Nordische Kombination: Zwei deutsche Teams auf dem Podium - xc-ski.de Langlauf

Nordische Kombination: Zwei deutsche Teams auf dem Podium

Terence Weber (GER), Manuel Faisst (GER), Jarl Magnus Riiber (NOR), Joergen Graabak (NOR), Johannes Rydzek (GER), Vinzenz Geiger (GER), (l-r) © THIBAUT/NordicFocus

Beim Teamsprint der Nordischen Kombination in Lahti sind gleich zwei deutsche Teams auf dem Podest gelandet. Das Duo Terence Weber/ Manuel Faißt setzte sich dabei gegen die beiden Oberstdorfer Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger durch. Es siegte Team Norwegen I mit Joergen Graabak und Jarl Magnus Riiber.

Weber und Faißt sprungstark

Terence Weber (GER) wurde Sprungsieger in seiner Gruppe. © Sandra Volk

So viele lachende deutsche Gesichter gab es in der Nordischen Kombination in letzter Zeit selten. Bereits nach dem Springen herrschte Optimismus, denn das Duo Weber/ Faißt lag nur elf Sekunden hinter den führenden Norwegern zurück. Zwar hatte Jarl Riiber einmal mehr das Springen dominiert. Doch Terence Weber mit 124,5 Metern blieb nur zweieinhalb Meter hinter dem norwegischen Überflieger zurück, und auch Manuel Faißt trug mit seinen 119,5 Metern zur guten Ausgangsposition von Team Deutschland I bei. Auf Rang zwei zwischen den Deutschen und den Norwegern platzierten sich die beiden Japaner Ryota Yamamoto und Akito Watabe, sieben Sekunden hinter Norwegen.

Auch Deutschland II mit guter Ausgangslage

Jarl Magnus Riiber (NOR) war einmal mehr der stärkste Springer. © THIBAUT/NordicFocus

Während Vinzenz Geiger am heutigen Tag wieder etwas besser auf der Schanze zurechtkam, hatte Johannes Rydzek nach wie vor seine Probleme. Nur 110 Meter für ihn und 117,5 Meter für Geiger bedeuteten zunächst Rang sieben, 1:13 Minuten hinter den führenden Norwegern zurück. Dazwischen hatten sich noch das zweite Team aus Norwegen und die beiden österreichischen Teams platziert. Da die beiden Oberstdorfer aber bekanntermaßen sehr laufstark sind, war dennoch etwas möglich.

Taktik fürs Rennen: „Vollgas“

Johannes Rydzek (GER) © Modica/NordicFocus

„Vollgas“, lautete denn auch die Taktik für die DSV-Athleten. Während Deutschland I lange Zeit gemeinsam mit Japan I lief, arbeitete sich Deutschland II Stück für Stück an die beiden österreichischen Teams, dann an Norwegen II und schließlich auch noch an Japan I zunächst heran und dann vorbei. Nachdem Akito Watabe sich rundenlang an Faißt festbiss, hatte er auf seiner dritten Runde Pech, als er beinahe stürzte und sich den Stock brach. Zwar bekam er sofort einen neuen gereicht, aber Faißt konnte den Moment nutzen um sich etwas abzusetzen. Noch beim letzten Wechsel lag Japan auf dem dritten Rang, während Johannes Rydzek auf seiner letzten Runde die beiden Österreicher überholen konnte. Geiger mit der schnellsten Laufzeit des Tages schnappte sich Watabe, an Faißt kam er jedoch nicht mehr heran.

Erstes Podium für Weber

Manuel Faisst (GER) und Terence Weber freuen sich über den zwieten Platz. © Sandra Volk

„Manu und ich hatten beide gute Sprünge und super Ski. Ich selbst hatte überhaupt einen sehr guten Tag“, freute sich Weber über sein erstes Podium überhaupt. Und auch Rydzek freute sich, endlich einmal wieder auf dem Podium zu stehen. „Dieser Winter ist nicht einfach für mich. Hierher kam ich aber mit einem guten Gefühl. Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg. Ich bin super happy und stolz über unseren dritten Platz und freue mich auch für Manu und Terence.“

Riiber bricht Lahti-Fluch

Jarl Magnus Riiber (NOR) wird von Joergen Graabak in Empfang genommen. © THIBAUT/NordicFocus

Und ganz vorne? Alles beim Alten, könnte man meinen. Und doch war einiges anders. Denn Riiber und Lahti, das war in der Vergangenheit keine Liebesbeziehung. 2015 im Teamsprint kollidierte er im Finale mit Rydzek. 2016 verlief er sich im Einzelwettkampf in Führung liegend kurz vor dem Ziel und wurde disqualifiziert. Tags darauf kugelte er sich in der letzten Runde beim Teamsprint die Schulter aus und musste aufgeben. 2017 kugelte er sich beim Anziehen des Sprunganzugs die Schulter erneut aus. Bei der WM einige Wochen später ebenfalls in Lahti stand er nicht im norwegischen Team. Bei seinem dritten Teamsprint schließlich klappte es. „Aller guten Dinge sind drei. Es ist immer wichtig, den richtigen Teamkollegen zu haben“, grinste Joergen Graabak, der sich selbst und seinem Kollegen eine „stabile und starke Leistung“ attestierte. Und er freute sich auf den Einzelwettkampf morgen: „Zwar sind mit Jarl, Ilkka Herola und einigen anderen einige starke Athleten im Rennen. Ich denke aber, wenn ich eine Leistung wie heute bringe, bin ich schwer zu schlagen“, schaute Graabak bereits voraus.

Zwischenstand Sprung

Endergebnis

Bildergalerie

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