Die beiden Titelverteidiger des letzten Jahres haben es an Tag zwei des Nordic Combined Triples in Seefeld (AUT) aufs Podest geschafft. Vinzenz Geiger (GER) gewann vor Johannes Lamparter (AUT) und Jens Luraas Oftebro (NOR). Nathalie Armbruster (GER) wurde Dritte hinter Siegerin Ida Marie Hagen (NOR) und Alexa Brabec (USA).
Sprungsieg für Brabec
Der Sieg im Springen der Frauen ging an Vortagessiegerin Alexa Brabec, die mit 104 Metern klar die größte Weite erzielte. Zwar bedeutete dies nur Rang zwei nach Punkten, doch in Addition mit den Punkten der Triple-Wertung, die mit eingerechnet werden, setzte sich Brabec auf die Pole Position für das Compact-Rennen. Zweitweiteste, trotz einer Luke weniger Anlauf, war Ingrid Laate (NOR) mit 102 Metern, doch die Trägerin des blauen Trikots der besten Springerin hatte 19,4 Punkte Rückstand auf Brabec vom Vortag mitgebracht, so dass sie auf Platz vier lag. Vor ihr platzierten sich Hagen als Zweite (98,5 m) und Ema Volavsek (SLO) als Dritte. Armbruster hatte mit 95,5 Metern nur den 15.-besten Sprung, doch aufgrund ihres Punktepolsters landete sie auf dem fünften Zwischenrang. Hinter ihr komplettierten Yuna Kasai (JPN), Katharina Gruber (AUT), Annika Malacinski (USA), Heta Hirvonen (FIN) und Yuzuki Kainuma (JPN) die Top Ten.
Armbruster erkämpft Podium
Im Compact-Rennen, bei dem die Athleten mit festgelegten Zeitabständen starten, fackelte Hagen nicht lange und übernahm die Führung. Brabec konnte jedoch lange mithalten und geriet erst auf der letzten Runde einige Sekunden ins Hintertreffen. Allerdings war auch sie schnell genug, um die Konkurrenz problemlos hinter sich zu halten. Am Ende hatte Brabec 26 Sekunden Rückstand auf Hagen. Armbruster, als Fünfte ins Rennen gegangen, musste sich mit Tara Geraghty-Moats auseinandersetzen. Die Amerikanerin war vom zwölften Platz zu Armbruster aufgeschlossen, konnte am Ende das Tempo der Deutschen jedoch nicht mitgehen. Armbruster dagegen hatte Kraft genug, um ihrerseits sogar auf die vor ihr laufende Marte Leinan Lund (NOR), die von Platz 17 kommend zwischenzeitlich bis auf Platz drei nach vorn gelaufen war, aufzuschließen. Im Zielsprint kämpften die beiden Kopf an Kopf um den letzten Podestplatz, mit dem besseren Ende für Armbruster. Lund wurde Vierte vor Geraghty-Moats und Yuna Kasai, Volavsek wurde Siebte vor Minja Korhonen (FIN), Malacinski und Gruber. Jenny Nowak (GER) machte ebenfalls einige Plätze gut, sie wurde Zwölfte.
Stefan Rettenegger in Führung
Bei den Männern dominierten erneut die Österreicher das Springen. Während Thomas Rettenegger mit 104 Metern die größte Weite erzielte, blieb sein Bruder Stefan nur um einen Meter dahinter. Dies gelang auch Einar Luraas Oftebro (NOR), während Lamparter auf 100,5 Meter kam. Im reinen Sprungergebnis lagen damit die beiden Rettenegger-Brüder an der Spitze. in der Addition der Ergebnisse vom Vortag führte Stefan Rettenegger vor Lamparter, Einar Oftebro und Thomas Rettenegger. Der starke Läufer Andreas Skoglund (NOR), Dritter des Vortages, war als Fünfter ebenfalls in Schlagdistanz. Doch mit Ilkka Herola (FIN), Wendelin Thannheimer (GER), Richard Stenzel (GER), Jens Oftebro und Geiger lagen weitere starke Läufer in den Top Ten. Auch Johannes Rydzek (GER) lag als Zwölfter noch gut im Rennen.
Geiger taktiert und siegt
Im Lauf kristallisierte sich zunächst eine achtköpfige Spitzengruppe heraus, die sich auf der finalen Runde auf vier reduzierte. Stefan Rettenegger, Geiger, Jens Oftebro und Lamparter gingen gemeinsam in den letzten steilen Anstieg. Dort versuchte Rettenegger mit einem Angriff die Lücke aufzureißen, doch die anderen waren bis zum höchsten Punkt wieder herangerückt. Geiger schien zunächst einige Meter zurückzufallen, auch in der anschließenden Abfahrt hing er einige Meter hinter dem Spitzentrio zurück, die fast gleichauf in Richtung Stadion rasten. Wenige Meter vor dem letzten kleinen Anstieg hinauf ins Stadion rauschte Geiger jedoch wieder von hinten heran, schloss zunächst auf und lieferte sich mit Lamparter dann einen packenden Sprint um den Tagessieg. Diesen konnte Geiger um 0,2 Sekunden gegen Lamparter für sich entscheiden. Jens Oftebro wurde 2,3 Sekunden hinter Geiger Dritter, Szefan Rettenegger Vierter (+4,1 sec). Herola und Einar Oftebro sprinteten ihrerseits um Platz fünf, mit dem besseren ende für den Finnen. Andreas Skoglund wurde Siebter vor Rydzek, Lukas Greiderer (AUT) und Kristjan Ilves (EST). Stenzel wurde starker Elfter.
Stimmen zum Wettkampf
Ida Marie Hagen (NOR)„Dieser Sieg fühlt sich wirklich gut an, und ich bin so glücklich, meine Freunde und Familie hier zu haben, und ich freue mich, das TRIPLE anzuführen. Es ist so cool, Alexa auch bei mir zu haben, und Marte war heute wirklich nah am Podium, also hoffe ich auf einen besseren Tag für sie morgen.“
Alexa Brabec (USA)„Ich bin definitiv zufrieden. Für morgen werde ich versuchen, einfach das gleiche Tempo beizubehalten. Gute Sprünge, gutes Skifahren, und wir werden sehen, wie es sich am Ende entwickelt.“
Nathalie Armbruster (GER)„Es fühlt sich so, so gut an, hier wieder auf dem Podium zu stehen. Es war ein hartes Rennen, aber am Ende fühlte ich mich stark genug, um Marte zu schlagen. Ich bin wirklich, wirklich zufrieden mit meinem starken Finish-Sprint.“
Vinzenz Geiger (GER)„Ich glaube, das ist ein perfekter Samstag mit einem Sieg und einem perfekten Start in den letzten Tag. Aber es war wirklich, wirklich knapp, also ist morgen ein neuer Tag mit neuen Chancen für alle. Aber ich denke, wenn ich ein bisschen besser springen kann, dann ist alles möglich.“
Johannes Lamparter (AUT)„Wie du gesagt hast, war es ein wirklich gutes Rennen von Stefan und mir und ich dachte, das Tempo war gut, aber diese Jungs hinter uns waren heute einfach unglaublich. Sie haben alles aufgeholt und selbst in den Sprints war Vinz einfach ein bisschen schneller, und darüber mache ich mir ein bisschen Sorgen. Aber wir haben noch einen letzten Tag, also richten sich meine Augen auf morgen. Aber gerade jetzt freue ich mich wirklich auf eine schöne Siegerehrung heute Abend in Seefeld.“
Jens Luraas Oftebro (NOR)„Der dritte Platz fühlt sich gut an. Es war schön, auf dem Podium zu stehen. Ich bin ein wenig enttäuscht nach meinem Sprung. Es war nicht der beste und ich bin etwas zu weit hinten gestartet. Ich habe versucht, sie einzuholen, aber das hat mich viel gekostet, obwohl Vinzenz hinter mir gestartet ist und gewonnen hat. Es war also möglich, aber trotzdem ein guter Tag. Noch ein Tag, also ist es immer noch eine gute Gelegenheit, um den Sieg zu kämpfen.“
Zwischenstand Sprung DamenEndergebnis DamenZwischenstand Sprung HerrenEndergebnis Herren
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