Das Saisonfinale der Nordischen Kombination fand in diesem Jahr im schwedischen Falun statt. Es diente damit zugleich als Testwettkampf für die Nordische Ski-WM 2027. Die Gesamtsiege gingen nach Slowenien und Norwegen. Deutschland konnte sich über den Sieg in der Nationenwertung der Damen freuen. Der Wettkampf der Damen fand unter zahlreicher Beteiligung der Weltcup-Starterinnen statt. Nathalie Armbruster konnte sich Podestplätze sichern.
Armbruster mit guter Ausgangslage
Das Springen des Gundersen von der Normalschanze (HS 95) am Freitag konnte Alexa Brabec (USA) für sich entscheiden. Mit 88,5 Metern setzte sie sich an die Spitze des Feldes. Weltcup-Spitzenreiterin Ida Marie Hagen (NOR) erzielte die gleiche Weite, hatte aber deutlich bessere Windverhältnisse als Brabec und nahm daher 24 Sekunden Rückstand mit in die Loipe. Nathalie Armbruster (GER) kam bei Rückenwind auf 85 Meter, sie startete sieben Sekunden nach Hagen ins Rennen. Vierte wurde Lisa Hirner (AUT) vor Yuzuki Kainumaa (JPN), Annalena Slamik (AUT), Karina Kozlova (UKR) und Lena Brocard (FRA). Jenny Nowak (GER) und Trine Göpfert (GER) belegten zwischenzeitlich die Plätze neun und zehn.Bei den Männern waren die Zeitabstände nach dem Springen wesentlich geringer. Dafür landeten gleich acht verschiedene Nationen unter den besten Zehn. Das Springen gewann der Finne Herman Happonen mit der Tagesbestweite von 93 Metern vor Iacopo Bortolas (ITA) und Kasper Moen Flatla (NOR). Sie gingen innerhalb von neun Sekunden in die Loipe. Vierter wurde Christian Deuschl (AUT) vor Mael Tyrode (FRA), Matic Garbajs (SLO) und Milosz Krzempek (POL). Maximilian Vorderegger (AUT), Jens Dahlseide Kvamme (NOR) und Mario Linner (GER) komplettierten die Top Ten. Linner hatte 49 Sekunden Rückstand.
Podestplatz für Armbruster
Nachdem Alexa Brabec im Lauf nicht antrat, übernahm Ida Marie Hagen vom Start weg die die Spitze und verteidigte diese souverän bis ins Ziel. Mit der Tagesbestzeit im Gesamtklassement setzte sie sich am Ende souverän durch und gewann mit einer Zeit von 14:19,9 Minuten. Direkt hinter ihr kämpften Nathalie Armbruster und Lena Brocard um die Podestplätze. Armbruster zeigte im Langlauf ebenfalls eine sehr starke Leistung und beendete das Rennen 1:17,5 Minuten hinter der Siegerin auf Platz zwei. Brocard sicherte sich Platz drei mit einem Rückstand von 2:12,3 Minuten. Jenny Nowak, die nach dem Springen noch etwas zurücklag, arbeitete sich im Skilanglauf mit einer beeindruckenden Leistung nach vorne und überquerte als Vierte die Ziellinie. Yuzuki Kainuma hielt ihre Position und fuhr als Fünfte eine neue persönliche Bestleistung nach Hause. Lisa Hirner rutschte dagegen auf Rang sechs ab. Auch Annalena Slamik fiel bis auf den zwölften Platz zurück. Demgegenüber machten Daniela Dejori (ITA) als Siebte, Trine Göpfert, Ronja Loh und Joanna Kil (POL) allesamt Plätze gut und liefen unter die besten Zehn nach vorne.
Aleksander Skoglund feiert Tagessieg
Aleksander Skoglund, der nach dem Springen lediglich auf Rang 17 gelegen hatte, startete mit dem entsprechenden Zeitrückstand von 1:04 Minuten hinter Happonen ins Rennen. Was folgte, war die stärkste Laufleistung des Tages: mit der schnellsten Zeit von 24:42.2 Minuten für zehn Kilometer stürmte er an die Spitze und sicherte sich den Tagessieg. Damit verwies er Flatla und Happonen auf die folgenden Plätze. Auch Tyrode verbesserte sich um eine Position, er wurde Fünfter vor Bortolas und Kvamme. Auf Ran sieben folgte bereits Fabio Obermeyr: Der Österreicher kam mit der zweitbesten Laufzeit von Rang 31 und machte volle 24 Plätze gut. Tom Rochat (FRA) verbesserte sich ebenfalls um 20 Positionen, er wurde Achter vor Even Leinan Lund (NOR) und Torje Seljeset (NOR). Deuschl fiel dagegen auf Rang sechzehn zurück. Damit platzierte er sich eine Position hinter dem besten Deutschen, Benedikt Gräbert, auf Rang 15.
Zwischenstand Sprung Damen
Endergebnis Damen
Zwischenstand Sprung Herren
Endergebnis Herren
Spannender Kampf im Massenstart der Damen
Am Samstag, den 28. Februar 2026, wurden die Massenstarts ausgetragen. Bei den Frauen wurde Ida Hagen hier ihrer Favoritenrolle erneut gerecht. Von Beginn an setzte sie sich mit einem starken Tempo an die Spitze. Sie überquerte nach 13:30,5 Minuten als Erste die Ziellinie. Hinter ihr entwickelte sich ein spannender Wettbewerb um die Verfolgerplätze: Nathalie Armbruster und Daniela Dejori beendeten den Lauf auf den Rängen zwei und drei zwar mit fast einer Minute Rückstand (+ 55,5 s für Armbruster) auf Hagen, dafür fast zeitgleich, mit lediglich 0,6 Sekunden Rückstand für Dejori, was ihnen ebenfalls hervorragende Ausgangsplätze für das Springen sicherte. Dahinter kämpften gleich sechs Athletinnen um die folgenden Plätze. Mille Marie Hagen (NOR), Hanna Midtsundstad (NOR), Jenny Nowak, Alexa Brabec, Lena Brocard und Joanna Kil zeigten starke Leistungen, überquerten die Ziellinie innerhalb von 1,1 Sekunden und positionieren sich damit in guten Startbereichen für das Springen. Etwas Abstand nach vorne bekamen die Athletinnen auf den Plätzen 9 bis 12, darunter Lisa Hirner und Annalena Slamik, doch auch sie behaupteten sich solide im Mittelfeld des Feldes.
Hirner holt auf, Armbruster erneut auf dem Podest
Nach dem Lauf ging es für die Athletinnen in umgekehrter Startreihenfolge zur Schanze: Die Läuferin mit der besten Zeit im Massenstart, Ida Marie Hagen, durfte als Letzte springen. Hagen nutzte diese Ausgangsposition optimal und verteidigte mit einer stabilen Sprungleistung auf 86,5 Meter ihre Führung. Allerdings rückte ihr Brabec noch gefährlich nahe. Mit dem weitesten Sprung des Tages auf 95 Meter kam sie bis auf 0,7 Punkte an Hagen heran. Damit verdrängte Brabec auch Armbruster, die ebenfalls starke 92 Meter weit sprang, aber dennoch hinter die Amerikanerin zurückfiel. Lisa Hirner dagegen, nur 13. nach dem Lauf, sprang bis auf den vierten Platz nach vorn. Brocard wurde Fünfte vor Nowak, Kainuma, Slamik, Dejori und Claudia Purker (AUT).
Zwischenstand Lauf Damen
Endergebnis Damen
Obermeyr Schnellster in der Loipe
Den Lauf der Männer im Massenstart entschied Fabio Obermeyr für sich. Der Österreicher, traditionell einer der schnellsten Läufer im Feld, benötigte 24:02,6 Minuten für die zehn Kilometer. Allerdings blieben ihm Aleksander Skoglund und Benedikt Gräbert dicht auf den Fersen. Beide kamen eine bzw. 1,1 Sekunden nach Obermeyr an und gingen mit dem identischen Rückstand von 0,3 Punkten ins abschließende Springen. Mit Rochat (FRA) als Viertem, Henry Johnstone (USA) als Fünftem, Iacopo Bortolas (ITA) als Sechstem, gefolgt von Joergen Berget Storsveen (NOR), Flatla (NOR), Tyrode (FRA) und Happonen (FIN) zeigte sich auch bei den Männern mit sieben Nationen unter den Top Ten nach dem Springen, wie breit aufgestellt die Nordische Kombination inzwischen ist.
Bortolas holt Sieg auf der Schanze
Im letzten Einzelwettkampf der COC-Saison holte sich Bortolas am Ende den Tagessieg. Mit einer Weite von 94,5 Metern und schönen Haltungsnoten erzielte er den besten Sprung (120,6 Punkte) des Wettkampfs und machte damit seinen Rückstand aus dem Lauf mehr als wett. Zweiter wurde Happonen, der mit 95 Metern die größte Weite des Tages erzielte, in der Endabrechnung aber 1,6 Punkte hinter dem Italiener blieb. Auch Flatla verbesserte sich von Rang acht auf den dritten Platz und verdrängte damit Obermeyr vom Podest. Der Österreicher wurde Vierter vor Aleksander Skoglund, Benedikt Gräbert, Storsveen, Tyrode, Kvamme und Domenico Mariotti (ITA).
Zwischenstand Lauf Herren
Endergebnis Herren
Mixed Team zum Abschluss
Der letzte COC-Wettbewerb der Saison sah Österreich nach der Sprungrunde des Mixed-Team-Wettbewerbs in Führung. Claudia Purker (82,5 m), Fabio Obermeyr (94,5 m), Christian Deuschl (89 m) und Lisa Hirner (89,5 m) kamen auf zusammen 423,7 Punkte. Norwegen folgte knapp mit 422,9 Punkten, nur eine Sekunde hinter Österreich, bevor es in das Skilanglaufrennen ging. Italien belegte den dritten Platz mit 403,9 Punkten, 20 Sekunden hinter der Spitze.In der Skilanglauf-Staffel – 5 km für die Männer und 2,5 km für die Frauen – erwies sich Norwegen erneut als unantastbar. Flatla, Mille Marie Hagen, Ida Marie Hagen und Skoglund holten Österreich schnell ein und zogen davon, um einen dominanten Sieg zu sichern. Österreich belegte den zweiten Platz, 1:14,9 Minuten zurück, während Deutschland – vertreten durch Christian Frank, Jenny Nowak, Nathalie Armbruster und Benedikt Gräbert – den dritten Platz belegte, 1:30,7 Minuten hinter den Siegern.
Zwischenstand Sprung Mixed Team
Endergebnis Mixed Team
Gesamtsiege an Malovrh und Flatla
Da der ursprünglich geplante COC in Lahti (FIN) Mitte März aus Kostengründen abgesagt worden war, bedeuteten die Wettkämpfe in Falun sowohl für Männer als auch Frauen den Abschluss der Saison. Während die Weltcup-Männer überwiegend beim Skifliegen am Kulm (AUT) antraten, hatte die Weltelite der Nordischen Kombiniererinnen an diesem Wochenende kein Event. Daher starteten viele der Weltcup-Starterinnen am Finalwochenende in der zweiten Liga. Dies führte wiederum dazu, dass die Top sechs der COC-Wertung in Falun nicht oder nur eingeschränkt am Start waren. Am Gesamtstand änderte sich daher auf den vorderen Plätzen nichts mehr. Der Gesamtsieg bei den Frauen ging damit an Tia Malovrh (SLO), ihre Landsfrau Masa Likozar Brankovic, mit der sie gemeinsam den Winter dominiert hatte, wurde mit 60 Punkten Rückstand Zweite. Platz drei ging an Lilly Großmann. Die Deutsche war am Freitag noch gestartet, verzichtete am Samstag aber auf eine Teilnahme. Anders als bei den Frauen zeigte sich Norwegen bei den Männern recht dominant, gingen doch gleich die ersten vier Plätze der Gesamtwertung an die Nordmänner. Der Gesamtsieg ging an Kasper Moen Flatla, obwohl dieser im Laufe der Saison zum Teil auch im Weltcup angetreten war und deshalb fünf COC-Wettkämpfe ausgelassen hatte. Zweiter wurde Storsveen (-54 Punkte) vor Kvamme (-55) und Even Leinan Lund. Bester Österreicher wurde Andreas Gfrerer auf Rang sechs. Bester Deutscher des Winters war Tristan Sommerfeldt als Achter, obwohl er ebenfalls nur sieben von 15 Wettkämpfen bestritten hatte. Norwegen sicherte sich bei den Männern auch klar die Nationenwertung vor Österreich und Deutschland. Bei den Frauen gewann dagegen das deutsche Team.
Gesamtwertung Damen
Gesamtwertung Herren
Nationenwertung Herren
Nationenwertung Damen







































