Gsiesertal-Lauf: Eine Idee, eine Vision, viele Emotionen

Spitzengruppe © Newspower Canon

Ob Top-Star oder Hobbyläufer, beim Gsiesertal-Lauf trifft sich seit 1984 die Skilanglauf-Szene zu einem einzigartigen Event aus sportlicher Herausforderung, in beeindruckender Landschaft und mit genussreicher Verpflegung.

Beeindruckende Siegerliste

Viele Top-Stars des Langlaufsports haben bisher am Gsiesertal-Lauf teilgenommen, viele davon scheinen auch auf der Sieger-Ehrentafel auf. So etwa der norwegische Olympiasieger und Weltmeister Anders Aukland oder der austro-russische Staffelweltmeister Michail Botwinow, weiters die italienischen Olympiasieger Silvio Fauner und Giorgio di Centa oder Ole Einar Björndalen, mit acht olympischen Goldmedaillen der erfolgreichste Biathlet aller Zeiten. Anderen wiederum, wie der Langlauf-Legende Björn Dahlie (achtfacher Olympiasieger) oder dem Kasachen Wladimir Smirnow blieb ein Sieg im Gsiesertal verwehrt.

Noch nie ausgefallen

Der Gsiesertal-Lauf hält zudem einen ganz besonderen Rekord: Seit der ersten Ausgabe im Jahre 1984 ist das Rennen nicht ein einziges Mal ausgefallen. Und darauf sind die Organisatoren rund um Präsident Walter Felderer mächtig stolz. In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein zaubern die Organisatoren selbst dann eine Loipe in die Landschaft, wenn der gesamte Alpenbogen unter chronischem Schneemangel leidet. Eine Tatsache, die die Langlauf-Begeisterten aus aller Welt sehr schätzen. Mit über 2.300 Teilnehmern kommen jährlich genauso viel Teilnehmer, wie das Tal Einwohner hat. 2016 wurde der 60.000 „Finisher“ gezählt: Herr Valdis Kokoriss aus Lettland. Verwunderlich ist das nicht, sind doch jährlich Langläufer aus bis zu 40 Nationen am Start. Sie kommen aus allen Winkeln dieser Erde um die Einzigartigkeit des Gsiesertal-Laufes zu genießen.

Freie Streckenwahl

In der Loipe können sie das über 30 oder 42 Kilometer erleben und zwar in der klassischen oder in der freien Technik. Wer den Kampf gegen die Uhr scheut, kann auf der Originalstrecke im Rahmen des „Just for Fun“ mitmachen. Seit dem Jahr 2016 gibt es auch den Business Run. Dabei laufen drei Freunde je 30 Kilometer. Der Nachwuchs aus Nah und Fern ermittelt auf einer drei oder fünf Kilometer langen Schleife im Rahmen des „Mini-Gsiesers“ seine Sieger. Die 42-Kilometer-Schleife verbindet die drei Hauptorte des Gsiesertales im Nordosten Südtirols mit Taisten. Von St. Martin führt die Strecke zuerst talauswärts Richtung Pichl, weiter nach Taisten (Gemeinde Welsberg/Taisten), dann wieder zurück und vorbei an St. Martin, hinauf nach St. Magdalena zum Talschluss und dann wider retour nach St. Martin. Die Strecke ist meist flach, die 200-Meter-Steigung Richtung St. Magdalena hat es allerdings in sich. Hier fällt meistens die Entscheidung über den Sieg.

Einzigartige Verpflegung

Einzigartig ist der „Gsieser“ auch wegen der Verwurzelung und des Zusammenhalts im Tal. Alle 14 Amateursportvereine sind in die Organisation eingebunden, 450 freiwillige Helfer sorgen dafür, dass es den Teilnehmern an nichts fehlt. Einzigartig ist nicht nur die Landschaft inklusive Dolomitenblick, einzigartig ist auch die Verköstigung. Die besten Köche des Tales versorgen jährlich gemeinsam mit 30 Küchengehilfen die Teilnehmer an den sieben Verpflegungsstellen entlang der Strecke und im Festzelt in St. Martin. Höhepunkt des Gourmet-Menüs ist der Apfelstrudel – 250 Laufmeter braucht es, um alle Gaumen zu befriedigen. Kein Wunder, dass die Bettenkapazität im Tal schon längst nicht mehr reicht, um alle Teilnehmer und Gäste unterzubringen. Und wenn selbst die Langlauf-verrückten Skandinavier immer zahlreicher ins Gsieser Tal kommen, dann ist das wohl der beste Beweis für die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung.

Mehr zum Gsiesertal-Lauf hier: www.valcasies.com