Stadaas und Fleten gewinnen verschneiten Marcialonga - xc-ski.de Langlauf

Stadaas und Fleten gewinnen verschneiten Marcialonga

Der Marcialonga, als erstes großes Highlight in der Skimarathon Saison, fiel in diesem Jahr durch starken Schneefall, fordernde Bedingungen und knappe Entscheidungen auf. Besonders bei den Herren war die Entscheidung sehr knapp mit dem besten Ende für Kasper Stadaas. Bei den Damen setzte sich Emilie Fleten am Schlussanstieg entscheidend ab.

Dritter Sieg im dritten Rennen für Team Aker Daehlie

Top 3 Herren Marcialonga 2026 © Vanzetta/NordicFocus

Heftiger, nicht nachlassender Schneefall prägte die 53. Ausgabe des Marcialonga. Dies sorgte zwar für winterliche Optik auf dem 70 Kilometer langen Kunstschneeband im Val di Fassa und Val di Fiemme, forderte die Läuferinnen und Läufer jedoch zusätzlich. Im Rennen der Herren sorgte dies außerdem dafür, dass das Hauptfeld etwa das halbe Rennen aus 100 Läufern bestand. In Canazei, nach rund 19 gelaufenen Kilometern, setzte sich Thomas Bing (eD system RSJ Team) in Szene und sammelte die volle Punktzahl vor Gabriel Strid (Team GS8) und Vebjørn Moen (Team Eksjöhus) ein. Moen versuchte sich auf dem Weg zum zweiten Zwischensprint des Tages in Predazzo abzusetzen. Der Norweger im Grünen Trikot wurde jedoch schnell wieder eingeholt. Nichtsdestotrotz sicherte er sich in Predazzo nach 45 Kilometern die 30 Sprintpunkte. Strid wurde erneut Zweiter und Herman Paus (Team Rmaudden) Dritter. Anschließend gab es auf dem Weg zum Schlussanstieg mehrere Attacken, die jedoch alle nicht erfolgreich waren, sodass immer noch über 60 Läufer innerhalb von einer Minute in den berühmt-berüchtigten Schlussanstieg Cascata gingen. Kasper Stadaas (Team Aker Daehlie) präsentierte sich dort sehr stark und holte seinen zweiten Saisonsieg vor Teamkollege Amund Riege. Für das Team Aker Daehlie war dies auf Herrenseite bereits der dritte Sieg im dritten Saisonrennen. Alvar Myhlback (Lager 157 Skiteam), der in den nächsten Wochen bei Olympia starten wird, rettet Platz Drei vor seinen beiden Teamkollegen Oskar Kardin und Einar Kalland–Olsen. Thomas Bing landete am Ende als bester Deutscher auf Platz 49.

Fleten am Schlussanstieg die Stärkste

Emilie Fleten (NOR), Marcialonga 2026 © Vanzetta/NordicFocus

Die Damen starteten fünf Minuten nach den Herren und hier wurde von Anfang an ein hohes Tempo angeschlagen, sodass kurzzeitig nur noch acht Läuferinnen in der Spitzengruppe waren. Bis zum ersten Zwischensprint vergrößerte sich die Gruppe jedoch wieder ein bisschen. Anikken Gjerde Alnaes (Team Engcon) machte hier ihre Ambitionen in der Sprintwertung deutlich und sammelte die maximale Punktzahl ein. Jenny Larsson (157 Skiteam) und Emilie Fleten (Team Rmaudden) folgten auf Position Zwei und Drei. Und auch beim zweiten Zwischensprint, 25 Kilometer vor dem Ziel, bestand die Spitzengruppe der Damen nach wie vor aus 13 Läuferinnen. Dieses Mal sicherte sich Silje Oyre Slind (Team Aker Daehlie) die 30 Punkte, gefolgt Larsson und Alnaes. Anschließend wurde, wie bei den Herren zuvor, das Tempo erhöht, sodass unter anderem Stina Nilsson (Team Ragde Charge) abgehängt wurde. Kurz vor dem finalen Anstieg konnte sich eine Vierergruppe mit wenigen Sekunden absetzen. Emilie Fleten, Jenny Larsson, Silje Oyre Slind und Julie Kvale Støstad (Team Ramudden) kämpften um den Tagessieg. Støstad musste jedoch als erste abreißen lassen und wurde noch von Alnaes eingeholt, sodass sie am Ende auf Platz Fünf landete. Top-Favoritin Emilie Fleten wurde ihrer Rolle gerecht, spielte ihre Stärke am Berg aus und holte einen souveränen Sieg. Silje Oyre Slind folgte 19 Sekunden dahinter auf Platz Zwei und Jeny Larsson belegte mit 32 Sekunden Rückstand Platz Drei. Die Österreicherin Anna Schmidhofer (Team Internorm Trentino) lief als beste deutschsprachige Starterin auf einen sehr guten 21. Rang.

Myhlback und Nilsson Skier of the Day

Alvar Myhlback (SWE), Stina Nilsson (SWE), l-r, Marcialonga 2026 © Vanzetta/NordicFocus

In der Wertung des Skier of the Day, die in diesem Jahr eingeführt wurde, wählten die Fans Alvar Myhlback und Stina Nilsson auf den ersten Platz. In der Wertung um das Gelbe Trikot übernimmt Kasper Stadaas die Führung von Teamkollege Amund Riege. Anikken Gjerde Alnaes verteidigte ihre Führung, ebenso wie in der Wertung um das Grüne Trikot. Bei den Herren bleibt dies auf den Schultern von Vebjørn Moen. In der Bergwertung liegen nun Silje Oyre Slind sowie Amund Riege in Führung. Riege führt außerdem die Nachwuchswertung an, bei den Damen verteidigt Louise Lindström dort ihre Führung.

Ergebnisse Marcialonga

 

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