Nordische Kombination: Drei Wettkämpfe in Val di Fiemme

Joergen Graabak stand in Val di Fiemme bereits acht Mal auf dem Podest. © Volk/NordicFocus

Nach längerer Weltcuppause aufgrund zweier coronabedingter Absagen starten die Nordischen Kombinierer am kommenden Wochenende wieder ins Wettkampfgeschehen. Im italienischen Fleimstal stehen gleich drei Wettbewerbe auf dem Programm, darunter auch der erste Teamsprint der Saison.

Predazzo auf der Normalschanze

Die Großschanze ist heuer nicht einsatzbereit. © Modica/NordicFocus

Nachdem den Nordischen Kombinierern in dieser Saison erst zwei Weltcupwochenenden vergönnt waren, geht es jetzt so richtig los. Gleich acht Wettkämpfe innerhalb von drei Wochen stehen im Januar im Kalender. Den Auftakt machen die drei Wettbewerbe in Val di Fiemme. Nach dem provisorischen Wettkampfdurchgang am heutigen Donnerstag bestreiten die Athleten am morgigen Freitag den ersten von zwei Einzelwettkämpfen. Da die Großschanze aufgrund eines Erdrutsches im letzten Jahr noch nicht wieder sprungbereit ist, werden alle drei Wettkämpfe auf der Normalschanze (HS104) in Predazzo ausgetragen. Darauf folgen in den Einzelwettkämpfen jeweils Langlaufrennen über zehn Kilometer in Lago di Tesero.

Neuauflage des deutsch-norwegischen Duells?

Im Teamsprint in Val di Fiemme kaum zu schlagen: Joergen Graabak (l), hier beim Sieg mit Jarl Magnus Riiber 2020. © Volk/NordicFocus

Am Samstag findet zudem ein Teamsprint statt. Dabei treten die Athleten in Zweierteams an. Nach jeweils einem Sprung pro Athlet werden 15 Kilometer gelaufen, wobei sich die Athleten jeweils nach einer Runde abwechseln. Die Duelle hier waren in den letzten Jahren von den Deutschen und Norwegern dominiert, mit dem besseren Ende zumeist für die Nordmänner. Insbesondere Joergen Graabak stand hier bereits fünfmal im Teamsprint ganz oben auf dem Podest. Bisher lief es für den 29-Jährigen in dieser Saison eher durchwachsen, aber er hat schon oft bewiesen, dass ihm Val di Fiemme liegt. Man darf also gespannt sein.

Geiger in starker Form

Konnte bereits zwei Siege in Val di Fiemme feiern: Vinzenz Geiger (m). © Volk/NordicFocus

Dasselbe gilt auch für das deutsche Team, und hier insbesondere für Vinzenz Geiger. Der Oberstdorfer konnte hier bereits 2019 und 2020 jeweils im Einzel gewinnen. Geiger bewies zuletzt mit seinen beiden Siegen in Ramsau, dass er in starker Form ist. Aber auch das übrige Team sieht Bundestrainer Hermann Weinbuch nach Trainingslagern in Seefeld und Oberstdorf auf einem guten Weg: „Die Mannschaft hat sich gut präsentiert, wir kommen gut voran. Ich bin mit der Performance, speziell im Springen, zufrieden. Auch im Laufen sind wir stabil, und ich gehe davon aus, dass wir weiter gute Läufe zeigen werden.“ Dass die Wettkämpfe auf der Normalschanze ausgetragen werden, dürfte dem deutschen Team dabei entgegenkommen, da auf der Normalschanze die Zeitabstände nach dem Springen üblicherweise geringer sind als auf Großschanzen. Auch die schwere Strecke in Tesero liegt dem Team. „Letztes Jahr haben wir hier sehr erfolgreich agiert. Ich hoffe, dass wir unseren Aufwärtstrend, den wir zuletzt hatten, fortsetzen können“, so Weinbuch.

Zuwachs bei den Österreichern

Zwei Hoffnungsträger für Österreich: Johannes Lamparter (vorne) und Lukas Greiderer. © Volk/NordicFocus

Auch in Österreich freut man sich, dass es endlich wieder losgeht. Im bisherigen Saisonverlauf waren es insbesondere Johannes Lamparter und Lukas Greiderer, die Aufmerksamkeit erregten. Der erst 19-jährige Lamparter rangiert derzeit hinter dem norwegischen Spitzenreiter Jarl Magnus Riiber auf dem zweiten Rang im Gesamtklassement. Neu bei den Österreichern dabei ist Marc-Luis Rainer, der durch seine guten Leistungen beim Continental-Cup in Park City (USA) einen zusätzlichen Startplatz für das österreichische Team gewinnen konnte. Zudem rückt Junioren-Olympiasieger Stefan Rettenegger für den verletzten Franz-Josef Rehrl ins Weltcupteam.

Deutsche und österreichische Starter

Für den DSV stehen folgende Athleten am Start:

– Vinzenz Geiger– Fabian Rießle– Manuel Faißt– Eric Frenzel– Johannes Rydzek– Terence Weber– Julian Schmid

Folgende Kombinierer gehen für den ÖSV ins Rennen:

– Johannes Lamparter– Lukas Greiderer– Mario Seidl– Stefan Rettenegger– Marc-Luis Rainer– Martin Fritz– Lukas Klapfer– Thomas Jöbstl

Zeitplan

Freitag, 15.1.20219.00 Uhr: Probedurchgang HS 10410.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 10413.45 Uhr: Langlauf 10km
Samstag, 16.1.20219.00 Uhr: Probedurchgang HS 10410.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 10413.30 Uhr: Langlauf Teamsprint (2×7,5km)
Sonntag, 17.1.20218.45 Uhr: Probedurchgang/Qualifikation HS 10410.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 10413.15 Uhr: Langlauf 10km