Langlauf Weltcup News

Langlauf | Nordische Kombination: Heimweltcup in Oberhof steht bevor

Eine Woche nach dem Biathlon Weltcup steht Oberhof weiter im Zeichen des Sports. Diesmal sind Langläufer, Kombinierer und Rodler zeitgleich zu ihren Wettkämpfen vor Ort. Sowohl im Langlauf wie auch der Nordischen Kombination gibt es diesmal aber nur zwei Wettkampftage.

Kleiner Ort mit großer Wintersport-Geschichte

Stadion Oberhof © Manzoni/NordicFocus

Oberhof ist jedem Wintersport-Fan bekannt, vor allem in Deutschland. Der Langlauf Weltcup machte hier zuletzt 2024 Station. Der 1500 Einwohner-Ort liegt mitten im Thüringer Wald auf einer Meereshöhe von etwa 800 Metern. Der Ort lebt vom Tourismus und ist auch wegen des Biathlon Weltcups nach Erfurt und Weimar der meistbesuchte Ort in Thüringen sowie der meistbesuchte Ferienort im Thüringer Wald. Neben dem Biathlon und den Langlaufstrecken um die Arena am Rennsteig ist Oberhof aber auch für die Sportarten Rennrodeln und den Bobsport bekannt, außerdem gibt es eine Schanzenanlage im Kanzlersgrund mit einem Hillsize von 140 und 100 Metern. Oberhof ist auch bekannt für die dort stationierte Sportfördergruppe der Bundeswehr sowie für sein Sportgymnasium, das das Zentrum der Wintersport-Nachwuchsförderung in Thüringen darstellt. Von den drei Städtepartnerschaften des Ortes haben zwei einen Bezug zum Wintersport: Winterberg im Sauerland und Lillehammer, der Austragungsort der Olympischen Spiele 1994. 2009 wurde die Skisporthalle Oberhof in Betrieb genommen, auf deren 1,9 Kilometer langem Rundkurs mit bis zu 12 Prozent Steigung man auch im Sommer Langlaufsport betreiben kann. Das Langlaufstadion, die Lotto Thüringen Arena am Rennsteig, liegt etwa 2,5 Kilometer westlich von Oberhof am Grenzadler und ist das Herzstück der Wettbewerbe. Das Stadion hat bei Biathlon Weltcups eine Kapazität von etwa 11.000 Zuschauern. Davon haben 6500 auf einer 105 Meter langen Tribüne Platz. Die Strecken gelten als einige der anspruchsvollsten im Weltcup-Zirkus, insbesondere durch den berüchtigten Birxsteig, der den Athleten enorme Physis abverlangt. Die Rennsteig-Schanze (HS 100) und die Hans-Renner-Schanze (HS 140) am Kanzlersgrund wurden in den letzten Jahren umfassend modernisiert, verfügen über gekühlte Anlaufspuren und sind durch Flutlicht für Abendsprünge gerüstet. Auf der Normalschanze wird auf internationalem Niveau gesprungen, die Großschanze ist aktuell nicht im Winterbetrieb. Der neue Kampfrichterturm ist seit 2018 in Betrieb. 

Rahmenprogramm für Groß und Klein

Auch abseits der Wettkämpfe und Sportstätten wird viel geboten. Vom 16. bis 18. Januar 2026 verwandelt sich der Stadtplatz Oberhof in einen Wintermarkt, der zum Bummeln und Stöbern an den Ständen der regionalen Händler einlädt. Von Glühwein und weiteren Heißgetränken über klassische Thüringer Bratwurst, Steak, Pommes und Crêpes bis zu Zimtschnecken sowie Holzschmuck, Fanartikel und winterlichen Accessoires ist für jeden Geschmack etwas dabei. Der Wintermarkt öffnet am Freitag und Samstag von 16 bis 20:30 Uhr und am Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Emotional wird es zur großen Eröffnungsfeier am Freitag, 16. Januar 2026: Ab 18 Uhr startet das Warm-up, um 19 Uhr ziehen Athletinnen und Athleten aller Nationen zur Zeremonie ein – abgerundet von einer beeindruckenden Feuershow. Am Samstag, 17. Januar 2026 folgt ab 19 Uhr (Warm-up ab 18 Uhr) die große Siegerehrung. Das Festzelt lädt dazu ein, die Abende stimmungsvoll ausklingen zu lassen. Die AXA Winterwochen sind nicht nur Bühne für Weltklasse-Athleten, sondern auch ein Erlebnis für Familien und Breitensportler. Während auf den Strecken um Medaillen gekämpft wird, haben Kinder und Erwachsene die Chance, selbst aktiv zu werden. Ob beim Schnupperkurs in Biathlon, Langlauf oder Nordischer Kombination – hier können die Jüngsten spielerisch ihre ersten Erfahrungen sammeln. Parallel dazu sorgen Mini-Weltmeisterschaften für echte Wettkampfstimmung bei den Nachwuchstalenten. Ein spektakuläres Highlight erwartet die Weltcup-Besucher am 17. Januar 2026: Das Red Bull Skydive-Team zeigt gegen 15:45 Uhr eine eindrucksvolle Sprungshow. Zwei Skydiver springen aus ca. 1.500 Meter Höhe über dem Thüringer Wald ab und landen direkt im Bereich der Sportstätten – ein Adrenalinkick der Extraklasse.

Unterschiedliche Strecken für die Wettkämpfe

© langlauf-oberhof.de

Die Strecken werden am Wettkampfwochenende ständig variiert. Beim Langlauf ist das ganz automatisch der Fall mit einem Sprint und einem Distanzrennen. Der Sprintkurs verläuft aus dem Stadion heraus über die FIS-Schneise und IBU-Schneise, über die Hochwald-Abfahrt zum Frankfurter Kreuz und zurück über den Brunnenweg und FIS-Schneise zum Stadion. Für den Einzelstart wird eine fünf Kilometer lange Runde genutzt, die das gesamte Streckensystem über den Birx-Steig mit 41 Höhenmetern und dem höchsten Punkt bei 839 Meter, die Hochwald-Abfahrt vorbei am Frankfurter Kreuz bis hin zum entlegenstem Streckenteil des Kulle-U umfasst. Von dort geht es über den Brunnenweg zurück, dann links ab in die Wolfsschlucht mit dem tiefsten Punkt (774 Meter) und nach dem Anstieg folgt eine Zusatzschleife über FIS-Schneise und IBU-Schneise gefolgt von der großen Sägespänerunde inklusive Verbindungsschleife zur Skihalle und Henkel-Schleife, bevor wieder das Stadion erreicht wird. Die gefürchtete Wolfsschlucht wurde seit Jahren nicht gelaufen, weil es vor allen in Massenstarts zu vielen Stürzen führte und die hohe Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h viele Athleten überfordert. „Ich bin heute früh schon runtergefahren, war cool“, sagte Lisa Lohmann (WSV Oberhof) der Thüringer Allgemeinen und grinste. Oft gab es in der Vergangenheit in schneearmen Jahren auch Probleme, die Wolfsschlucht zu präparieren – das war dieses Jahr aber kein Problem und auch der beim Biathlon Weltcup genutzte Blitzer soll wieder aufgestellt werden. Die Kombinierer absolvieren zwei unterschiedliche 2,5 Kilometer-Runden: Beide gehen über den Birxsteig, aber am Samstag ist der Wendepunkt ganz hinten am Kulle-U und von dort geht es auf direktem Weg über Brunnenweg und FIS-Schneise zurück ins Stadion. Sonntag wird an der Kulle-Kurve umgedreht und am Schluss geht es noch über die kleine Sägespänerunde und die Henkel-Schleife ins Stadion. Kombi-Tickets für beide Sportarten gibt es für täglich 20 Euro (10 Euro für 10- 16-Jährige) hier: Tickets Oberhof Vom 16. bis 18. Januar 2026 ist die Tambacher Straße ab Ortsausgang Oberhof Richtung Steinbach-Hallenberg bis zum Café Kanzlersgrund in beiden Richtungen gesperrt bzw. nur mit Durchfahrtsberechtigung befahrbar. Zu erreichen ist die Arena während des Weltcups über Shuttle-Busse von den P+R-Parkplätzen (z.B. Suhl oder Zella-Mehlis).

Viele Langlauf Stars fehlen

In erster Linie wegen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele gibt es einen großen Aderlass in den Startlisten beim Langlauf Weltcup in Oberhof. So fehlt zum Beispiel das komplette französische Team, von denen sich die Herren in Prémanon/Les Rousses vorbereiten und die Damen in Les Saisies in den Savoyen. Auch in den skandinavischen Ländern fehlen einige große Namen wie Klæbo, Iversen, Heidi Weng, Slind, Fosnæs, Simpson-Larsen, Drivenes, Skistad, Karlsson, Andersson, Poromaa, Anger, Myhlback, Joensuu, Kerttu Niskanen, Matintalo, Mäki und Anttola. Teilweise ist ein Trainingsblock der Grund, manche sind krank oder noch nicht wieder fit und in Norwegen kommt noch die zeitgleich stattfindende nationale Meisterschaft in Steinkjer dazu, die diesmal aber sehr dünn besetzt ist. Kurzfristig sagte auch noch Lotta Udnes Weng ab, die es am Mittwoch im Meisterschaftssprint versucht hatte, aber chancenlos ausschied, nachdem sie seit Weihnachten krank gewesen war. Seitdem lag auch Maria Gismondi flach, so dass das italienische Team ohne sie auskommen muss.

Vier Österreicher in Oberhof

Österreich wird mit einem vierköpfigen Team beim Weltcup in Oberhof vertreten sein. Bei den Damen wird Teresa Stadlober als einzige ÖSV-Athletin am Rennsteig an den Start gehen. Die frischgebackene Tour-Zweite konnte sich in den vergangenen Tagen gut von den Strapazen der letzten Wochen erholen und wird in Oberhof das 10 km Einzelstartrennen am Sonntag in Angriff nehmen. „In den letzten Tagen lag mein Fokus vor allem auf der Regeneration und ich konnte mich gut von der intensiven Tour erholen. Ich fühle mich fit und bin jetzt eigentlich schon im Aufbau für die Olympischen Spiele. Das Rennen in Oberhof passt zeitlich gut in meine Vorbereitung und gerade klassisch konnte ich in diesem Winter schon gute Wettkämpfe absolvieren. Mein Ziel ist es, in die Top-Sechs zu laufen, aber der Fokus liegt ab jetzt ganz klar auf den Winterspielen“, sagte sie. Katharina Brudermann hatte die Tour de Ski mit Rückenschmerzen abbrechen müssen und bereitet sich nun wie die Sprinterinnen auf die Olympischen Spiele vor, wo sie ÖSV-Damen vier Startplätze haben. Bei den Herren wird Mika Vermeulen nach seiner krankheitsbedingten Wettkampfpause wieder in den Weltcup zurückkehren. Der Steirer nutzte die ungewollt lange, rennfreie Zeit, um einen weiteren Trainingsblock in der Ramsau und am Passo Lavazé zu absolvieren und wird in Oberhof sowohl über die Distanz als auch im Sprint an den Start gehen. „Grundsätzlich fühle ich mich wieder fit, ich konnte die wettkampffreie Zeit gut nutzen und habe meine Hausaufgaben gemacht. Jetzt freue ich mich schon sehr darauf, wieder ins Renngeschehen einzusteigen und Wettkämpfe zu absolvieren. Ich hoffe natürlich, dass es gleich wieder gut funktioniert, doch aus Erfahrung weiß ich, dass es nach einer Trainingsperiode manchmal auch zuerst einen Durchputzer braucht. Ansonsten bin ich guter Dinge und hinsichtlich der Olympischen Spiele läuft im Moment alles nach Plan“, sagte er. Beim Sprint am Samstag sind mit Lukas Mrkonjic und Christian Steiner zudem zwei weitere rot-weiß-rote Athleten im Einsatz. Ein Großteil des restlichen Teams rund um Benjamin Moser wird hingegen auf das anstehende Weltcup-Wochenende verzichten und stattdessen einen Trainingsblock einlegen. Auf eine olympische Staffel können sich die Herren in Mailand nicht freuen, da sie nur drei Quotenplätze haben und wie viele andere Nationen keine Staffel stellen können.

Deutsches Heimspiel in Oberhof auch in der Nordischen Kombination 

Nach der witterungsbedingten Absage des Weltcups in Schonach im Schwarzwald Anfang Januar geht es für die deutschen Kombinierer nun in Oberhof zum Heimweltcup. Oberhof ist in der Nordischen Kombination keine Unbekannte. In den letzten Jahren fanden auf der renovierten Schanzenanlage im Kanzlersgrund immer wieder einmal Sommer Grand Prix statt. Der letzte Weltcup der Nordischen Kombination in Oberhof ist allerdings bereits sechzehn Jahre her. Ganze zwei der heute noch aktiven Athleten waren damals schon dabei: der italienische Veteran Alessandro Pittin, und Johannes Rydzek (GER). Der heute 34-Jährige bestritt bereits als Siebzehnjähriger im Jahre 2018 den Weltcup in Oberhof. Bei der letzten Ausgabe im Januar 2010 belegte er die Plätze 20 und 21 in zwei Gundersen-Wettkämpfen. Es siegten damals Hannu Manninen (FIN) und Johnny Spillane (USA).

Olympia-Qualifikation vor dem Abschluss

Für die Männer ist das kommende Weltcup-Wochenende vor allem auch deshalb interessant, weil es die letzte Möglichkeit bietet, sich einen der wenigen Startplätze für die Olympischen Spiele in Milano – Cortina nächsten Monat zu ergattern. Nur 36 Startplätze insgesamt stehen den Nordischen Kombinierern dieses Mal zur Verfügung, was die Plätze für die meisten Nationen auf zwei, möglicherweise maximal drei Startplätze begrenzt. Rydzeks Chancen stehen, trotz starker Konkurrenz im eigenen Team insbesondere von Julian Schmid und Vinzenz Geiger, aufgrund seiner bisherigen Saisonresultate sicher nicht schlecht. In den letzten sechs von bisherigen neun Einzelwettkämpfen der Saison belegte er durchweg Plätze unter den besten Zehn und untermauerte seine bestechende Form zuletzt mit zwei zweiten Plätzen in Folge in Otepää.

Ist Hagen zu schlagen?

11.01.2026, Otepaeae, Estonia (EST): Ida Marie Hagen (NOR) - FIS world cup nordic combined women, individual compact, Otepaeae (EST). www.nordicfocus.com. © Authamayou/NordicFocus. Every downloaded picture is fee-liable. © Authamayou/NordicFocus

Aufgrund der Nicht-Zulassung der Frauen zu den Olympischen Spielen geht es bei ihnen in Oberhof nicht um Qualifikationen. Vielmehr wird es interessant sein zu sehen, ob und falls ja, wer in der Lage sein wird, Ida Marie Hagen (NOR) zu schlagen. Die Gesamtsiegerin der Saison 2023-24 dominiert bislang auch diesen Winter, doch die Konkurrenz macht Druck. Die Top-Favoritin aus deutscher Sicht dürfte sicherlich wieder Nathalie Armbruster sein, auch wenn die 20-Jährige am vergangenen Sonntag in Otepää disqualifiziert wurde. Aufgrund dieses Rückschlags liegt Armbruster derzeit 270 Punkte hinter der Führenden Hagen zurück. Vor ihr liegen ebenfalls noch Alexa Brabec (USA) und Minja Korhonen (FIN), die in Otepää am vergangenen Wochenende an allen drei Tagen auf dem Podest landete. Hagen, die in Otepää mit ihren drei Siegen auf insgesamt 23 Weltcup-Siege kam und damit mit Landsfrau Gyda Westvold Hansen gleichzog, könnte mit einem weiteren Sieg in Oberhof einen neuen Rekord aufstellen.

DSV mit nationaler Gruppe am Start

Richard Stenzel (GER)
Richard Stenzel (GER) © Modica/NordicFocus

Aufgrund des Heimweltcups hat das deutsche Team mehr Startplätze zur Verfügung als sonst. Während das Damenteam unverändert bleibt, gehen die Männer mit elf Leuten an den Start. Bei den Damen war die sogenannte nationale Gruppe, bestehend aus Sofia Eggensberger und Maja Loh, bereits in Otepää (EST) am Start. Sie waren ursprünglich für Schonach eingeplant gewesen. Nach dessen Absage hatte Florian Aichinger sie stattdessen bereits mit nach Estland genommen. Nun dürfen sie auch beim deutschen Weltcup an den Start gehen. Sie ergänzen das etablierte Weltcupteam mit Nathalie Armbruster, Jenny Nowak, Trine Göpfert und Ronja Loh. Bei den Herren ist wie gewohnt das Oberstdorfer Quartett mit Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger, Julian Schmid und Wendelin Thannheimer am Start; außerdem Simon und David Mach, Terence Weber und Tristan Sommerfeldt. Dazu kommt der wieder genesene Manuel Faißt, der in Otepää sein Comeback nach langer Verletzungspause begehen konnte. Der 17-jährige Felix Brieden (SV Baiersbronn), der zuletzt im COC gute Ergebnisse erzielen konnte, darf sein Weltcup-Debüt geben. Und Lokalmatador Richard Stenzel aus Zella-Mehlis freut sich ganz besonders auf seinen Heim-Weltcup.

Vorfreude auf den Heimweltcup

Nathalie Armbruster (GER), Florian Aichinger (GER), (l-r)
Nathalie Armbruster (GER), Florian Aichinger (GER), (l-r) © Manzoni/NordicFocus

Florian Aichinger, Bundestrainer Nordische Kombination Frauen, freut sich stellvertretend für das ganze Team: „Wir freuen uns auf den Heim-Weltcup und werden in Oberhof mit demselben Team wie in Otepää an den Start gehen. Neben Nathalie Armbruster, Jenny Nowak, Trine Göpfert und Ronja Loh sind also auch wieder Sofia Eggensberger und Maja Loh im Aufgebot. Nach einer doch ziemlich langen Heimreise von Otepää sind wir am Montag im Schneechaos, aber letztlich doch gut zuhause angekommen. Es war ein sehr anstrengender Trip – es war sehr kalt, was die Athletinnen unglaublich Energie gekostet hat. Aber es sind alle gesund geblieben und wir hoffen, dass sich inzwischen alle gut erholt haben. Jetzt in Oberhof wollen wir wieder voll angreifen und freuen uns auf ein richtig cooles Wochenende – zusammen mit den Langläufern und Rodlern und einer tollen Eröffnungsfeier, bei der wir alle gemeinsam dabei sein werden. Der letzte Kombinations-Weltcup in Oberhof ist lange her – ich glaube, da war ich selbst noch aktiver Sportler. Hoffentlich spielt das Wetter mit – was in Oberhof ja immer ein Thema ist. Aktuell schaut es aber ganz gut aus. Wir sind jedenfalls gut vorbereitet und können hoffentlich an die Erfolge von Otepää anknüpfen.“

Compact und Gundersen

Sowohl für Männer als auch Frauen stehen am Samstag ein Compact und am Sonntag jeweils ein Gundersen-Rennen auf dem Programm. Gesprungen wird von der Rennsteig-Schanze im Kanzlersgrund, einer Normalschanze (HS 100).

Gute Bedingungen ohne Niederschlag und Nebel erwartet

Nach etwas Regen am Donnerstag bleibt es in Oberhof bis zum Beginn der Wettkämpfe bewölkt bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Samstag geht es dann auf null Grad runter, in den Nächten wird es leicht frostig, Niederschlag wird aber nicht erwartet. Trotz des „Wetter-Chaos“ Anfang Januar durch Sturmtief Elli blicken die Veranstalter gelassen auf die Wettkämpfe, da die Depots und die Präparierung in der LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig eine Durchführung ermöglichen. Auf der Schanze wird am Samstag ein schwacher bis mäßiger Südwind erwartet. Die Geschwindigkeiten liegen meist zwischen 6 und 12 km/h. Sontag wird es etwas ruhiger und nur schwacher Wind mit Geschwindigkeiten um 8 km/h aus südöstlicher Richtung erwartet. Es handelt sich also auf der Schanze am Kanzlersgrund um Seitenwind, wenn sich die Vorhersagen bewahrheiten.

Live-Sport nur in Oberhof oder bei Discovery+

Wer von den Wettkämpfen in Oberhof nichts verpassen will, sollte sich auf den Weg in den Thüringer Wald machen und die Rennen vor Ort verfolgen. Ansonsten bleibt nur ein Abo bei Discovery+ als Alternative, denn im Free TV wird kaum live aus Oberhof berichtet. Ausnahme ist ORF1, die auch viel von der Nordischen Kombination zeigen. Das ZDF zeigt nur teilweise Zusammenfassungen und Eurosport zeigt an diesem Wochenende im Fernsehen nur anderen Sport und noch nicht einmal alle Oberhof-Rennen bei Eurosport2.

Zeitplan

Freitag, 16. Januar 2026

09:45 Uhr: NK | Qualifikation Damen (PCR) HS100
12:45 Uhr: NK | Qualifikation Herren (PCR) HS100

Samstag, 17. Januar 2026

09:00 Uhr: NK | Sprung Damen HS100 Kompakt
09:45 Uhr: NK | Sprung Herren HS100 Kompakt
11:45 Uhr: NK | 5 Kilometer Langlauf Damen Kompakt
12:30 Uhr: NK | 7,5 Kilometer Langlauf Herren Kompakt
13:35 Uhr: LL | Sprint Qualifikation Freistil
16:05 Uhr: LL | Sprint Finals Freistil

Sonntag, 18. Januar 2026

08:30 Uhr: NK | Sprung Damen HS100 Gundersen
09:15 Uhr: NK | Sprung Herren HS100 Gundersen
10:45 Uhr: LL | 10 Kilometer Einzelstart Klassik Herren
12:55 Uhr: LL | 10 Kilometer Einzelstart Klassik Damen
14:35 Uhr: NK | 5 Kilometer Langlauf Damen Gundersen
15:45 Uhr: NK | 10 Kilometer Langlauf Herren Gundersen