In der heutigen Kurznews findet ihr alles zu weiteren gesundheitlichen Problemen, außerdem haben Maja Dahlqvist und Kevin Bolger ihr Traumhaus gefunden und Frida Karlsson wird erneut von ihrem Stalker belästigt.
Dahlqvist und Bolger kaufen Traumhaus
Seit Sommer 2024 leben Maja Dahlqvist und ihr Lebensgefährte Kevin Bolger in Trondheim, wo sie sich bestmöglich auf die WM 2025 vorbereiten wollten. Obwohl Dahlqvist ihre Heimat Falun sehr liebt und vermisst, sind sie weiterhin Norwegens drittgrößter Stadt zu Hause. In Falun haben sie schon nach längerem nach einem neuen Zuhause in Form eines Eigenheims gesucht – und wurden nun fündig. Das Paar kaufte ein Haus direkt am See in Falun und ist überglücklich: „Es ist genau das, was wir immer gesucht haben“, sagte Dahlqvist. Für dieses Premiumobjekt haben sie tief in die Tasche gegriffen und sieben Millionen Schwedische Kronen bezahlt, was aktuell etwa 633.000 Euro entspricht. Dass der Preis so hoch getrieben wurde, liegt auch am schwedischen System der offenen Bieterverfahren (budgivning). Immobilien werden meist mit einem niedrigeren Startpreis inseriert, woraufhin sich Kaufinteressenten per SMS-Geboten gegenseitig überbieten. Maja Dahlqvist beschrieb diesen Prozess in schwedischen Medien als absoluten Horrortrip: „Es war das Schlimmste, was ich je gemacht habe. Ich war noch nie in meinem Leben so nervös – viel schlimmer als ein Olympia-Finale!“ Am Ende war das Paar nach eigenen Angaben „pleite, aber glücklich“. Vorerst werden sie aber nicht in das neue Eigenheim einziehen – das Einrichten des Hauses ist mitten in der Saisonvorbereitung mit der Heim-WM in Falun nicht möglich. Sie haben dafür im Frühjahr genug Zeit, wenn sie ihre Karrieren voraussichtlich beenden und eine Familie im neuen Zuhause gründen. Die Schwedin und der Amerikaner sind seit Ende 2020 ein Paar, als sie sich in der Langeweile des ersten Corona-Weltcups in Ruka mit Einzelzimmern auf Tinder fanden. Ein persönliches Treffen fand zunächst nicht statt, da sich die Schweden danach über Wochen aus dem Weltcup zurückzogen und erst zur Tour de Ski zurückkehrten, wo sich das neue Paar dann mit Maske, Abstand und bei gemeinsamen Skitrainings kennenlernen konnten.
Stalker und neue Partnerschaft
Frida Karlsson hat turbulente Zeiten hinter sich. Sie wurde Weltmeisterin und Olympiasiegerin trotz einer Verletzung wegen eines zu schwachen Fußgewölbes, die sie ihre gesamte Karriere und danach beeinträchtigen wird. Über viele Monate wurde sie von einem Stalker belästigt, der im vergangenen Jahr dafür verurteilt wurde. Aber wie jetzt bekannt wurde – er gab dennoch keine Ruhe. Wenige Monate nach der Verurteilung nahm er aber schon im September wieder Kontakt mit der Athletin auf via Anruf, Nachrichten und über Instagram. Auch Mutter Mia Karlsson war vom Stalking betroffen, wie sie dem Expressen sagte. Nun wird man sich im Herbst wegen Missachtung des Kontaktverbots erneut vor Gericht treffen, wo es dann vermutlich keine Bewährung und Geldstrafe mehr geben wird. Der Mann zeigt keinerlei Einsicht. In den Verhören behauptete der 66-Jährige, er habe „nicht gewusst, dass ein Kontaktverbot gegen ihn vorliegt“. Bereits im November 2024 ignorierte er die ersten Verfügungen. Als man ihn damals fragte, warum er ihr sogar in das Trainingslager nach Teneriffa nachreisen wollte, antwortete er kalt: „Weil ich hartnäckig bin und nicht aufgeben werde“. Der Fall um Frida Karlsson hat in Schweden eine riesige Debatte ausgelöst. Die schwedische Regierung hat aufgrund dieses Falls sogar eine Express-Untersuchung eingeleitet, um die Mindeststrafen für Stalking gesetzlich zu verschärfen. Das Gericht steht daher unter genauer öffentlicher Beobachtung. Halt gibt der 27-Jährigen in dieser Situation ihr neuer Partner. Lange hatte es Gerüchte über eine neue Liebe gegeben, vor allem als Frida Karlsson sich im April auf einer Gala mit ihm zeigte. Im Juli am Viktoria-Tag auf Öland zu Ehren der Kronprinzessin, wo Karlsson eine Auszeichnung für ihre Erfolge erhielt, bestätigten sie kurz ihre Beziehung, ein Interview dazu gab es erst jetzt. Bei ihrem Partner handelt es sich um Simon Lööf, einem talentierten Schauspieler und früherem Eishockeyspieler, mit dem sie „schon eine Weile“ zusammen ist. Genaueres verrät das Paar aber nicht.
Gerissene Sehnen bei Jenssen
Jan Thomas Jenssen musste die Toppidrettsveka wegen einer Verletzung absagen. Drei Wochen zuvor hatte er sich beim einem Fahrradsturz die Sehnen an drei Fingern schwer verletzt, was auch seine Saisonplanung in Frage stellt. Der 30-Jährige bereitet sich im Team Elon Midt-Norge auf den Winter vor, musste aber einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Zum Unfall erzählte er: „Ich war in Surnadal (südlich der Insel Hitra) und radelte ins Landesinnere auf einer dreckigen Straße. Dann kam eine Abfahrt. Was dann passierte, weiß ich nicht genau“, sagte er zu NRK. „Als ich auf dem Schotter sitzend wieder zu mir kam, sah ich, dass der Mittel- und der Ringfinger herunterhingen. Ich versuchte, sie wieder in Position zu bringen, aber sie fielen wieder herunter. Dann habe ich gemerkt, dass ich auch eine tiefe Schnittwunde am Handgelenk habe.“ Die war dann auch der Grund für die unbrauchbaren Finger, wie er im Krankenhaus erfuhr. „Sie stellten fest, dass ich mir die Sehnen zu drei Fingern durchtrennt habe: Ringfinger, Mittelfinger und Zeigefinger. Tatsächlich hatte ich nur eine Woche vorher zu Freunden gesagt, wenn ich mich wieder verletze, dann höre ich auf. Und dann passierte es am Samstag darauf.“ Damit spielt der Bauernsohn, der mit seiner Freundin Berit Mogstad einen Hof führt, auf frühere Verletzungen an. Letztes Jahr brach er sich am Tag vor der Toppidrettsveka das Handgelenk, was seine ganze Saison zerstörte, weil er auch bei den Olympischen Spielen noch wegen Schmerzen aufgeben musste. Nun bleibt er aber zuversichtlich und sagte: „Sie haben die Sehnen mit einer Spezialnaht zusammengenäht, ich denke, nun können die Sehnen von allein heilen. Letztes Jahr musste ich elfeinhalb Wochen eine Schiene tragen. Nun wird es vermutlich die Hälfte davon sein und ein Monat ist schon um.“
Schulterverletzung bei Chanavat
Auch Lucas Chanavat muss eine Trainingslause hinnehmen. Im Trainingslager der Franzosen in Lillehammer stürzte er auf Skirollern und zog sich eine leichte Schulterverletzung zu. Er war zuletzt schon durch eine Virusinfektion der Ohren eingeschränkt, nun kommt noch die Verletzung hinzu. Auch er hatte letzten Sommer schon große Verletzungssorgen vor den Olympischen Spielen, als er sich einen Ermüdungsbruch im Schienbein zuzog. Große Probleme gibt es jetzt aber nicht. Er soll in Frankreich nur noch einmal gründlich durchgecheckt werden. „Ich kann trotzdem gut weiter trainieren. Ob man nun nur einen Arm hat oder keinen, das ist auch egal“, witzelte er.
Andersen ständig auf dem Rad – nun mit Vertrag
Nachdem Biathlet Emilien Jacquelin nun in Frankreich seine ersten Radrennen bestreitet und dafür seine Biathlonkarriere ruhen lässt, ist auch Iver Tildheim Andersen immer öfter auf dem Rad anzutreffen. Er wird seine Skikarriere aber nicht an den Nagel hängen, absolvierte aber einen Großteil des Sommertrainings auf dem Rad. Nun hat der 25-Jährige ab dem 1. August einen Vertrag mit dem norwegischen Continentalteam Ringerike geschlossen. „Iver wird nicht mit dem Langlauf aufhören, aber er hofft, dass er mit mehr Radtraining ein besserer Langläufer im Winter wird“, schrieb das Team nach der Vertragsunterzeichnung auf seiner Instagramseite. „Es ist spannend, einen der besten Langläufer in unserer Runde begrüßen zu dürfen.“
Skoglund nach langer Krankheit zurück
Måns Skoglund wurde 2025 Vize-Weltmeister im U23-Sprint. Seitdem trat er aber nur bei zwei Scandinavian Cups an mit schwachen Ergebnissen. Nun will der 24-Jährige den Weg zurück schaffen. Ein Jahr lang knockte ihn das Pfeiffersche Drüsenfieber auf, das immer wieder auf die Mandeln übergriff. „Ich war ständig krank und auch die Mandeln waren immer stark angegriffen. Das ist oft so bei Mononukleose“, sagte er dem Expressen. Nachdem seine Saison nach vielen Krankheiten Anfang Januar vorzeitig endete, entschied er sich zur Operation. „Mir war klar, dass es so nicht weitergehen kann und ich etwas tun muss. So wurden mit Mitte März meine Mandeln entfernt. Seitdem ist es deutlich besser. Seit März war ich nur zweimal krank und das ist für jemanden wie mich schon sehr gut.“ Trotz seiner Krankheiten konnte er seinen Platz im Team Bauhaus behalten und will nun wieder voll angreifen: „Es gab viele dunkle Momente. Ich war extrem frustriert und habe ans Aufhören gedacht. Immer wieder dachte ich, ich sollte alles in den Wind schießen und etwas anderes tun.“ Aber dazu kommt es nun nicht…
Drei schwedische Talente mit spezieller Förderung
Ähnlich wie Harald Østberg Amundsen es auf privater Initiative macht, werden auch in Schweden junge Talente gefördert – und das schon seit 38 Jahren. Gegründet wurde das Mora-Nisse stipendium 1982 anlässlich des 65. Geburtstag des Namensgebers Nils „Mora-Nisse“ Karlsson (1917–2012) aus Mora, der einer der größten Sporthelden war, die Schweden je hervorgebracht hat. Für die Schweden verkörperte er den Prototyp des zähen Volkhelden aus den tiefen Wäldern Dalarnas. Seine Popularität beruht vor allem auf einer schier unglaublichen Dominanz beim Vasaloppet, den er bei zehn Starts neunmal gewann und 1944 nur im Zielsprint unterlag. Zu Ehren des Olympiasiegers und Weltmeisters wurde die private/vereinseigene Initiative gegründet, die Talente zwischen 17 und 20 Jahren unterstützt mit einem Trainingsstipendium von 20.000 schwedischen Kronen (etwa 1700 Euro). Zu den bekanntesten ehemaligen Stipendiaten gehören fast alle schwedischen Skistars der letzten Jahrzehnte. Diesmal wurden drei Talente, nämlich Vasaloppet-Sieger Alvar Myhlback, Sprint-Junioren-Weltmeister Eddie Pettersson und Tove Norgren ausgezeichnet, die Bronze im Einzelstart bei den Junioren-Weltmeisterschaften gewann und einen eher ungewöhnlichen Weg verfolgt: Während andere Skitalente am Skigymnasium ausgebildet werden, verweigerte sie diesen Weg und blieb an ihrem Regelgymnasium in Borlänge. Während sich Myhlback zuletzt auf die Ski Classics konzentriert hat, verfolgt er im kommenden Winter andere Wege: „Natürlich habe ich viel darüber nachgedacht und ich möchte gerne sowohl bei der Heim-WM in Falun als auch bei Vasaloppet eine Woche später antreten“, sagte er zu Proxcskiing.com. „Ich möchte mich sowosl auf den Weltcup wie auch auf die Ski Classics fokussieren“, bekräftigte er.