Langlauf Weltcup News

Rückblick auf Klaebos Saison der Rekorde, die Olympischen Spiele und den Langlauf Weltcup 2025/26

Kaum einen Rekord ließ Johannes Høsflot Klæbo dieses Jahr aus, aber auch sonst passierte eine Menge bei den Langläufern. Wir fassen das Geschehene zusammen.

Klæbo bricht einen Rekord nach dem anderen

Johannes Hoesflot Klaebo (NOR) © Barbieri/NordicFocus

Vor einem Jahr gewann Johannes Høsflot Klæbo sechs Goldmedaillen bei seiner Heim-WM in Trondheim. Im olympischen Winter setzte er noch einmal einen drauf und es ist kein Ende seiner Rekordjagd in Sicht, denn seine Karriere setzte er möglicherweise noch bis 2034 fort. Vom Saisonstart in Ruka reiste der 29-Jährige noch verärgert ab, weil er seinen 100. Weltcupsieg verpasste. Aber eigentlich war es doch auch viel schöner, diesen Meilenstein als erster männlicher Langläufer beim Heimweltcup in Trondheim zu erreichen, wo er sich von den Fotografen schmunzelnd sogar zu einem Luftsprung überreden ließ. Bei der 20. Jubiläumstour wurde er sich mit seinem fünften Sieg zum alleinigen Rekordsieger vor Dario Cologna. Erfolge, die er auf dem Weg zu den Olympischen Spielen gerne mitnahm. Dort krönte er sich mit seinen sechs Goldmedaillen in sechs Rennen zum erfolgreichsten Winterolympioniken aller Zeiten mit nun neun olympischen Goldmedaillen insgesamt. Bisher war es der Eisschnellläufer Eric Heiden, der fünf von fünf möglichen Goldmedaillen bei einer Austragung gewann und Klæbo ihn mit seinem historischen Golden Sweep überflügelte. Bei Langläufern waren bisher drei Goldmedaillen bei einer Austragung das Maximum, das durch Marit Bjørgen (2010 und 2014), Bjørn Dæhlie (1992 und 1998) und Ljubow Jegorowa (1992 und 1994) erreicht worden war. In den 1990ern gab es allerdings nur fünf Chancen für Dæhlie und Jegorowa, erst 2002 und 2006 wurden Sprint und Teamsprint ins Olympische Programm aufgenommen und die in zwei Rennen ausgetragene Verfolgung in einen Skiathlon umgewandelt. Zudem war Klæbo der erste Langläufer der dreimal in Folge Olympiasieger im Sprint wurde. Nach den Spielen war der Norweger nun auf den Jagd nach den Rekord-Weltcupsiegen von Marit Bjørgen – aber da machte ihm seine Gehirnerschütterung von Drammen einen Strich durch die Rechnung. Er steht nun nach seiner erfolgreichen Saison bei 113 Siegen im Weltcup und wird Bjørgens Rekord mit dem ersten Sieg im kommenden Winter einstellen. Mit dieser beeindruckenden Weltcupsaison sicherte sich der 29-Jährige seinen sechsten Gesamtweltcupsieg und insgesamt die Kristallkugeln Nummer 13 bis 15. Erstmals gelang es ihm, den Distanzweltcup und damit alle drei Kristallkugeln einer Saison zu gewinnen. Das Kristallkugel-Triple gelang zuvor noch keinem männlichen Langläufer, nur Marit Bjørgen 2005, Justyna Kowalczyk 2010 und erneut Bjørgen im Jahr 2015 konnten sich über diesen besonderen Erfolg freuen.

Diggins verabschiedet sich mit Pokal, Kristallkugeln und Bronze

Jessie Diggins (USA) © Modica/NordicFocus

Einen Rekord hat Klæbo jedoch nicht geschafft. Jessie Diggins holte im Laufe der Saison zwei Weltcup-Punkte mehr als er. Und auch generell kamen beide mit 2301 und 2303 Punkten nicht an die Topsaison von Jessie Diggins heran, die 2023/24 unglaubliche 2746 Punkte holte. Das ist der absolute Bestwert und stammt schon aus der Zeit mit der neuen Punkteverteilung, während vorherige Höchstpunktzahlen von Johaug und Sundby mit 2681 und 2634 Punkten aus dem Winter 15/16 noch die alte Zählweise als Grundlage hatten. Dennoch war es wieder eine beeindruckende letzte Saison von Jessie Diggins, die zum dritten Mal die Tour de Ski und zum vierten Mal den Gesamtweltcup gewann, auch wenn sie in diesem Winter nur zwei Weltcupsiege feiern konnte. Das war aber auch nicht das Wichtigste für die lebensfrohe Amerikanerin, die einfach an jedem Weltcuport noch einmal Abschied feiern und die Olympischen Spiele erleben wollte und die als Draufgabe den Jubiläumspokal der Tour de Ski, zwei Kristallkugeln und eine olympische Bronzemedaille bekam trotz ihrer schmerzhaften Rippenverletzung aus dem olympischen Skiathlon.

Schwedische Dominanz bei den Damen

Jonna Sundling (SWE), Linn Svahn (SWE), Maja Dahlqvist (SWE), (l-r) © Vanzetta/NordicFocus

Abgesehen von Jessie Diggins Konstanz, die zum erneuten Gewinn von Distanz- und Gesamtweltcup führte, wurde sie Saison von den schwedischen Damen dominiert. Moa Ilar war der Amerikanerin mit vielen Podestplätzen und einem Sieg lange dicht auf den Fersen, ab Mitte Januar brach ihre Form dann aber etwas ein und auch die Olympischen Spiele verliefen enttäuschend mit vorzeitiger Abreise nach Platz 14 und elf. Dafür sprangen aber Frida Karlsson und Ebba Andersson in die Bresche. Karlsson dominierte die ersten beiden Distanzrennen völlig und wäre auch eine ganz heiße Kandidatin für den Gesamtweltcup – wenn ihre Dauerverletzung nicht wäre. Ihre sogenannte Haglund-Ferse zwingt sie, Pausen einzulegen und sich auf wenige Highlights zu fokussieren, obwohl die 26-Jährige liebend gerne auch den Gesamtweltcup holen würde. Den prestigeträchtigen Sieg über 50 Kilometer verpasste sie wegen Krankheit, den dann Ebba Andersson dominierte. Die 28-Jährige krönte damit ihr schwierig verlaufenes Saisonhighlight, das vielen wegen ihrer Stürze in der Damen-Staffel in Erinnerung bleiben wird. Der Rest ihrer Saison war beeinträchtigt von Knieproblemen und nach einem weiteren schweren Sturz in Oslo wurde eine Knochenprellung diagnostiziert, die ihre Saison vorzeitig beendete. Mit Ausnahme von Ruka und Toblach, wo Kristine Stavås Skistad gewann, und Jasmi Joensuus Premierensieg in Val di Fiemme gingen alle Sprintsiege in diesem Winter ebenfalls an Schwedinnen: Viermal gewann Jonna Sundling, dreimal Linn Svahn, die aber aber auch Olympiasiegerin im Sprint wurde, und in Trondheim profitierte Johanna Hagström von den Stürzen der Teamkolleginnen. Maja Dahlqvist konnte außer in Teamsprints (darunter der Olympiasieg mit Jonna Sundling) zwar keinen Einzelsieg feiern, sicherte sich aber zum dritten Mal die kleine Kristallkugel im Sprint und wurde Dritte im Gesamtweltcup.

Nur Pellegrino durchbricht norwegische Siegesserie

Federico Pellegrino (ITA) © Thibaut/NordicFocus

Noch stärker als bei den Damen war die Dominanz bei den Herren durch die Norweger, vor allem durch Johannes Høsflot Klæbo, der sieben der elf Weltcupsprints gewann und dadurch trotz seines Sturzes in Drammen dort vorzeitig den Sprintweltcup gewann. Den Gesamtweltcup hatte er sogar schon seit Lahti sicher. Aber auch unabhängig von Klæbo waren die Norweger eine Klasse für sich, die oft die ersten sechs oder sieben Plätze im Klassement belegten. Auch unter den ersten Zehn im Gesamtweltcup finden sich sieben Norweger plus Federico Pellegrino auf dem dritten Platz sowie Gus Schumacher und Elia Barp auf sieben und acht. Pellegrino war es auch, der in seinem letzten Weltcupsprint den einzigen Sieg eines Nicht-Norwegers in dieser Saison holte. Bei den Olympischen Spielen gingen in den vier Einzelrennen nur drei der zwölf Medaillen nicht an Norweger, nämlich zweimal an Mathis Desloges und einmal an Ben Ogden. Erwähnenswert ist bei den Norwegern noch der eigentliche Biathlet Einar Hedegart, der bei mehreren Rennen die gesamte nationale Konkurrenz hinter sich ließ und sich so seinen Platz im Olympiateam sicherte, wo er zweimal Gold und einmal Bronze gewann. Geht es nach ihm, geht sein Weg nun aber wieder zum Biathlon.

Zwei 20-Jährige gewinnen U23-Wertung

Lars Heggen (NOR) © Modica/NordicFocus

Damit aber nicht genug. Auch beim Blick auf die U23-Wertung im Weltcup kommt man an den starken Norwegern nicht vorbei. Zu Saisonbeginn war das Trikot auch mal bei Isai Näff, wanderte dann über Alvar Myhlback zu Lars Heggen, der es ab seinem Sieg in Oberhof nicht mehr hergab. Er gilt als große Hoffnung für den Sprint in der Zukunft und Klæbos Kronprinz, auch wenn er unverständlicherweise keinen Platz im olympischen Sprint-Team bekam. Stattdessen lief Oskar Opstad Vike zu Bronze, was für Heggen auch sicherlich möglich gewesen wäre. Auch bei den Damen startete eine Schweizerin im grünen Trikot in die ersten Weltcups. Schnell musste Marina Kälin die Führung aber an die Finnin Nora Kytäjä abgeben und in Davos übernahm Gina Del Rio die Spitzenposition. Mit einer bockstarken Tour de Ski legte die 20-jährige Kanadierin Alison Mackie aber schon den Grundstein zum Gewinn der U23-Wertung, auch wenn es am Schluss mit Iris De Martin Pinter noch einmal wieder richtig eng wurde, die insgesamt viermal in Sprints ins Halbfinale kam und einmal ins Finale.

Deutsche Damen mit Licht und Schatten

Coletta Rydzek (GER) und Laura Gimmler (GER) gewinnen die Bronzemedaille im Teamsprint © Vanzetta/NordicFocus

Das deutsche Team musste einen schweren Rückschlag durch die Dopingsperre von Victoria Carl verkraften. Die Sperre wurde mittlerweile auf 18 Monate festgelegt, so dass sie zur nächsten Saison wieder startberechtigt ist. Durch fortlaufende Unterstützung ihrer Sponsoren, weil es kein vorsätzliches Doping war, und vor allem der Bundeswehr, die als Arbeitgeber wegen der Verschreibung des falschen Hustensafts die Schuld auf sich nahmen, konnte die 30-Jährige im vergangenen Jahr mit offenbar großer Motivation und zahlreichen Trainingslager in der Schweiz und auf Mallorca weitertrainieren, so dass sie bereit für ihr Comeback beim ersten Weltcup in Ruka ist. In ihrer Abwesenheit sollte Katharina Hennig Dotzler in Distanzrennen in die Bresche springen, was ihr wegen vieler gesundheitlicher Probleme aber nicht gelang. Am Ende bezeichnete sie ihre Saison als einen Winter „mit mehr Tiefen als Höhen“. Nach den Herbstwettkämpfen in Oberhof war die Sächsin drei Wochen krank und der Trainingsrückstand wirkte sich auch im ersten Saisondrittel noch aus. Bei der Tour de Ski löste sie ihr Olympiaticket und stieg gleich danach aus, um sich bestmöglich auf die Olympischen Spiele vorzubereiten. Direkt vor den Spielen bewies sie im Massenstart im Goms Bestform, beim Großereignis blieb sie dann hinter ihren eigenen Erwartungen. Über die 50 Kilometer erkämpfte sie sich am Schluss noch einen guten neunten Platz, obwohl Dariya Nepryaeva ihr versehentlich die Ski klaute und das DSV-Team damit in große Hektik versetzte. Diese 50 Kilometer-Strapaze wirkte sich aber auf den Rest der Saison aus. Sie sei mit 29 nicht mehr so belastungsverträglich wie vor einigen Jahren, sagte sie selbst, und benötige mehr Pausen nach großen Strapazen. So war Pia Fink die konstanteste deutsche Distanzläuferin, die aber auch bei der Tour de Ski gesundheitliche Probleme bekam. Dennoch beendete sie die Saison als gute Elfte im Distanzweltcup knapp vor Helen Hoffmann. Beide waren auch Teil der deutschen Olympiastaffel, für die es knapp nicht zu einer Medaille reichte, weil das Material auf den Klassikstrecken nicht6 passte. Als Finisherin der Tour de Ski schloss Hoffmann als beste Deutsche im Gesamtweltcup auf Platz 19 ab – knapp vor Coletta Rydzek. Sie und ihre Freundin Laura Gimmler war es dann auch, die im Sprint immer wieder für Topplatzierungen für das deutsche Team sorgten. Gimmler führt das auf das Training unter Per Nilsson zurück, von dem sie am meisten profitiert hatten. Beide krönten ihre starke Saison mit der Bronzemedaille im Teamsprint.

Schwache DSV-Herren mit wenigen Lichtblicken

Jakob Elias Moch (GER) © Modica/NordicFocus

Die Saison der deutschen Herren war dagegen von großen Schwierigkeiten geprägt. Vor allem für den eigentlich stärksten Deutschen Friedrich Moch verlief die Saison absolut enttäuschend. Die kleine Krankheit zu Saisonbeginn kann dabei nicht die ganze schwache Saison erklären und der 26-Jährige kündigte schon in Interviews an, zum nächsten Winter etwas verändern zu wollen – was genau konnte er aber noch nicht benennen. Florian Notz war einer der wenigen konstanten Faktoren. Mit einem zwölften Platz in Davos lieferte er das beste deutsche Saisonergebnis im Distanzbereich. Bei den Olympischen Spielen 2026 glänzte er mit einem starken zehnten Platz im prestigeträchtigen 50-Kilometer-Massenstart. Er war zudem einer von nur zwei Läufern, die die Olympia-Norm regulär erfüllten. Der andere war Jan Stölben. Der Sprinter sorgte für die größte Überraschung der Saison. Bei der Tour de Ski in Val di Fiemme erreichte er mit einem sechsten Platz im Klassiksprint das beste Ergebnis seiner bisherigen Karriere und knackte damit souverän die Olympia-Norm. Bei Olympia erreichte er im Einzel-Sprint das Viertelfinale und belegte Rang 26. Ein großer Lichtblick war aber vor allem der inzwischen 20-jährige Jakob Moch, der in der Semesterpause seines ersten Studienjahres in Wirtschaftswissenschaften in Boulder/Colorado im Weltcup debütierte und nach Platz 21 direkt auch bei der Tour de Ski starten durfte. Nach zwischenzeitlicher Rückkehr in die USA kam er zu den Olympischen Spielen zurück nach Europa und wurde trotz einwöchiger Krankheitspause sehr guter Neunter mit Jan Stölben im Teamsprint. Beim Weltcupfinale realisierte er als Zehnter im Massenstart sein bestes Karriereresultat.

Fähndrich und Kälin halten Schweizer Fahne hoch

Nadine Faehndrich (SUI), Nadja Kaelin (SUI), (l-r) © Vanzetta/NordicFocus

Auch in ihrer letzten Saison war Nadine Fähndrich das Aushängeschild im Schweizer Langläufer. Die 30-Jährige beschloss die Saison als Siebte im Gesamtweltcup und Dritte im Sprintweltcup – das große Ziel der Kristallkugel konnte sie auch diesmal wieder knapp nicht erreichen trotz ihrer fünf Podestplätze. Die Olympischen Spiele begannen zunächst mit einer Enttäuschung, wurden aber mit Teamsprint-Silber gekrönt. Entscheidend dazu beigetragen hatte Nadja Kälin, denn wie im Vorjahr war die Engadinerin pünktlich zum Großereignis in absoluter Topform. Nach drei Top-Acht-Platzierungen in Trondheim startete sie bei Olympia schon direkt mit einem bockstarken vierten Platz im Skiathlon und wurde noch stärker. Nach Silber im Teamsprint konnte sie auch über 50 Kilometer noch über Bronze jubeln. Der Rest des Teams konnte da nicht ganz mithalten. Janik Riebli war als 36. bester Schweizer im Gesamtweltcup und nur 13. im Sprintweltcup in einer Saison, in der er wie sein Freund Valerio Grond ohne Podium blieb. Beide hatten im Sommer Motivationsprobleme und Zweifel, aber auch vor allem Grond auch Infekte im Winter. Die nächste Generation im Sprint mit den Näff-Brüdern und Roman Alder steht aber schon parat mit immer wieder guten Resultaten. Im Distanzbereich war es ein sehr schwieriger Winter, in dem Beda Klee mit Platz zehn, 14 und 17 in Massenstarts die einzigen Top20-Ergebnisse holte, aber oftmals auch niemand unter die besten 40 lief.

Stadlober und Moser stark, Vermeulen umso schwächer

Teresa Stadlober (AUT) © Vanzetta/NordicFocus

Für Teresa Stadlober bedeutete der neunte Platz im Gesamtweltcup das zweitbeste Abschneiden ihrer Karriere. Die Grundlage legte die Radstädterin dazu mit ihrem zweiten Platz bei der Tour de Ski, mit dem die 33-Jährige wegen der Sprintlastigkeit der Jubiläumsausgabe niemals gerechnet hätte. Bei den Olympischen Spielen blieb sie leider ohne Medaille, lief aber auf Platz sechs, sieben und neun und war Teil der ersten ÖSV-Damenstaffel seit Sochi 2014. Eine weitere positive Überraschung ist Benjamin Moser, der als Gesamt-Elfter die beste Saison seiner Karriere realisierte. Schon bei der Saisoneröffnung in Muonio bewies er mit seinem Sieg im Klassiksprint gute Form und im neuen Heat Massenstart bei der Tour de Ski lief er als Zweiter erstmals auf ein Weltcuppodium. Das war zusammen mit weiteren Top15-Ergebnissen die Grundlage zu seinem starken zehnten Endrang bei der Tour. Bei den Olympischen Spielen konnte er sich über einen erstklassigen siebten Platz im Teamsprint mit Michael Föttinger freuen und weitere Top-Platzierungen folgten im letzten Saisondrittel, wo er erstmals im Sprint aufs Podium lief und Elfter im Klassik-Einzel wurde. So gut es für die Teamkollegen lief, so schlecht war der Winter für Mika Vermeulen. In Ruka und Trondheim lief es mit vier Platzierungen unter den besten Zehn noch sehr gut, aber schon in der Höhe von Davos wurde es deutlich schlechter und die Krankheit, die zum Verzicht auf die Tour de Ski führte, gab ihm dann den Rest. Die anhaltende Formschwäche, die sich durch den Rest der Saison zog, konnte er sich aber nie erklären, deprimierte ihn und führte auch zu Pausen bei seinem Skirious Problems Podcast mit Jimmy Clugnet, bei dem er sich mehrfach vertreten ließ.

Erfolgreiche Junioren-Weltmeisterschaften in Lillehammer

Savelii Korostelev (AIN), Elias Keck (GER), Xavier McKeever (CAN), (l-r) © Claes-Tommy Herland

Das Highlight für die Nachwuchssportler fand diesmal im norwegischen Lillehammer bei für Anfang März ausgesprochen guten Bedingungen statt und erwartungsgemäß dominierten die Norweger mit sieben Titeln. Julie Sand-Hanssen und Emil August Longva gewannen die Massenstarts der Junioren, die Partenkichnerin Luisa Dahlke strahlte nach dem Gewinn der Silbermedaille, Leopold Strand und Ingrid Wollan Benum triumphierten in den Klassik-Einzelstarts in dieser Altersklasse und auch in der Staffel siegten die norwegischen Juniorinnen und Junioren. Nach der Silbermedaille verpasste Dahlke eine weitere Medaille im Einzelstart als Vierte nur knapp und Sarah Hofmann wurde Sechste. Zudem konnten die Gastgeber Gold im Klassik-Einzel der U23 durch Eva Ingebrigtsen bejubeln gefolgt von Marina Kälin sowie den Sprint-Titel von Filip Skari, der den Sieg holte, nachdem der souverän führende Oskar Opstad Vike bei der Einfahrt ins Stadion schwer gestürzt war. Die Junioren-Rennen wurden also größtenteils von den Gastgebern dominiert – mit Ausnahme der Sprints. Da gingen die Goldmedaillen an den Schweden Eddie Pettersson und erfreulicherweise an Österreichs Heidi Bucher, die im Laufe der Titelkämpfe ihren Medaillensatz vervollständigte. Außerdem holte Isai Näff Bronze in die Schweiz. Stärker präsentierte sich die internationale Konkurrenz in der U23-Klasse, wo auch ein Titel nach Deutschland ging: Elias Keck holte sich mit einem phänomenalen Zielsprint, der auch den Fotografen völlig überraschte, den Sieg im Massenstart vor Topfavorit Savelii Korostelev. Zuvor hatte er schon Silber im Sprint gewonnen. Bei den Damen sprintete Schwedens Elin Henriksson zum Sieg, im Massenstart ist Alison Mackie neue U23-Weltmeisterin und im Einzelstart Niko Anttola. In der Mixed-Staffel setzten sich die Franzosen knapp gegen die Gastgeber durch und die Schweizer verpassten die Medaille als Fünfte nur knapp.

Bisher 27 Rücktritte bekannt

Jessie Diggins (USA) - die erfolgreichste amerikanische Langläuferin der Geschichte

Bleibt noch der Blick auf die Athleten, die ihre Karriere nach dem olympischen Zyklus für beendet erklärten. Viele von denen fanden in den letzten Wochen und Monaten schon Erwähnung, aber insgesamt besteht die Liste aktuell aus 27 Athleten. Die meisten Athleten einer Nation treten aus Italien zurück, nämlich Federico Pellegrino, Martina Di Centa, Giandomenico Salvadori, Dietmar Nöckler und Anna Comarella. Dann folgen schon die vier Schweizer Nadine Fähndrich, Candide Pralong, Jason Rüesch und Désirée Steiner. Mit Didrik Tønseth, Håvard Moseby und Ane Appelkvist Stenseth nehmen auch drei Norweger ihren Hut wie auch jeweils zwei Athleten aus den USA, Finnland, Schweden, Frankreich und Tschechien mit Jessie Diggins und Rosie Brennan, Krista Pärmäkoski und Perttu Hyvärinen, Anton Persson und Jenny Solin, Clement Parisse und Richard Jouve und Adam Fellner und Ondrej Cerny. Dazu kommen noch die Slowenin Eva Urevc, die schon im Dezember einen Schlussstrich zog, der Pole Maciej Starega, der Este Marko Kilp, die Kanadierin Olivia Bouffard-Nesbitt und aus deutscher Sicht Lucas Bögl.

Saison 2025/26 zum Nachlesen

Zu den einzelnen Wettkampf Wochenenden kommt ihr hier: Verlinkt ist jeweils das letzte Rennen eines Weltcups, durch das ihr auf die anderen News zugreifen könnt:

=> Langlauf Weltcup Ruka (FIN)
=> Langlauf Weltcup Trondheim (NOR)
=> Langlauf Weltcup Davos (SUI)
=> 20. Tour de Ski
=> Langlauf Weltcup Oberhof (GER)
=> Langlauf Weltcup Goms (SUI)
=> Olympische Spiele Mailand-Cortina (ITA)
=> Langlauf Weltcup Falun (SWE)
=> Langlauf Weltcup Lahti (FIN)
=> Junioren- und U23-WM Lillehammer (NOR)
=> Langlauf Weltcup Drammen (NOR)
=> Langlauf Weltcup Oslo (NOR)
=> Langlauf Weltcup Lake Placid (USA)