Ski- und Snowboardverband vor, nachdem die verschiedenen Einzelsportverbände (Langlauf, Ski Alpin, Snowboard etc.) zu einem einzigen Dachverband zusammegefasst wurden. Diese Strukturänderung dient dazu, die internationale Kommunikation zu zentralisieren und das Vertrauen für eine Rückkehr in den Weltcup wiederherzustellen. Svishchev selbst war früher ein Alpiner und war zuletzt Präsident des Curlingverbandes. Schon vor Wochen war bekannt geworden, dass Elena Välbe ihren Posten als Präsidentin abgibt, um die internationale Kommunikation zu verbessern. Die 58-Jährige war bisher Präsidentin des russischen Langlaufverbandes sowie der Russian Ski Association (RSA). Diese war jedoch ein reiner Alibi-Verband ohne echte sportpolitische oder finanzielle Macht im Inland. Die RSA existierte im Grunde nur auf dem Papier, um die formalen Kriterien des Weltskiverbandes (FIS) zu erfüllen, da die FIS pro Land nur einen offiziellen Ansprechpartner akzeptiert. Darum wählte man Välbe als international bekanntes Gesicht zur RSA-Präsidentin. Sie hielt dort im Grunde nur die formale Verbindung zur FIS. Im russischen Alltag kochte jeder der fünf olympischen Skiverbände (Langlauf, Alpin, Snowboard, Freestyle, Skispringen/Nordische Kombination) sein eigenes Süppchen, hatte ein eigenes Budget und einen eigenen Präsidenten. Mit der Wahl von Dmitry Svishchev im Mai 2026 wurde dieses zersplitterte System komplett abgeschafft. Die eigenständigen Einzelverbände wurden aufgelöst beziehungsweise zu einem einzigen, mächtigen Super-Verband verschmolzen. Dmitry Svishchev führt nun als starker politischer Kopf den gesamten russischen Ski- und Snowboard-Sport in einer einzigen Hand, um mit Rückendeckung des Kremls den Konflikt mit der FIS auszufechten. Elena Välbe hat aber nach wie vor die Zügel im Langlauf in der Hand. Als Sportliche Leitung bestimmt sie weiterhin über die Zusammensetzung der Nationalmannschaften, die Nominierung der Trainer und die sportliche Ausrichtung im Skilanglauf. Sie zieht als wichtiges Mitglied in das oberste Gremium (Präsidium) der neuen Russian Ski and Snowboard Federation ein. Välbe trifft die sportlichen Entscheidungen, muss das Budget dafür aber bei Svishchev beantragen. Er kümmert sich um das Geld und die Politik, während sie die sportliche Chefin bleibt.
Ski-Nationen fordern Absetzung von Johan Eliasch
Auch im Internationalen Skiverband FIS rumort es. Sieben der einflussreichsten Skiverbände der Welt – darunter Norwegen, die Schweiz (Swiss-Ski), Österreich (ÖSV), Deutschland (DSV), die USA, Spanien und Kanada – haben sich offiziell gegen FIS-Präsident Johan Eliasch verbündet und fordern seine Absetzung. Eliaschs autoritärer Führungsstil, Intransparenz und ein massives finanzielles Debakel haben das Fass zum Überlaufen gebracht, wie zum Beispiel der Schweizer Blick berichtet. Ein Hauptgrund für den Zorn ist das Geld. Der FIS-Athletensprecher AJ Ginnis deckte auf, dass das Eigenkapital des Weltverbandes unter Eliasch drastisch von einst 130 Millionen Euro auf knapp 43 Millionen Euro (Stand Ende 2025) zusammengeschmolzen ist. Ginnis hatte im Namen zahlreicher Weltcup-Athleten Einsicht in die Bilanzen genommen und daraufhin einen offiziellen, scharf formulierten Brief verfasst. In diesem hat er der aktuellen FIS-Führung unter Eliasch im Namen der Athleten das Vertrauen entzogen. Prominente Superstars wie der Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt haben diesen Brief und die Forderungen von Ginnis öffentlich unterstützt. Kritiker sagen, die Reserven des Verbandes würden regelrecht aufgezehrt. Die Athleten stellten klar, dass Eliasch unzählige Versprechen gebrochen hat und als Verbandschef untragbar geworden ist. Swiss-Ski-CEO Diego Züger fand drastische Worte: „Wir fahren mit 180 gegen die Wand – jetzt müssen wir die Handbremse ziehen.“ Man wirft Eliasch vor, den Verband wie ein Diktator zu führen und die Nationen nicht einzubinden. Vor dem anstehenden FIS-Kongress im Juni steht Eliasch nun vor der Absetzung, die er mit aller Macht zu verhindern versucht. Weder seine Heimat Schweden noch seine Wahlheimat Großbritannien wollten ihn für eine weitere Amtszeit nominieren. Eigentlich wäre er damit automatisch aus dem Rennen gewesen. Eliasch griff daraufhin tief in die Trickkiste: Er besorgte sich im April 2026 in Rekordzeit die georgische Staatsbürgerschaft. Nun tritt er hochgradig umstritten als „Neo-Georgier“ an. Die Nationen zeigen sich angewidert: „Wir wollen keinen Präsidenten, der sich irgendwo auf der Welt eine Staatsbürgerschaft sucht, nur um im Amt zu bleiben“, so Swiss-Ski. Am 11. Juni 2026 kommt es beim großen FIS-Kongress im serbischen Belgrad zum finalen Showdown. Die Opposition hat ein klares Ziel: Sie wollen sich hinter dem aussichtsreichsten Gegenkandidaten formieren, um Eliasch endgültig aus dem Amt zu drängen. Gegen den Milliardär treten vier hochangesehene Persönlichkeiten an: Alexander Ospelt (Liechtenstein) gilt aktuell in der Ski-Welt als der Favorit. Außerdem stellen sich Victoria Gosling (Großbritannien), Dexter Paine (USA)und Anna Harboe Falkenberg (Dänemark) gegen Eliasch zur Wahl. Hinter den Kulissen laufen nun politische Absprachen. Die großen Nationen (Österreich, Schweiz, Deutschland, Norwegen, USA) versuchen, die kleineren Skiverbände, die oft von Eliaschs Geldgeschenken profitierten, auf ihre Seite zu ziehen, um eine Stimmenmehrheit gegen ihn zu sichern. In Belgrad entscheidet sich die Zukunft des Wintersports. Holt einer der Herausforderer die absolute Mehrheit, ist die Ära Eliasch dann schlagartig beendet. Experten und Insider gehen aktuell davon aus, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl nach dem Georgien-Skandal und dem Finanz-Debakel gegen null tendieren.
