Nordische Kombination: FIS und Velocity Ski League vereinbaren Zusammenarbeit zur Förderung der Nordischen Kombination - xc-ski.de Langlauf

Nordische Kombination: FIS und Velocity Ski League vereinbaren Zusammenarbeit zur Förderung der Nordischen Kombination

Der Internationale Skiverband (FIS) und die neu gegründete Velocity Ski League (VSL) haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet. Die internationale Liga mit sechs Mixed-Teams soll die Sichtbarkeit der Nordischen Kombination erhöhen, neue Vermarktungsmöglichkeiten schaffen und zusätzliche Einnahmen für den Sport generieren.

Neue Liga setzt auf internationales Teamformat

Wie FIS und VSL am Mittwoch mitteilten, haben beide Seiten ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, die langfristige Entwicklung der Nordischen Kombination zu unterstützen und neue Wachstumsimpulse für die Disziplin zu schaffen. Die Velocity Ski League ist eine neue internationale Wettkampfserie mit sechs gemischten Teams aus Spitzenathletinnen und -athleten der Nordischen Kombination. Das Format umfasst bei jeder Veranstaltung sowohl Einzel- als auch Mixed-Team-Wettbewerbe und soll die Sichtbarkeit des Sports erhöhen sowie neue Möglichkeiten für Fanbindung und Athletenvermarktung schaffen.

Ergänzung statt Konkurrenz zum Weltcup

Nach Angaben beider Partner versteht sich die Liga ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu bestehenden FIS-Wettbewerben. Vielmehr soll sie die Reichweite der Nordischen Kombination erweitern und neue Zielgruppen ansprechen. Dabei wollen FIS und VSL gemeinsam die traditionellen Werte der Sportart bewahren und gleichzeitig moderne Ansätze in den Bereichen Präsentation, Storytelling und Vermarktung nutzen.

Billy Demong sieht neue Chancen für Athleten

Bill Demong (USA) wurde Olympiasieger und Weltmeister in der Nordischen Kombination. (Archivbild) © Felgenhauer/NordicFocus

Olympiasieger Billy Demong, Mitgründer der VSL, bezeichnete die Liga als „echten Durchbruch“ für die Athletinnen und Athleten. Denn: „Die Liga übernimmt die finanziellen Verantwortungen für Veranstaltungsorte und den Betrieb, was uns die Freiheit gibt, zu experimentieren und neue Erfahrungen zu bieten, ohne die Last auf Athleten oder freiwillige Strukturen zu legen. Diese Unabhängigkeit erlaubt es unserem Sport, auf seine eigene Art zu wachsen,“ erläutert Demong.

Nachhaltiges Geschäftsmodell im Fokus

Auch VSL-Mitgründer Jon Voigtman betonte den nachhaltigen Ansatz des Projekts. Das Geschäftsmodell sei darauf ausgelegt, zusätzliche Einnahmen für die Nordische Kombination zu generieren und die Verbindung zwischen Fans und Athleten zu stärken: „Fans verfolgen Sport, weil sie eine Verbindung zu den Athleten und ihren Geschichten spüren. Die Nordische Kombination hat bereits eine sehr leidenschaftliche Fangemeinde. Die Weltmeisterschaften haben bestätigt, dass die Nachfrage echt und erheblich ist. Unsere Arbeit besteht darin, das Geschäftsmodell aufzubauen, das diese Community trägt und wachsen lässt,“ wird Voigtman von der FIS zitiert.

FIS unterstützt das Projekt uneingeschränkt

FIS-Renndirektor Lasse Ottesen (NOR) © Thibaut/NordicFocus

Von Seiten der FIS begrüßte der Renndirektor der Nordischen Kombination, Lasse Ottesen, die Initiative ausdrücklich. Besonders mit Blick auf die Weiterentwicklung der Nordischen Kombination der Frauen sieht er in der Liga zusätzliche Chancen: „Die Nordische Kombination entwickelt sich nicht nur in die traditionelle Richtung, sondern unternimmt auch Schritte, um unsere Athleten der Welt auf modernere Weise zu präsentieren. Die FIS unterstützt diese Initiative zu 100 Prozent, weil sie der Nordischen Kombination als Disziplin einen bedeutenden Mehrwert bietet.“

Nachwuchsgewinnung als langfristiges Ziel

Ein zentrales Ziel bleibt dabei die Gewinnung neuer Zielgruppen und insbesondere junger Menschen für die Nordische Kombination. Gemeinsam wollen FIS und VSL eine neue Plattform für die Nordische Kombination aufbauen, die die bestehende Wettbewerbsstruktur ergänzt und gleichzeitig hilft, den Sport einem neuen Publikum weltweit näherzubringen. Weitere Details, wie etwa einen möglichen Wettkampfkalender, wurden bislang nicht präsentiert.

Die mobile Version verlassen
Die mobile Version verlassen