Nachdem wir euch schon die anderen Nationen vorstellten, folgen nun einige weitere Nationen wie Italien und Finnlan d. Was sich bei den Nationen verändert hat, erfahrt ihr hier:
Italien verjüngt Team nach Olympia
Als letztes Team hat Ende Mai auch endlich der italienische Skiverband FISI sein Team für die Saison nach den Olympischen Spielen und für Jahr eins nach Federico Pellegrino bekannt gegeben. Dass Markus Cramer dem Team als Cheftrainer erhalten bleibt, war eine große Erleichterung und die Olympischen Spiele haben gezeigt, dass er auch ohne Pellegrino ein starkes Team zur Verfügung hat. Neben Pellegrino, der seine Karriere mit einem letzten Sprintsieg in Lake Placid beendete, stellten auch Martina Di Centa, Giandomenico Salvadori, Dietmar Nöckler und Anna Comarella ihre Ski in die Ecke. Zum neuen A-Team gehören nach den Spielen sieben Damen und sieben Herren. Anders als im letzten Jahr, wo „A-Kader Sprint“ noch getrennt aufgeführt war, sind diesmal alle in einem Team vereint. Darunter gibt es den Ergänzungskader Aggregati, in dem sich eine Athletein und vier Athleten finden, die nicht zum Hauptkader (der „Squadra A“) gehören, aber für Trainingseinheiten, Trainingslager oder bestimmte Wettkämpfe an das Top-Team angegliedert werden. Vor allem das Damen-Team wurde deutlich verjüngt, so dass für Francesca Franchi (zuletzt im Ergänzungskader) nach Jahren mit gesundheitlichen Problemen gar kein Platz mehr im Kadersystem ist. Ihre Karriere scheint sie dennoch fortsetzen zu wollen, so dass sie ihren Platz in der Trainingsgruppe ihrer Militärsportgruppe haben wird. Virginia Cena, Davide Ghio und Gabriele Matli haben den Sprung aus der ehemaligen Milan-Cortina Gruppe ins A-Team geschafft. Zum Trainerteam im Weltcup gehören Andrea Restano und Francesca Baudin, sowie François Ronc Cella als Assistenztrainer. Im U23-Team sind zwei Athletinnen und fünf Athleten, die zuletzt in Lillehammer um die Medaillen liefen unter der Führung der Trainer Matteo Betta und Stefano Corradini, dem Ehemann von Dorothea Wierer. Für das Junioren-Team sind Andrea Gola und Fabia Pasini verantwortlich, die fünf Juniorinnen und fünf Junioren unter sich haben. Noch jünger sind die Talente der AIN Gruppe (Atleti di Interesse Nazionale), der Basisstufe der nationalen Nachwuchsförderung der Jahrgänge 2008 und 2009, die noch in ihren Heimatvereinen trainieren.
Nationalteam
Caterina Ganz, Federica Cassol, Nicole Monsorno, Nadine Laurent, Iris De Martin Pinter, Maria Gismondi, Virginia Cena
Simone Daprà, Simone Mocellini, Davide Graz, Elia Barp, Martino Carollo, Davide Ghio, Gabriele Matli
Ergänzungskader A-Team
Ylvie Folie
Michael Hellweger, Giovanni Ticcò, Andrea Zorzi, Giacomo Petrini
U23-Team
Beatrice Laurent, Marit Folie
Teo Galli, Davide Negroni, Federico Pozzi, Marco Pinzani, Daniel Pedranzini
Ergänzung U23
Marie Schwitzer
Aksel Artusi
Junioren
Vanessa Cagnati, Caterina Milani, Claire Frutaz, Emma Schwitzer, Alice Leoni
Luca Pietroboni, Edoardo Trombetta, Thomas Maestri, Giacomo Barale, Francesco Romagna
AIN Team
Lucia Delfino, Clara Facchini, Martina Bisson, Ines Negroni, Giulia Ronchail
Leonardo Brondello, Filippo Segala, Alan Antognoli, Stefano Negroni, Gianluca Pasini, Gabriel Selle
Zum Vergleich: Team Italien 2025/26
Finnland auf dem Weg zur Heim-WM 29
Mit Beginn des neuen olympischen Zyklus ist in Finnland alles auf die Heim-WM ausgerichtet, die 2029 in Lahti stattfindet. Bis dahin will man schlagkräftige junge Athleten nach vorne bringen, denn Krista Pärmäkoski, Perttu Hyvärinen und Katri Lylynperä haben ihre Karriere beendet und auch die Niskanen-Geschwister sind mit 37 uhnd 34 Jahren nicht mehr die Jüngsten. Ob vor allem Kerttu die Heim-WM noch als aktive Sportlerin erlebt, ist unklar. Beide Geschwister haben sich aber für die neue Saison wieder ins Nationalteam integriert unter dem neuen Nationaltrainer Joakim Abrahamsson. Der Schwede setzt nicht nur auf aktuelle Top-Resultate, sondern auch auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Athleten. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer reizt auch die Niskanens, wie Iivo im Interview verriet: „Joakim sprach mich bei den finnischen Meisterschaften Anfang April an und sagte, dass viele Athleten sich wünschten, dass ich wieder beim Team bin bei den Trainingslagern. Wenn das so ist, werde ich es auch machen.“ Nach dem Rücktritt von Pärmäkoski und Lylynperä nahmen Kerttu Niskanen und Vilma Nissinen die freien Plätze bei den Damen ein, so dass es bei acht Athletinnen bleibt. Bei den Herren wurde das Team neben Iivo Niskanen, der seinen Freund Perttu Hyvärinen ersetzt, um zwei Plätze erweitert, so dass nun Platz für den 19-jährigen Anton Kemppi und den 24-jährigen Alexander Ståhlberg ist.
A-Team Finnland
Jasmi Joensuu, Jasmin Kähärä, Johanna Matintalo, Hilla Niemelä, Kerttu Niskanen, Vilma Nissinen, Vilma Ryytty, Amanda Saari
Ville Ahonen, Niko Anttola, Ristomatti Hakola, Anton Kemppi, Emil Liekari, Remi Lindholm, Niilo Moilanen, Joni Mäki, Iivo Niskanen, Arsi Ruuskanen, Alexander Ståhlberg, Lauri Vuorinen
Zum Vergleich: Team Finnland 2025/26
Kanadas Augen auf Alison Mackie
Seit Jahren hat Kanada kein so großes Langlauf-Talent mehr gehabt wie aktuell. Mit ihren erst 20 Jahren wurde Alison Mackie U23-Weltmeisterin und gewann auch den U23-Weltcup, nachdem sie seit der Tour de Ski und Gesamtrang zwölf das grüne Trikot getragen hatte. Die starke Allrounderin führt das Elite-Team der Kanadier an, in dem sich fünf Damen und acht Herren befinden.
A-Team Kanada
Alison Mackie, Liliane Gagnon, Jasmine Drolet, Sonjaa Schmidt, Katherine Stewart-Jones
Thomas Stephen, Antoine Cyr, Xavier McKeever, Rémi Drolet, Max Hollmann, Sasha Masson, Olivier Léveillé, Graham Ritchie
Next Gen Team
Luke Allan
Development Team
Ruby Serrouya, Eula Palmer-Bird, Sarah-Ève Picard, Madeleine Wilkie, Ella Fuller, Sofia Renaud, Aria Grandi, Aleah Smith
Zachari Moreau, Louison Dubief, Raleigh Tarte, Finn Redman, Thierry Olivier, Teo Wadsworth, Eamon Wilson, Joël Thibault, Albert Raymond, Owen Siderius, Andreas Inkster
Zum Vergleich: Team Kanada 2025/26
Slowenien mit neuem Trainer
Seit dem Weggang von Anamarija Lampic und dem Rücktritt von Eva Urevc hat Slowenien im Langlauf nicht mehr viel mit den vorderen Plätzen zu tun, so dass Ola Vigen Hattestad nach vier Jahren als slowenischer Cheftrainer seinen Hut nehmen musste. Sein Nachfolger ist Luka Gostincar, der zuvor erfolgreich im slowenischen Nachwuchs tätig war. Ivan Hudac, zuletzt Privattrainer der Fähndrich-Geschwister, steht eine Ebene darüber und lenkt als Disziplinchef (Vodja panoge) die strategischen und sportlichen Geschicke der gesamten slowenischen Langlauf-Sparte. Eva Sever Rus und Nejc Brodar blieben als Assistenztrainer im Amt. Das A-Team besteht aus einer Athletin und fünf Athleten.
A-Team
Anja Mandeljc
Miha Šimenc, Nejc Štern, Vili Crv, Miha Licef, Anže Gros
U23 – U21
Lucija Medja
Bor Petrovic, Lovrenc Karnicar, Philip Yazbeck Lavric Pregelj
U20 Team
Zala Zupan, Mija Kastelec, Ula Kuhar, Meta Mozetic
Jaka Berdajs, Tine Šporn, Ažbe Ticar, Tine Mesner
Zum Vergleich: Team Slowenien 2025/26
Comebackerin führt polnisches Team an
Das polnische Team wird nach dem Karriereende von Maciej Starega von Eliza Rucka-Michalek angeführt, die ein märchenhaftes Comeback im letzten Winter feierte. Eliza Rucka galt als das größte polnische Langlauftalent seit der Ära von Justyna Kowalczyk. Doch um das Jahr 2021/2022 musste sie ihre Karriere mit gerade einmal 21 Jahren abrupt abbrechen: Sie litt unter einer mysteriösen und gefährlichen Erkrankung, bei der sie auf der Strecke unter Belastung plötzlich das Bewusstsein verlor und kollabierte. Da die Ärzte keine Ursache fanden und akute Gefahr für ihr Leben bestand, erteilten sie ihr ein striktes Sportverbot. Während ihrer vierjährigen Abwesenheit vom internationalen Leistungssport trat der Sport komplett in den Hintergrund: Sie heiratete, baute sich ein Familienleben auf und brachte zwei Kinder zur Welt. Nach den Schwangerschaften und der langen Pause schienen die gesundheitlichen Probleme, die Ohnmachtsanfälle und die Symptome wie weggeblasen, aber in Trondheim erlebte sie dann doch einen schweren Rückfall, so dass ihre Karriere wieder auf der Kippe stand. Dann folgte aber ein märchenhafter Aufstieg mit Platz sechs im Heat Massenstart und am Schluss zeigte sie eine tolle Aufholjagd auf den olympischen 50 Kilometer, wo sie sensationell Achte wurde. Diesen Weg will die inzwischen 25-Jährige nun weitergehen als Führungsfigur in einem achtköpfigen Damen-Team. Letztes Jahr war sie nicht einmal vollwertiges Teammitglied, trainierte allein mit ihrem Ehemann und startete Anfang des Jahres einen Spendenaufruf, um sich das Höhentraining vor den Olympischen Spielen leisten zu können – mit Erfolg! Izabela Marcisz hat sich schließlich doch fürs Weitermachen für ein Jahr entschieden und gehört wie Monika Skinder und fünf weitere Damen zum Team. Bei den Herren sind fünf Athleten im A-Kader, der von den Bury-Brüdern Dominik und Kamil angeführt wird. Cheftrainer bleibt für beide Geschlechter Mariusz Hluchnik, Co-Trainer der Damen ist Dawid Bril, während bei den Herren noch ein Trainerposten vakant ist. Mikolaj Michalek, der Ehemann von Eliza Rucka, wird nun auch vom Verband bezahlt, nachdem das Paar das Training zuvor in Eigenregie stemmen mussten.
A Kader
Eliza Rucka-Michalek, Izabela Marcisz, Monika Skinder, Andzelika Szyszka, Aleksandra Kolodziej, Magdalena Kobielusz, Zuzanna Fulak, Kamila Idzinak
Zum Vergleich: Team Polen 2025/26
Britische Teams mit acht Athleten
Im britischen Team, das seit 2022 von Aker Dæhlie unterstützt wird, hat sich bei den Athleten nicht viel geändert. Der 36-jährige Andrew Musgrave denkt noch nicht ans Aufhören und auch Gabriel Gledhill konnte seine Karriere fortsetzen, nachdem er doch nicht aus Norwegen ausgewiesen wurde und sein Aufenthaltstitel verlängert wurde. Weiterhin gehören mit Joe Davies, James Clugnet, Gabriel Gledhill, Andrew Musgrave und Andrew Young fünf Athleten zum „Weltcupteam“. Als Continentalcup Team sind Beinn Horsfall, Tabitha Williams und Anna Pryce gelistet, aber beide Britinnen starteten auch schon oftmals im Weltcup und Pryce konnte den einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele beanspruchen. Auf der Trainerseite hat sich aber doch etwas getan, denn der langjährige Trainer Kasper Stadheim verließ das Team zum Saisonende und verstärkt inzwischen das Trainerteam in Finnland.
Weltcupteam GB
Joe Davies, James Clugnet, Gabriel Gledhill, Andrew Musgrave, Andrew Young
COC Team
Tabitha Williams, Anna Pryce
Beinn Horsfall
Zum Vergleich: Team GB 2025/26
Weiter drei Spanier selektioniert
Wie im Vorjahr finden sich drei spanische Herren im Kadersystem der Langläufer. Es handelt sich jedoch nicht um dieselben drei Männer, da Peio Añarbe sein Glück im Biathlon suchen will. Jaume Pueyo und Bernat Selles bleiben im höchsten spanischen Kader, Marc Colell ist neu im B-Kader. Eine Dame schaffte es weiterhin nicht in einen Kader, obwohl bei den spanischen Meisterschaften im März einige am Start waren.
Team A
Jaume Pueyo, Bernat Selles
Team B
Marc Colell
Zum Vergleich: Team Spanien 2025/26
Andorra mit zwei Sportlern
In Andorra besteht das Team weiterhin aus einem Mann und einer Frau, nämlich Gina Del Rio und Irineu Esteve Altimiras. Del Rio konnte in der Vergangenheit schon die andorranischen Fahnen hochhalten, schaffte im vergangenen Winter aber noch nicht ihr erstes Podium, das sich im Winter zuvor schon angekündigt hatte.
A Team
Gina Del Rio
Ireneu Esteve Altimiras
Zum Vergleich: Team Andorra 2025/26
Acht Athleten in Liechtenstein
Besser sieht der Kader in der Breite in Liechtenstein aus, wo acht Athleten selektioniert wurden. Allerdings hinterlässt das Karriereende von Olympionike Robin Frommelt eine große Lücke. Nachdem zuvor nur Frommelt und Micha Büchel im B-Team waren, verstärken nun Nina Riedener, Annina Uehli (Jg. 2009) und Janik Brunhart die Gruppe. Ladina Wanger bleibt Teil des Juniorinnenkaders C. Aufgrund positiver Trainerbeurteilungen und erfüllter Selektionskriterien wurden zudem Fabia Brunhart (Jg. 2008) und Livio Banzer (Jg. 2009) im C-Förderkader der Junioren bestätigt. Neu im LSV-Kader ist die 15-jährige Sina Risch, die dem Jugendkader U16 angehört. Auch der Schweizer Lian Kuster wird weiterhin mit dem LSV trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen. Für ihn ihn das Training mit dem LSV in Wohnortnähe logistisch praktischer als in ein weiter entferntes Leistungszentrum in der Schweiz zu wechseln. Im Trainerbereich kam es zu einer Veränderung: Bärti Manhart beendet nach neun Jahren seine Tätigkeit als Cheftrainer Nordisch beim LSV. Künftig wird er am Sportgymnasium Davos arbeiten und dort unter anderem Annina Uehli weiter betreuen. Seine Nachfolge tritt der bisherige U23-Coach Jonas Vey an. Gemeinsam mit Anna-Carlotta Bachmann führt er das achtköpfige Langlauf-Team in die neue Saison.
B-Kader
Nina Riedener, Annina Uehli
Micha Büchel, Janik Brunhart
C-Kader Juniorinnen
Ladina Wanger, Fabia Brunhart
Livio Banzer, Lian Kuster (SUI)
Jugendkader U16
Sina Risch
Zum Vergleich: Team Liechtenstein 2025/26
Kader 2026/27 im Überblick
=> Das sind die Teams aus der Schweiz, Russland, Frankreich und Norwegen
=> Deutscher Skiverband gibt Lehrgangsgruppen und Kadereinstufung bekannt
=> So sehen die Teams aus Österreich, Tschechien, Schweden und USA aus