Lukas Greiderer (AUT) war in Ruka bereits mehrfach erfolgreich. (Archivbild)
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Nordische Kombination: Sommerfeldt mit erstem COC-Sieg

Tristan Sommerfeldt (GER) hat beim Continental Cup der Nordischen Kombination seinen ersten Sieg gefeiert. Im ersten Gundersen der Saison im finnischen Ruka siegte der Sachse. Am Sonntag im zweiten Wettkampf belegte er zudem den zweiten Platz. Es siegte Lukas Greiderer (AUT), der am Samstag Zweiter gewesen war. Einen Podestplatz gab es auch für Andreas Gfrerer (AUT).

Sprungsieg für Alvin Le

Tristan Sommerfeldt (GER) feierte in Ruka seinen ersten COC-Sieg. (Archivbild)
Tristan Sommerfeldt (GER) feierte in Ruka seinen ersten COC-Sieg. (Archivbild) © Thibaut/NordicFocus

Bei eisigen Temperaturen um -17 Grad Celsius setzte sich Sommerfeldt nach einem Sprung von der Großschanze (HS 142) und zehn Kilometern Langlauf gegen den Österreicher Lukas Greiderer durch. Dritter wurde Lukas Dolezal (CZE). Zuvor hatte Alvin Le aus Norwegen den Sprungdurchgang gewonnen. Le gelang dabei mit 137 Metern der weiteste Sprung des Tages, und dies, obwohl er auf Wunsch seines Trainers eine Luke weniger Anlauf bekam als die Konkurrenz. Dolezal belegte mit 130 Metern den zweiten Zwischenrang vor Christian Deuschl (AUT), 132 m). Die zweitgrößte Weite hatte Kaisei Mori (JPN) mit 135 Metern erzielt. Sommerfeldt musste sich einen Rang dahinter einsortieren. Der Deutsche kam zwar nur auf 125,5 Meter und sprang damit 9,5 Meter kürzer als der Japaner. Im Vergleich der beiden hatte Mori allerdings die deutlich besseren Windverhältnisse. Er erhielt 1,1 Punkte für die Windkompensation zugeschrieben, während Sommerfeldt für beinahe einen Meter Rückenwind pro Sekunde 16,7 Punkte gutgeschrieben bekam. PCR-Sieger Finn Kempf (SUI) landete auf dem 16. Zwischenrang.

Premierensieg für Sommerfeldt

Tristan Sommerfeldt (GER) feierte in Ruka seinen ersten COC-Sieg. (Archivbild)
Tristan Sommerfeldt (GER) feierte in Ruka seinen ersten COC-Sieg. (Archivbild) © Thibaut/NordicFocus

Sommerfeldt, der auch in der Loipe stark ist, startete 32 Sekunden hinter dem Führenden. Er benötigte allerdings lediglich eine Runde, um die Spitze zu übernehmen. Nach einer Runde lagen Deuschl und Morei innerhalb einer Sekunde hinter Sommerfeldt. Greiderer, von Platz zehn (+ 0:50 min) gestartet, war ebenfalls bereits bis auf 1,4 Sekunden an Sommerfeldt herangelaufen. Zur Halbzeit war Morei bereits um fünf Sekunden auf Rang zehn zurückgefallen, noch einen Rang hinter Le. Vor ihm lag bereits Andreas Gfrerer (AUT), der von Platz elf ins Rennen gegangen war. Zu diesem Zeitpunkt lag Greiderer knapp vor Sommerfeldt. Auch nach sieben Kilometern lag Greiderer eine halbe Sekunde vor Sommerfeldt an der Spitze. Auf der Schlussrunde jedoch konnte Sommerfeldt sich vom Feld absetzen und lief 11,6 Sekunden vor Greiderer ins Ziel. Dolezal kam auf Rang drei vor Gfrerer und Per Einar Skjaeret Stroemhaug (NOR). Mael Tyrode (FRA) setzte sich im Foto-Finish gegen Joergen Berget Storsveen (NOR) durch. Schnellster Läufer des Feldes war Andreas Ottesen. Der Norweger benötigte 24:54.4 Minuten für die zehn Kilometer und verbesserte sich von Rang 26 nach dem Springen bis auf Rang acht. Mit Torje Seljeset als Neuntem landete ein weiterer Norweger in den Top Ten. Die besten Zehn denkbar knapp verpasste Le, der sich im Foto-Finish gegen Deuschl geschlagen geben musste.

Gute Ausgangslage für Sommerfeldt

Lukas Greiderer (AUT) war in Ruka bereits mehrfach erfolgreich. (Archivbild)
Lukas Greiderer (AUT) war in Ruka bereits mehrfach erfolgreich. (Archivbild) © Thibaut/NordicFocus

Das Sprungergebnis vom Sonntag ähnelte dem des Vortages. Erneut war es Alvin Le, der sich die Pole Position eroberte. Anders als am Samstag beließ es sein Trainer bei derselben Anlaufposition in Luke 23, aus der auch der Rest des Feldes startete. Das Ergebnis waren stolze 141 Meter, nur einen Meter unter Hillsize. Greiderer kam bei ähnlichen Windverhältnissen auf 137 Meter und Rang zwei, 27 Sekunden hinter dem Führenden. Dolezal sprang ebenfalls starke 139,5 Meter, bekam aber mehr Abzüge, so dass er 30 Sekunden hinter der Spitze auf Rang drei landete. Finn Kempf (137 m) präsentierte sich erneut als starker Springer, er sprang auf Zwischenrang vier, gefolgt von Gfrerer und Mori. Sommerfeldt landete mit 131,5 Metern auf Zwischenrang sieben, lag aber bereits 1:22 Minuten hinter dem Führenden und 55 Sekunden hinter Greiderer. Jan Andersen kam als zweitbester Deutscher auf den zehnten Platz (127,5 m/ +1:44 min).

Greiderer mit drittem Ruka-Sieg

Andreas Gfrerer (AUT) kombinierte sich in Ruka aufs Podest. (Archivbild)
Andreas Gfrerer (AUT) kombinierte sich in Ruka aufs Podest. (Archivbild) © Thibaut/NordicFocus

Im Lauf setzte sich Greiderer bereits in der ersten Runde an die Spitze. Während Le nach 2,5 Kilometern noch am Österreicher dran war, musste er in der Folge abreißen lassen. Greiderer baute seinen Vorsprung bis auf zwischenzeitliche 33,6 Sekunden auf seinen Landsmann Gfrerer aus. Doch Sommerfeldt befand sich ebenfalls auf dem Vormarsch. Bei der letzten Zwischenzeit lag er bereits unmittelbar hinter Gfrerer an dritter Position, 34 Sekunden hinter Greiderer. In der Schlussrunde nahm Sommerfeldt Gfrerer jedoch noch fünf Sekunden ab und sicherte sich Platz zwei. Greiderer feierte derweil seinen vierten COC-Sieg – drei davon gelangen ihm in Ruka. Dolezal büßte einen Platz gegenüber dem Springen ein, er beendete das Rennen als Vierter. Le behauptete sich auf Platz fünf. Sechster wurde Matteo Baud. Der Franzose war nach einem missglückten Weltcup-Auftakt in die zweite Liga geschickt worden. Storsveen, Stroemhaug (NOR) und Mori belegten die Plätze sieben bis neun. Zehnter wurde Benedikt Gräbert (GER), der mit der schnellsten Laufzeit (24:59.2 min) des Feldes von Platz 23 nach vorn lief. In der Gesamtwertung führt Sommerfeldt punktgleich mit Greiderer nach zwei von geplanten 19 Einzelwettkämpfen, in der Nationenwertung liegt Norwegen (567) vor Österreich (495) und Deutschland (480). Die nächsten COC-Wettkämpfe finden vom 9.-11. Januar 2026 in Klingenthal (GER) statt.

Zwischenstand Sprung SamstagEndergebnis SamstagZwischenstand Sprung SonntagEndergebnis SonntagGesamtwertungNationenwertung