Oslo/Holmenkollen: Endspurt in den Weltcup Winter im Langlauf und Nordische Kombination - xc-ski.de Langlauf

Oslo/Holmenkollen: Endspurt in den Weltcup Winter im Langlauf und Nordische Kombination

Weltcup am Holmenkollen in Oslo (NOR) © Hemmersbach/NordicFocus

Unaufhaltsam nähert sich der Winter in der Nordischen Kombination und im Langlauf dem Ende. Beide Sportarten sind nun in Oslo zu Gast – wie auch die Skispringer. Die Kombinierer haben nach Oslo nur noch ihr Finale in Schonach, für die Langläufer geht es nach dem Holmenkollen noch nach Drammen, Falun und zum Finale nach Kanada.

Langlauf: Diesmal erst Oslo, dann Drammen

Klassiksprint in Drammen und Massenstart im freien oder klassischen Stil am Holmenkollen – so läuft normalerweise die norwegische Weltcupwoche im März ab. Diesmal geht es zuerst nach Oslo, bevor in Drammen 45 Kilometer weiter südlich am Mittwoch vor der Drammener Kathedrale um den Sprintsieg auf der charakteristischen, langen und steilen Zielgeraden in der 65.000 Einwohner-Stadt gekämpft wird. Dank Bonussprints, Skiwechsel-Option und dem Prestige, am Holmenkollen zu gewinnen und vielleicht Revanche für die Weltmeisterschaften zu nehmen, werden es wieder einmal spannende Rennen am Fuße des Osloer Holmenkollens werden. Für die Herren gibt es sechsmal Bonuspunkte abzuräumen, für die Damen besteht viermal die Chance – wenn man zu diesem Zeitpunkt nicht ohnehin schon allein unterwegs ist, wie es bei Therese Johaug wieder stark zu vermuten ist. Gelaufen wird auf der traditionellen 8,3 Kilometer-Runde, für die Damen dreimal, für die Herren sechsmal. Am Ende laufen die Damen noch einmal die fünf schwierigsten Kilometer zum Frognerseteren, um auf ihre Gesamtdistanz zu kommen. Hauptscharfrichter ist dabei der lange Anstieg bis Kilometer 2,75, der sowohl auf der 8,3 als auch auf der 5 Kilometer-Runde zu bewältigen ist. Im weiteren Verlauf der langen Runde folgen weitere kleinere Anstiege in Stadionnähe.

Pause für verschiedene Langläufer

Beim Langlauf Weltcup am Holmenkollen über 30 und 50 Kilometer Massenstart im klassischen Stil sind aus Norwegen viele Stars am Start mit sieben WM-Starterin und vier WM-Starterinnen plus einigen weiteren Athleten. Etwas überraschend zählt auch Johannes Høsflot Klæbo zum Aufgebot, für den die 50 Kilometer trotz Massenstart sehr lang werden können und werden. Erst gestern wurde der 22-Jährige in Trondheim wegen seines Verkehrsunfalls im Dezember zu 16 Tagen Haft mit zwei Jahren Bewährung und 10.000 NOK Geldstrafe verurteilt. Bei den Schwedinnen wird Frida Karlsson nach den langen 30 Kilometern in Seefeld mehr oder weniger eine Pause gegönnt, die sie aber bei den Schwedischen Junioren-Meisterschaften verbringt. Im russischen Team fehlt der eine oder andere mögliche Starter wegen der Universiade im heimischen Krasnoyarsk. Anders als ursprünglich geplant wird auch Teresa Stadlober nicht in Oslo an der Startlinie stehen: „Leider bin ich gesundheitlich immer noch nicht 100% fit. Die langwierige Verkühlung sowie die Strapazen der WM haben Spuren hinterlassen. Es ist für mich sehr schade, dass ich wieder ein klassisch Rennen wegen einer neuerlich leichten Verkühlung verpasse und dann genau den 30er am Holmenkollen, aber für dieses schwere Rennen muss man topfit sein.“ Damit ist in Norwegen kein Österreicher am Start und auch die Schweizer machen sich rar wegen dem Engadiner Skimarathon, bei dem Dario Cologna, Roman Furger und auch Nathalie von Siebenthal um den Sieg kämpfen wollen.

Oslo ohne Frenzel, Rydzek und Seidl, Abschied von Moan

Nach vier Wettbewerben bei der WM haben die Nordischen Kombinierer ein kurzes Wochenende vor sich: Nur ein Einzelwettkampf (HS134/10km) steht auf dem Programm. Das deutsche Team muss auf die erkrankten Eric Frenzel und Johannes Rydzek verzichten, so dass Junioren-Weltmeister Julian Schmid eine weitere Chance. Fehlen wird in Oslo auch Mario Seidl, der die Saison verletzungsbedingt vorzeitig beenden muss. Wie eine MRT-Untersuchung am Mittwoch ergab, zog sich der Pongauer beim Wettkampfsprung im WM-Teambewerb eine Teilruptur des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zu. „Ich habe nach meinem Sprung im Teambewerb gleich nach der Landung einen Stich im Knie gespürt und auch gemerkt, dass das Knie irgendwas hat. Ich habe die Zähne zusammengebissen und den Teambewerb noch durchgekämpft, bei so einer Traumkulisse habe ich keinen Gedanken ans Aufgeben verschwendet. Die Schmerzen in den letzten Tagen haben mich dann doch dazu gebracht, mich einer genaueren Untersuchung zu unterziehen – leider mit einer weniger erfreulichen Diagnose. Ich wollte meine tolle Saison noch gebührend abschließen, leider kommt das Ende jetzt früher als gedacht. Die Gesundheit geht aber auf jeden Fall vor,“ so Mario Seidl. Seinen letzten Weltcup überhaupt wird dagegen Magnus Moan bestreiten. Der Norweger, der 2003 sein Debüt im Weltcup gegeben hatte, hatte bereits vor einigen Wochen verkündet, nach der Saison seine Karriere beenden zu wollen. Nach seinem emotionalen Abschied von seinem Heimpublikum in Trondheim im Januar wird er nun am traditionsreichen Holmenkollen seinen Abschied von der Weltcupbühne nehmen.

 

Erste Regen, Schnee und Wind, dann kälter und trocken

Nicht nur in Mitteleuropa, auch in Norwegens Hauptstadt ist es in den ersten Märztagen sehr ungemütlich und regnerisch. Aktuell liegen die Temperaturen im Regen, in den sich immer wieder vereinzelte Schneeflocken mischen, knapp über den Gefrierpunkt. Morgen soll es laut Wettervorhersage leicht schneien und der Wind unter Schneefall deutlich auffrischen, so dass der PCR der Kombinierer schwierig über die Bühne zu bringen sein wird – nachmittags soll das Wetter wieder besser werden. In der Nacht zum Samstag sinken die Temperaturen auf etwa -5°C ab und liegen tagsüber um Null beziehungsweise am Sonntag leicht im Minus bei Sonne-Wolken-Mix.

 
Holmenkollen auf Euro2 und in ARD

Wer vor allem die Langlauf-Rennen am Holmenkollen live sehen will, für den führt kein Weg am Eurosport Player beziehungsweise Eurosport2 vorbei, wo sämtliche Rennen live gezeigt werden. Das gilt auch für die Nordische Kombination, da Eurosport1 komplett auf Ski Alpin zu Langlauf- und NoKo-Zeiten setzt. Zumindest die Kombinierer gibt es aber auch komplett live in der ARD zu sehen, den Langlauf in mehreren Zusammenfassungen während des Rennens. 

 

Zeitplan Langlauf und Noko

Freitag, 08. März 2019
11:00 Uhr: Provisional Round Competition Nordische Kombination

Samstag, 09. März 2019
09:00 Uhr: Nordische Kombination HS134
10:00 Uhr: Langlauf 50km KT Herren
13:30 Uhr: Nordische Kombination 10km Gundersen

Sonntag, 10. März 2019
11:45 Uhr: Langlauf 30km KT Damen

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