News

Langlauf Weltcup: Joensuu und Klæbo gewinnen Sprint-Generalprobe bei Tour de Ski im Val di Fiemme

Jan Stölben hat es erstmalig in seiner Karriere in ein Sprintfinale geschafft – und das auf der Olympiastrecke. Die Siege im Klassiksprint bei der Generalprobe holten sich Jasmi Joensuu und Johannes Høsflot Klæbo.

Langer neuer Sprintkurs für Olympische Spiele

Neue Sprintstrecke im Val di Fiemme (ITA) © Modica/NordicFocus

Heute erlebte der neue Sprintkurs für die Olympischen Spiele bei -3°C und strahlendem Sonnenschein seine Premiere – allerdings vor leeren Tribünen. Nicht weil keine Zuschauer kommen wollten, sondern weil an manchen Teilen des Stadions noch gearbeitet wird – so auch an der Haupttribüne. Es gibt einen zusätzlichen Anstieg, der die Strecke auf 1600 Meter verlängert. Außerdem wurde die Welle vor dem Ziel etwas modifiziert. Die schwierige Omega-Kurve, die auch in Distanzrennen immer wieder zu Stürzen führt, ist im Sprint zweimal zu passieren. Zuerst nach dem welligen Start mit namenlosem Anstieg als Rechtskurve gefolgt vom 120 Meter langen Macor-Anstieg mit 9,7 % Steigung, dann nach der Abfahrt als Linkskurve gefolgt vom 240 Meter langen Zorzi-Anstieg mit maximal 19,3% Steigung bei durchschnittlichen 13,4%. Nach einer Runde über die Brücke geht es in die 215 Meter lange Valena Abfahrt mit 10,7% Gefälle, die an der erhöhten Welle endet. Renndirektor Michal Lamplot erklärte: „An der Strecke ist viel gearbeitet worden. Es gibt eine neue Sektion nach dem Start, wo es nicht sofort in den Anstieg geht. Nach der ersten Abfahrt gibt es eine neue langgezogene Kurve und dann vom tiefsten Punkt der Strecke folgt dann ein langer und schleimiger Anstieg. Danach geht es nicht rechts runter ins Ziel, sondern noch unter der Brücke entlang. Die Geschwindigkeit nicht mehr so hoch wie wir es gewohnt waren, weil der letzte Anstieg und die Abfahrt nicht so lang sind. Es ist aber eine schöne Abfahrt ins Ziel. Schlüsselstelle ist die große Kurve und der lange Anstieg nach ganz oben und man muss natürlich die Geschwindigkeit im Flachen mitnehmen.“ Durch den zusätzlichen Anstieg wird es ein sehr langer Sprint mit 3:46 Minuten Laufzeit bei den Damen im Prolog und 3:17 Minuten bei den Herren. Das sorgte dafür, dass man sich die Kräfte gut einteilen musste und manche, die bei der Zwischenzeit noch mehrere Sekunden zurücklagen, waren dann im Ziel vorne wie Jasmi Joensuu, Nadine Fähndrich, Jules Chappaz oder Niilo Moilanen.

Pia Fink steigt nach Prolog aus

Pia Fink (GER) © Vanzetta/NordicFocus

Erwartungsgemäß schafften vier von fünf deutschen Herren den Prolog nicht mit Ausnahme von Jan Stölben, der sich als Zwölfter qualifizierte und mutig Heat eins wählte. Bei den Damen scheiterte Helen Hoffmann knapp und Katherine Sauerbrey deutlich mit 13 Sekunden Rückstand, die aber mit nur einem Stock das Ziel erreichte. Nach Auskunft des DSV hatte sich die Schlaufe beim Laufen vom Stock gelöst. Ein großes Fragezeichen gab es nach dem Prolog hinter dem Zustand von Johanna Hagström, die zur Heatauswahl scheinbar humpelte. Das hatte aber offenbar getäuscht, denn ihre Teamkolleginnen sprachen im Interview davon, sie habe massive Probleme mit den Atemwegen, die durch die Kälte und die trockene Luft südlich der Alpen sehr angegriffen seien, worüber in den letzten Tagen auch viele andere Athleten klagten. Zusätzlich musste sich Hagström auf dem Weg zum Bus aber mehrfach übergeben. Eine weitere Irritation gab es bei der Heatauswahl der Herren, als Elia Barp seinen Lauf wählte, obwohl vor ihm noch Alvar Myhlback dran war. Das Problem konnte aber schnell gelöst werden und Myhlback ging in den dritten Lauf und Barp drückte erneut auf Nummer zwei. Coletta Rydzek hatte schon gestern früh die Reißleine gezogen und hatte sich schon vor dem Trainingstag aus der Tour de Ski verabschiedet. „Aufgrund eines trockenen Halses wird die Maßnahme vorsorglich getroffen, um kein gesundheitliches Risiko einzugehen. Der Fokus liegt darauf, eine mögliche Erkrankung frühzeitig zu vermeiden und die Athletin für die kommenden Aufgaben bestmöglich zu schützen“, hieß es vom DSV. Nun ist es Pia Fink, die nach dem 23. Platz im Prolog die Tour de Ski vorzeitig beendet. „Pia Fink wird die Tour de Ski vorzeitig verlassen und auf einen Start im Sprintfinale verzichten. Die Maßnahme erfolgt aus Vorsicht, da sie sich derzeit nicht vollständig fit fühlt und eine mögliche Erkrankung zum jetzigen Zeitpunkt vermeiden möchte“, meldete der DSV. Sie selbst sagte später: „Die Entscheidung, jetzt aufzuhören, ist mir wirklich nicht leicht gefallen. Ich habe wirklich lang nachgedacht und viel mit den Trainern gesprochen. Ich bin gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe und möchte nichts mehr riskieren. Klar, das große Highlight dieses Jahr kommt ja noch. Deswegen habe ich mich jetzt entschieden aus der Tour auszusteigen und hoffe, dass ich so die Krankheit noch abfangen und mich schnell erholen und noch einen guten Trainingsblock starten kann, bevor es bald schon wieder zum Weltcup in Oberhof geht.“

Joensuu feiert ersten Sieg

Nadine Faehndrich (SUI), Jasmi Joensuu (FIN), Johanna Hagstroem (SWE), (l-r) © Modica/NordicFocus

Mit Beginn der Heats um 14:45 Uhr lag die gesamte Strecke im Schatten bei +1°C und die Athleten zeigten spannende Rennen. Bei den Damen konnte sich Jasmi Joensuu zum ersten Mal als Weltcupsiegerin feiern lassen, die sich im Prolog und allen Heats ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nadine Fähndrich lieferte. Auch im Finale war zunächst die Schweizerin vorne, aber am Fuße des Zorzi-Anstiegs griff die Finnin wieder an und Fähndrich musste sich Johanna Hagström erwehren, der es inzwischen wieder sichtlich besser ging. Jasmi Joensuu machte sich in führender Position auf dem Weg Richtung Ziel. Die Schweizerin ging mit exzellentem Material an der Welle vor der Zielgeraden immerhin noch an Hagström vorbei, die es nicht schaffte, in den Windschatten zu kommen. Aber an Joensuu kam auch Fähndrich nicht mehr heran, die laut über ihren ersten Sieg jubelte und später sagte: „Das ist perfekt, ein tolles Gefühl. Ich wusste, ich bin schon die ganze Saison in sehr guter Form. Ich bin im Sprint sehr gut und heute habe ich es allen gezeigt. Ich wollte ein gutes Gefühl auf dieser Strecke bekommen und habe es geschafft. Der Sieg bedeutet mir alles!“ Nadine Fähndrich war ebenfalls sehr zufrieden: „Das hat Spaß gemacht, hier heute zu laufen. Es war aber sehr hart, weil ich sehr müde von der Tour bin und ständig aktivieren und entspannen zwischen den Heats ist sehr anstrengend für den Kopf.“ Johanna Hagström musste sich mit dem Podium begnügen, was mit ihrem schlechteren Ski und ihren Problemen nach dem Prolog dennoch ein guter Erfolg ist. Davon war im FIS-Interview aber gar nicht die Rede: „Das war ein superharter Sprint. Nach der Quali habe ich mich so schlecht gefühlt. Ich dachte, ich werde krank und hatte Schmerzen in der Lunge. Aber dann wurde es immer besser und ich habe mich auf jede Runde nacheinander fokussiert. Im letzten Anstieg habe ich mich dann sehr stark gefühlt und es ist toll, auf dem Podium zu stehen. Das ist bei der olympischen Generalprobe besonders schön. Ich weiß jetzt, dass ich hier hier gut sein kann und es fühlt sich gut an, hier die Strecken zu testen. Dann konzentriere ich mich darauf, was ich besser machen kann und trainiere das dann“, sagte sie. Maja Dahlqvist wurde mit Abstand Vierte, was auch sehr gut ist, nachdem sie sich nur knapp qualifizieren konnte und sich da schon über ihren Ski beschwerte. Johanna Matintalo wurde Fünfte vor Anja Weber, die es zwar ins Finale schaffte, dort aber klar die Schwächste war.

Diggins und Ilar im Halbfinale raus, Karlsson verletzt

Frida Karlsson (SWE) © Modica/NordicFocus

Jessie Diggins und Moa Ilar, die Erste und Zweite in der Tour de Ski, scheiterten im Halbfinale, die drittplatzierte Teresa Stadlober im Viertelfinale. Bei Diggins war ein Fehler im Zielsprint die Ursache für das Aus, als sie sich auf der äußeren Spur einbauen ließ und nicht vorbeikam, Ilar wurde auf den letzten Platz zurückgestuft. Bei Frida Karlsson, die im Viertelfinale die Segel streichen musste, ist noch unklar, ob sie morgen antritt. Sie spricht davon, sich eine Pause vom Skilaufen zu nehmen und für eine Woche oder so auf dem Rad zu trainieren, um die Sehne zu stärken. Grund dafür ist eine Verletzung am Fuß, die „starke Schmerzen im Arsch“ verursacht. Offenbar handelt es sich dabei um ein Wiederauftreten ihrer eigentlich ausgeheilten Verletzung aus dem letzten Winter. Das Problem ist die Ferse und der Aufbau des Fußes. Ihrer Aussage nach ist ihr Fuß von Geburt an in ganz schlechtem Zustand, wie ein 3D Bild zeigt. Sie sagt, die habe ein „hohes Fußgewölbe und einen sehr dünnen Fuß darüber“.

Klæbo souveräner Sieger auf Olympiastrecke

Johannes Hoesflot Klaebo (NOR) © Modica/NordicFocus

Auch für die Olympischen Spiele ist Johannes Høsflot Klæbo der haushohe Favorit im Sprint – das bewies er heute wieder mit beeindruckender Dominanz. Er kontrollierte das gesamte Geschehen und griff dann im oberen Teil des Zorzi-Anstieges an, wo er eine Lücke herausarbeitete, die immer größer wurde. Auf der Zielgerade ließ er schon sehr früh auslaufen und gewann dennoch mit drei Sekunden Vorsprung. „Das war ein cooles Rennen, was ganz anderes als in den letzten Jahren. Etwas für die Leute, die gerne angreifen. Man merkt, wenn man hart pusht, dass man dafür bezahlen muss. Die Strecke mag ich. Heute war ein guter Tag. Ich musste erst herausfinden, wie diese Strecke funktioniert und jetzt kann man sich etwas ausruhen bis zu den Olympischen Spielen“, so Johannes Høsflot Klæbo, für den morgen aber noch der Final Climb auf dem Programm steht: „Ich hasse die Alpe Cermis. Aber das wird auch Spaß machen morgen. Das ist ein hartes Rennen, aber es wir schön sein, morgen die Tour zu beenden.“ Im Zielsprint um Platz zwei setzte sich Jules Chappaz gegen Anton Grahn durch, obwohl für den Franzosen nicht alles perfekt gelaufen war. Auf das enge Finish mit Grahn angesprochen, meinte er: „Von Klæbo aus gesehen war es nicht so eng. Ich hatte im Finale eine gute Form und ich habe ja sogar noch einen Fehler gemacht“, sagte er und meinte sein aus dem Gleichgewicht kommen im ersten Omega, wo er anschließend bergauf eingebaut wurde auf der Innenbahn. Bis zur Welle vor dem Ziel war er immer noch Fünfter und legte dann einen tollen Endspurt hin. Und auch im Viertelfinale gab es große Probleme: „Der Tag hat Spaß gemacht mit seinem Höhen und Tiefen. Im Viertelfinale habe ich 200 Meter vor dem Ziel einen großen Fehler gemacht, ich war sehr wütend, aber glücklicherweise kam ich als Lucky Loser weiter. Ich konnte Revanche nehmen und mein Bestes geben. Ich habe taktisch besser reagiert und bin Zweiter geworden.“ „Das war ein Rennen, in dem ich 150% gegeben habe. Im Ziel war ich total am Ende. Aber nun habe ich mein erstes Podium und das auch noch auf der Olympiastrecke. Das scheint, als hätte ich alles richtig gemacht“, freute sich Anton Grahn. Ansgar Evensen und Lars Heggen mussten sich mit den Plätzen vier und fünf begnügen vor Jan Stölben, der das erste Mal ins Finale kam. Das Finale fest eingeplant hatten auch die drei Italiener im Halbfinale, vor allem Lokalmatador Simone Mocellini, der hier auf seiner Heimstrecke 2023 sein erstes Podium vor seiner langen Verletzungsmisere holte. Heute stürzte er in der letzten Abfahrt und auch Elia Barp und Federico Pellegrino scheiterten kurz vor dem Finale. Pellegrino liegt die Strecke aber so wenig, dass er den olympischen Sprint gar nicht zu bestreiten plant und sich auf die 50 Kilometer Klassisch als letztes großes Karriere-Highlight konzentrieren will. Ebenfalls enttäuscht war auch Alvar Myhlback, der sich einen Stock brach. 

Jan Stölben strahlender Finalist

Johannes Hoesflot Klaebo (NOR), Jan Stoelben (GER), (l-r) © Modica/NordicFocus

Jan Stölben hat es endlich geschafft, seine starken Prologleistungen auch in den Heats zu zeigen. Mutig hatte er den Lauf mit Klæbo gewählt und zog tatsächlich über die Zeit ins Halbfinale ein, wo er wieder auf den Norweger traf. Der Vulkaneifler zeigte aber keine Angst vor großen Namen und griff im langen Anstieg an, so dass er als Erster vor Klæbo in die Abfahrt ging. Der zog zwar noch aus dem Windschatten vorbei, aber das reichte zum Weiterkommen, weil die Konkurrenz weit genug zurück war. Im Finale hielt er zunächst auch gut mit, bis zu Beginn des Zorzi-Anstiegs sein Kopf wieder stark wackelte, wie es immer der Fall ist, wenn er müde ist und kämpfen muss. Alle anderen Athleten zogen an ihm vorbei und die Lücke wurde immer größer, so dass er auch in der Abfahrt keinen Windschatten mehr hatte. Dennoch ist Platz sechs der erste deutsche Finaleinzug seit Sebastian Eisenlauer, der 2016 zweimal ein Finale erreichte. „Ich bin definitiv sehr zufrieden mit dem Rennen heute. Gerade nach den letzten Wochen, in denen es bei uns Herren nicht wirklich rund lief und auch einiges an Kritik aufgekommen ist, tut dieser Tag mir persönlich, aber auch der gesamten Mannschaft, sehr gut. Dass es ausgerechnet hier auf der Olympiastrecke gelungen ist, die Qualifikation zu schaffen, ist eine große Erleichterung und gibt viel Selbstvertrauen“, freute sich Jan Stölben, der weiter erklärt: „Ich denke, dass ich vor allem in den Heats taktisch einen sehr guten Job gemacht habe, mich klug positioniert und die richtigen Überholmanöver gesetzt habe. Im Viertelfinale habe ich mich eigentlich gut gefühlt, hatte jedoch etwas zu wenig Grip auf den Ski und hatte am letzten Anstieg Probleme, mitzugehen. Im Halbfinale waren die Ski dann zum Glück richtig gut. Ich habe mir gesagt: jetzt alles oder nichts und bin den Anstieg voll angegangen. Viel besser hätte ich es dort kaum machen können. Diese Aktion hat allerdings sehr viel Kraft gekostet, die ich bis zum Finale leider nicht mehr vollständig regenerieren konnte. Trotzdem denke ich, dass ich mit meiner Leistung und dem gesamten Rennverlauf sehr zufrieden sein kann.“ Auch Teamchef Peter Schlickenrieder lobte ihn gebührend: „Das Beste war, wie er gelaufen ist, das war andere Liga! Er macht wöchentliche riesige Fortschritte. Das Olympiaticket ist geil, er hat einen super Wettkampf gemacht und so geht es weiter.“ Weiter sagte er: „Das ist super, was Jan Stölben heute gezeigt hat vom mutigen, risikovollen Herangehen und dass er nach einer guten Prologleistung eine gute Technik umgesetzt hat. Das ist sein Hauptthema, sich technisch zu verbessern, weil er aus der Eifel kommt und sozusagen ein paar zehntausende Schneekilometer weniger hat als die anderen. Mit einem Klaebo im Viertelfinale war klar, dass es dort zur Sache geht und er eine gute Chance hat, wenn es zur Sache geht, dass er über die Zeit weiterkommen kann und genauso ist es geschehen. In diesen Zweikämpfen, was er gar nicht mag, hat er sich bravourös innen vorbeigeschoben und hat dann am letzten Anstieg gezeigt, welche Power er hat und den entscheidenden Vorsprung raugeholt, um dann nur noch vom Klaebo eingeholt zu werden. Ihm als jungen Sprinter, der das erste Mal im Finale steht, ist dann ein bisschen die Luft ausgegangen – das ist ganz normal.“

Krehl kommt ins Viertelfinale

Sofie Krehl (GER) © Vanzetta/NordicFocus

Nach dem Startverzicht von Pia Fink war Sofie Krehl die einzige DSV-Starterin, die sich für die Viertelfinals qualifizierte bei ihrem ersten Sprint im Val di Fiemme. Die Allgäuerin hielt sich immer in aussichtsreicher Position auf, musste dann aber als Dritte im Zorzi-Anstieg eine Lücke aufgehen lassen, die sie in der Abfahrt nicht mehr schließen konnte. Dennoch war sie mit Platz 19 nicht unzufrieden: „Ich denke, ich habe meine taktischen Sachen sehr gut umgesetzt und habe ich mich immer hinter der Schwedin aufgehalten. Am Berg ist leider die Lücke einen Tick zu groß geworden, sonst fährt man in der Abfahrt wieder ganz gut ran. Das habe ich auf jeden Fall gelernt für die nächsten Male und am Zielsprint kann ich auch noch ein bisschen arbeiten, aber ich bin sehr zufrieden, wie ich es heute gemacht habe“, so Krehl, die weiter sagte: „Es ist eine sehr sehr anspruchsvolle Strecke. Die Mädels haben bis zu vier Minuten gebraucht. Das ist schon heftig, aber wenn man außerhalb der Tour ein bisschen frischer ist, kann es Spaß machen.“ Schlickenrieder sagte über seine vier Athletinnen: „Katherine Sauerbrey ist im Prolog wirklich gut gelaufen, hat dann aber Pech gehabt. Wenn sie ihren Lauf normal zu Ende gebracht hätte, hätten wir wieder drei in den Finals gehabt und wären sicher ganz zufrieden. So sind wir es nicht, weil Kate Sauerbrey es nicht geschafft hat und Pia Fink ausgestiegen ist, um keine Krankheit zu riskieren. Sofie Krehl hat einen guten Lauf im Prolog gemacht in der ersten Hälfte, aber durch die Länge des Laufes hat sie in der zweiten Hälfte deutlich verloren und Kraft auf der Strecke gelassen. Dadurch hatte sie für das Viertelfinale zu viele Kraft gelassen und konnte am wirklich langen Anstieg nicht mehr ganz mithalten.“

Nur Stadlober für Österreich in den Heats

Teresa Stadlober (AUT) © Modica/NordicFocus

Distanzläuferin Teresa Stadlober gelang das, was ihre Sprintkollegen nicht schafften: Sie qualifizierte sich für das Viertelfinale. Dort war dann aber schnell Schluss und sie belegte Rang 29 wegen der nicht-startenden Pia Fink. Andere Läuferinnen aus der Gesamtwertung wie Ebba Andersson und Heidi Weng qualifizierten sich ebenfalls, kamen aber auch übers Viertelfinale nicht hinaus. Bei den Damen scheiterte mit Nadja Kälin noch eine weitere Schweizerin im Viertelfinale, die 28. wurde. Bei den Herren kam Noe Näff als 23. in die Wertung und Roman Alder wurde 28.

=> Ergebnis Klassiksprint Damen
=> Zwischenstand Tour de Ski nach fünf Etappen

=> Ergebnis Klassiksprint Herren
=> Zwischenstand Tour de Ski nach fünf Etappen

Tour de Ski zum Nachlesen

=> Sechs Etappen bei der 20. Tour de Ski auf dem Weg zu den Olympischen Spielen
=> 15 deutsche Langläufer für 20. Tour de Ski nominiert
=> Diese Sportler nehmen an der Jubiläums-Tour de Ski teil
=> Skistad und Klæbo gewinnen Freistilsprint zum Auftakt der 20. Tour de Ski – Rydzek Zweite!
=> Deutsche Herren enttäuschen bei Tour de Ski und Premierensieg von Stenshagen
=> Astrid Slind feiert vierten Weltcupsieg vor Stadlober – Hennig Dotzler Zehnte
=> Gus Schumacher feiert im Heat Mass Start zweiten Weltcupsieg vor Benjamin Moser
=> Jessie Diggins gewinnt Heat Massenstart bei der Tour de Ski in Toblach
=> Johannes Klæbo zeigt seine Dominanz im Handicaprennen der Tour de Ski
=> Diggins baut Vorsprung im Handicaprennen der Tour de Ski deutlich aus – Stadlober Dritte

Bildergalerie