Biathlon Weltcup Hochfilzen: Roeiseland gewinnt Verfolgung und übernimmt Führung im Gesamtweltcup

Marte Olsbu Roeiseland (NOR) © Manzoni/NordicFocus

Die Norwegerin Marte Olsbu Roeiseland gewinnt die Verfolgung beim Biathlon Weltcup in Hochfilzen und übernimmt damit auch die Führung in der Gesamtweltcupwertung. Die Weissrussin Dzinara Alimbekava bestätigt ihr Sprintergebnis und wird Zweite vor der Französin Julia Simon. Durchwachsenes Ergebnis der deutschen Damen mit zu vielen Fehlern am Schießstand. 

Marte Olsbu Roeiseland holt sich Sieg und gelbes Trikot

Marte Olsbu Roeiseland (NOR) © Manzoni/NordicFocus

Obwohl die Norwegerin Marte Olsbu Roeiseland zwei Mal in die Strafrunde musste und mit einem Rückstand auf die Sprintsiegerin Dzinara Alimbekava ins Rennen ging, gewann sie bei leichtem Neuschnee aber bei absolut windstillen Bedingungen am Ende das Verfolgungsrennen in Hochfilzen mit 13,9 Sek. Vorsprung. Alimbekava war im blauen Trikot der derzeit Besten unter 25jährigen als Gejagte unterwegs und behielt auch die Führung bis zum zweiten Schießen. Ab da eroberte die Norwegerin Roeiseland die Spitze, ließ Alimbekava, die jede Schießeinlage fehlerfrei absolvierte, beim entscheidenden Schießen noch eine winzige Chance, als sie eine Strafrunde kassierte und nur 2,6 Sek. vor der Weissrussin auf die Schlussrunde ging. In bestechender Laufform (2. Laufzeit) setzte sich Roeiseland auf dem Weg zum Ziel deutlich ab und holte sich den ersten Weltcupeinzelsieg dieser Saison vor Dzinara Alimbekava, die seit dieser Saison von dem Österreicher Reinhold Gössweiner trainiert wird. Rang drei ging an die Französin Julia Simon, die trotz dreier Strafrunden von Platz sechs auf das Podest lief. 

Hanna Oeberg verbessert sich um 25 Plätze

Hanna Oeberg (SWE) © Manzoni/NordicFocus

Die Schwedin Hanna Oeberg nahm mit 1.15 Min. Rückstand die Verfolgung auf, verbesserte sich mit der absolut schnellsten Laufzeit um 25 Plätze nach vorne und am Ende fehlten ihr nur 3,6 Sek. auf den Podestplatz. Obwohl sie als Dritte auf die Schlussrunde ging, musste sie sich der starken Französin Julia Simon im Kampf um den letzten Podestplatz geschlagen geben. Auch für das gelbe Trikot reicht es trotz ihres hervorragenden Auftritts mit vier fehlerfreien Schießeinlagen nicht mehr. Das trägt nächste Woche zu Beginn des zweiten Weltcups in Hochfilzen die Norwegerin Marte Olsbu Roeiseland.  Hinter Hanna Oeberg belegte die Norwegerin Karoline Offigstadt Knotten den fünften Rang vor Dorothea Wierer, die am Schießstand zwei Scheiben stehen ließ und auch läuferisch nicht an die Spitzenzeiten herankam. 

Zu viele Fehler am Schießstand

Es ist das alte Lied – zu viele Fehler am Schießstand verhinderten einen besseren Ausgang des Verfolgungsrennens für die deutschen Damen. Franziska Preuß von einem aussichtsreichen dritten Rang gestartet, fiel nach dem ersten Fehler beim zweiten Schießen etwas zurück, brachte dann die Null und hatte bis zum letzten Schießen Chancen auf das Podest. Beim letzten Anschlag schoss sie mit viel Risiko, leider zwei Fehler, und war damit aus dem Rennen um das Podest. Auf der Schlussrunde gab sie nochmal alles und sicherte sich Rang acht. „Ich weiß, achter Platz ist im Weltcup auch schwer zu erreichen, da muss man um jeden Top-10-Platz froh sein, aber es ist trotzdem ärgerlich, weil ich zum Schluss nochmal zwei Fehler geschossen habe. Da wäre schon noch was möglich gewesen nach vorne, aber ja ich bin dann als Neunte raus und hab noch mal voll um den achten Platz gekämpft, hab ihn gewonnen. Es war am Schießstand eine gute Serie dabei, die speichere ich ganz fest ab und dann geht es nächste Woche wieder weiter. Dann schaue ich, dass ich da wieder anknüpfen kann“, so Franziska Preuß nach dem Wettkampf, die sich tatsächlich in dem zuschauerleeren Stadion von den Worten des Stadionsprechers etwas irritieren ließ und im Übrigen mit den Platzierungen der ersten Woche in Hochfilzen zufrieden war. 

Janina Hettich trotz Sturz zweitbeste Deutsche

Janina Hettich (GER) © Manzoni/NordicFocus

Die Schwarzwälderin Janina Hettich ging von Position 13 aus ins Rennen, blieb bei den ersten beiden Schießeinlagen fehlerfrei und fiel dann nach einem Sturz etwas zurück. Am Ende belegte sie Rang 24. Nach dem Rennen sagte sie:  „Mir fiel es heute ganz schwer, hab mich auch gar nicht gut gefühlt, dann hatte ich auf der zweiten Runde auch noch einen Sturz. Da war am Schießstand etwas Schadensbegrenzung angesagt. Auf der Strecke waren ein paar Furchen und die waren eisig, und da passiert es ganz schnell, dass es einem den Ski wegzieht und durch dieses etwas dunkle und bewölkte Wetter sah man die Konturen schlecht und wenn man da was übersieht, dann liegt man schnell. Sprint und Staffel waren super, da hatte ich ein super Gefühl. Heute war leider nicht ganz so gut, aber ich freue mich auf die zweite Woche in Hochfilzen. Direkt hinter ihr platzierte sich Denise Herrmann und Maren Hammerschmidt wurde 38. 

Aufholjagd der Schweizerin Lena Häcki

Lena Haecki (SUI) © Manzoni/NordicFocus

Unzufrieden mit ihrem Sprintergebnis war auch die Schweizerin Lena Häcki. Von Rang 38 aus hatte sie die Verfolgung aufgenommen, lief kurzzeitig in den T0p-10 und belegte am Ende mit der fünften Laufzeit Rang 11, direkt hinter der Österreicherin Lisa Theresa Hauser.  

Ergebnis Verfolgung Damen

Hier findet Ihr das weitere Wettkampfprogramm von Hochfilzen

Weltcupgesamtstand Damen nach Hochfilzen I

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