Norwegische Dominanz und erreichte WM-Norm – das war das Lillehammer Triple 2014

Podium Damen © NordicFocus/www.nordicfocus.com

Marit Bjørgen und Martin Johnsrud Sundby heißen die Sieger der ersten Mini-Tour der Saison. Die beiden Norweger entschieden das Lillehammer Triple für sich. Zwei Teamkollegen vervollständigten jeweils das Podium.

Norwegen, Norwegen, Norwegen…

Norweger..so weit das Auge reicht! Die Norweger und Norwegerinnen haben das Heim-Wochenende in Lillehammer völlig dominiert, zusätzlich zur „normalen“ Dominanz konnten sie auch noch eine nationale Quote ins Rennen schicken. Nur Alexey Petukhov konnte ein wenig in die norwegische Phalanx einbrechen und einen von 18 möglichen Podestplätzen erringen. Martin Johnsrud Sundby sicherte sich seinen Sieg recht souverän, er bezwang seine Landsmänner auf der Schlussetappe relativ kontrolliert. Ein Ziel, das sich wohl auch Marit Bjørgen gesteckt hatte – dann kam am letzten langen Anstieg der Mann mit dem Hammer, der Therese noch eine Chance eröffnete. Im Zielsprint brachte Marit dann doch noch alles unter Dach und Fach.
Alle Informationen zu den Rennen in Lillehammer findet ihr hier:
=> Marit Bjørgen und Pål Golberg gewinnen Freistilsprint der Mini-Tour in Lillehammer
=> Mini-Tour Lillehammer: Therese Johaug siegt knapp vor Bjørgen über fünf Kilometer
=> Martin Sundby gewinnt zweite Etappe der Mini-Tour vor zwei Landsmännern
=> Marit Bjørgen rettet Sieg beim Lillehammer Triple ins Ziel
=> Martin Johnsrud Sundby setzt Siegesserie in Mehretappenrennen fort

Justyna meldet sich zurück, Dario noch nicht in Form

In der klassischen Technik in Kuusamo war Dr.Justyna Kowalczyk noch weit hinter ihren Erwartungen geblieben, in der ungeliebten freien Technik in Lillehammer lief es erwartungsgemäß nicht besser. Ein weiterer Grund für ihr frühes Ausscheiden im Sprint waren aber auch Probleme mit dem Schuh. Ein hektischer Schuhwechsel unmittelbar vor ihrem Start in den Prolog war die Folge und brachte sie noch zusätzlich aus ihrem Rhythmus. Dass sie sich dennoch besser fühlt als noch in Kuusamo, bewies die Polin im Handicaprennen, wo sie zwar deutlich Zeit auf Bjørgen und Johaug verlor, aber 20 Plätze gutmachte. Ein anderes Sorgenkind unter den ehemaligen Gesamtweltcupsiegern ist Dario Cologna. Der Schweizer sucht nach seinen Verletzungssorgen im vergangenen Winter nach wie vor nach der Form – vielleicht findet er sie ja vor heimischem Publikum in der Höhe von Davos? Auch wenn er in klassischer Technik ein gutes Rennen machte und sich einige Plätze nach vorn schob, wird der Bündner mit dem bisherigen Saisonverlauf ganz sicher nicht zufrieden sein.

Steffi löst WM-Ticket

Grund zur Freude gab es dagegen im deutschen Team. Bei den DSV-Damen läuft alles nach Wunsch – nach Denise Herrmann (Sprint in Kuusamo) hat sich nun auch Steffi Böhler nach zwei Top15-Ergebnissen (Kuusamo klassisch und Handicaprennen klassisch) bereits für die Weltmeisterschaften in Falun qualifiziert. So kann es weitergehen! Auch Denise, Nicole Fessel und Claudia Nystad überzeugten beim Lillehammer Triple mit konstant guten Leistungen, Hanna Kolb kam im Sprint ins Halbfinale und Sandra Ringwald verpasste die Punkte im Sprint nur knapp – das Team ist eindeutig auf einem guten Weg. Mehr Sorgen bereitet da eindeutig das neu formierte Herren-Team: Jonas Dobler mit guten Ergebnissen, aber Tim Tscharnke zeigte sich am Sonntag äußerst selbstkritisch: Er wird vermutlich eine Trainingspause im Hinblick auf die Tour de Ski einlegen. Nach zwei Sprints noch weltcuppunktlos ist Josef Wenzl: Auch er hatte sich sicher einen besseren Saisonstart erwünscht!
Die schönsten Bilder der deutschen Starter und die besten Szenen des Wochenendes findet ihr in unseren Bildergalerien:
=> Bildergalerie Freistilsprint
=> Bildergalerie Einzelstart Freistil
=> Bildergalerie Handicapstart klassisch

Perfekte Bedingungen am Ort der Olympischen Spiele 1994

Auch wenn sich Lillehammer nicht so tiefverschneit präsentierte wie Kuusamo in der Woche zuvor, fanden die Sportler perfekte Bedingungen auf den Strecken um das Birkebeineren Skistadion vor. Temperaturen unter Null, der angekündigte Schneefall blieb während der Rennen aus. So hielten sich die Wachsprobleme in Norwegen in Grenzen.