Rossignol X-IUM Premium C2 IFP

So frisch und fröhlich wie sein Design heftet sich der X-IUM Premium C2 IFP einmal mehr ganz dicht auf die Fersen des Klassenprimus. Mit durchwegs sehr guten Bewertungen in allen Disziplinen kann er insbesondere beim Einschub und beim Handling glänzen. Eine extrem leichte Konstruktion im vorderen Bereich macht den Ski extrem agil, ohne dabei nervös zu werden. Besonders erwähnenswert sind außerdem die extrem geringen Anforderungen an Kraft und Technik (im Kategorie-Vergleich!) und der recht günstige Preis. …

Fischer Orbiter

Ein Schuppenski unter modernen Fell-Konstruktionen, da möchte man gewisse Kompromisse erwarten. Doch die gibt es nicht. Der Orbiter steigt überragend, fährt sicher bergab und hält im Handling und in Kurven keine unliebsamen Überraschungen bereit. Und auch der Geräuschpegel, früher gerne ein Kritikpunkt der Schuppe, relativiert sich im Umfeld der Fellski auf angenehm leise. Die Anforderungen an die Lauftechnik sind erfreulich gering und in Sachen Dynamik macht dem Orbiter keiner was vor. Man merkt ihm die durchwegs ausentwickelte Konstruktion in jeder Lebenslage an. …

Atomic Mover Xcruise Skintec

Das Thema Gleitfähigkeit ist bei Nordic Cruisern kontrovers diskutiert, schließlich ist hier vor allem Sicherheit beim Grip gefragt, weniger der sportliche Diagonalschritt. Der Mover Xcruise Skintec hatte aber sichtlich Probleme mit dem Gletscherschnee, fühlte sich stumpf und teilweise rupfend an. Das ist für reine Skiwanderer kein Problem, bei flottem Spurwechsel schon eher. Es braucht daher schon einiges an Kraft und Technik, um den Atomic sauber und kontrolliert laufen zu können. Dann aber ist der Abdruck gut zu finden, was den sicheren Aufstieg garantiert. Wenn es schneller wird in der Abfahrt ist das Fell nicht unbedingt leise. …

Rossignol EVO First 49 AR IFP

Die breite Konstruktion des EVO First 49 AR IFP verspricht vorankommen auch auf schlechten Loipen oder ganz abseits gespurter Trassen. Auch das ist eine sehr beliebte Spielart des Nordic Cruisings. Viel Fläche schadet aber gelegentlich dem Vortrieb, gerade dann wenn auch die Schuppen mehr werden. So leidet die Gleitfähgkeit und auch die Führung auf platter Loipe. Handling, Abdruck und Abfahrten gehören dagegen zu den „gut“ bewerteten Kriterien, wie man es von von einem breiten Ski erwartet. Insgesamt fühlt sich die Konstruktion jedoch klobig an, eignet sich eher für Skiwanderungen denn dynamisches Laufen. …

Salomon Snowscape 9 Skin

Noch ein firmeninterner Vergleich Fell gegen Schuppe und günstig gegen teuer. Bei Salomon gewinnt das Rennen der Fellski, der obendrein bester Skin-Ski des Testfeldes wird. Die teurere Konstruktion des Snowscape 9 Skin ist leichter und damit bergab leichter zu beherrschen und im Handling agiler. Der Abdruck ist auf Top-Niveau, bergauf gibt es also keine bösen Überraschungen. Wirkliche Punktverluste im Vergleich zum Orbiter fährt er nur bei Gleitfähigkeit und Führung ein, wobei beide Ski nicht wirklich für den Gebrauch außerhalb der Spur gebaut sind. Die Anforderungen an Kraft und Technik fallen auch sehr gering aus, wie das von einem Fellski zu erwarten ist. …

Rossignol R-Skin Evolution IFP

Auch bei Rossignol setzt sich im Firmeninternen Vergleich die teurere Konstruktion durch – nur dass es sich hier eben um den Fellski handelt. Die Taillierung des R-Skin Evolution ist gleich, auch er kommt als ein recht breiter Ski daher mit flexiblem Einsatzbereich. Das Fell zeigt einen guten Abdruck, verliert aber in den restlichen Disziplinen weitaus weniger Punkte als der Evo. Die Gleitfähgikeit ist recht gut und sogar beim Gewicht kann der Fellski ein paar Gramm gut machen. Aber: der R-Skin fordert die Technik des Läufers, um zu Höchstform aufzulaufen und auch Kraft ist gefordert, um die schweren Ski zu bewegen. …

Fischer Twin Skin Cruiser

„Etwas schlechter als die Schuppe“ stand da in einem Kommentar. Ja, im direkten Vergleich mit dem Markenbruder sieht der Twin Skin Cruiser alt aus. Das Fell ist beim Abdruck deutlich schlechter als die Schuppe, obwohl der Einsatzbereich eigentlich weiter gefasst sein sollte. Dass das nicht einfach an einer härteren Konstruktion liegt zeigen Gleitfähigkeit und Abfahrtsverhalten, wo der Skin auch schlechter abschneidet als der Orbiter. Für den Fellski spricht der günstigere Preis und die geringeren Anforderungen an Technik und Kraft, sobald das Fell seinen Einsatzbereich findet. …

Atomic Redster C7 Skintec

Ist es die Erwartungshaltung, die sich während eines langen Testtages einstellt oder steckt doch mehr hinter der subjektiven Einschätzung des Gewichtes? Beim Redster C7 Skintec jedenfalls waren alle Tester der Meinung, einen sehr leichten Ski an den Füßen zu haben. Objektiv ist er sogar der schwerste im Testfeld. Sieht man sich nun die Taillierung an fällt die erneut extrem schmale Spitze auf. Konzentrierte Masse in der Mitte, wenig Gewicht an den Enden, das führt zu hervorragenden Handling-Eigentschaften, die dann mit leichtem Gewicht gleichgesetzt werden. Wenn dann auch noch Kurven- und Abfahrtsverhalten stimmen und die Anforderungen an Kraft und Technik gering sind, haben die Konstrukteure alles richtig gemacht. Zumindest fast: das Fell ist durchwegs hörbar, was dafür spricht dass der Ski etwas zu weich war für die Bedingungen oder das Fell zu grob. Darunter leidet die Gleitfähigkeit und eben auch der Gesamteindruck. …

Fischer Twin Skin Race

Ob man es bei Fischer nun gerne hört oder nicht: der Twin Skin Race wurde von den Testern selbst im Vergleich zum teureren Twin Skin Speedmax besser eingeschätzt. Nun hat die Perfomance Variante sowieso die meisten Punkte im kompletten Testfeld gesammelt, was uns zwei Dinge lehrt: auch bei Fischer reifen Neuentwicklungen heran, doch wenn sie dann funktionieren, dann in allen Belangen. Der Race ist etwas länger auf dem Markt und durchwegs mit sehr konstanten „sehr guten“ Noten bedacht. Hier gibt es keine Schwächen, selbst beim kontrovers diskutierten zweigeteilten Fell. Die Anforderungen an Kraft und Technik sind ähnlich gering wie beim Atomic, das Endresultat damit der perfekte Nowax-Ski. …

Madshus Terrasonic Classic IntelliGrip

Zum Thema „subjektives Gewichtsempfinden“ sei an dieser Stelle die Bewertung zum Atomic Redster C7 empfohlen. Hier kommt nun das genaue Gegenteil: der vorne und hinten recht breit bauende Terrasonic Classic wird durchwegs als klobig und/oder schwer beschrieben, dabei liegt er auf der Waage ziemlich genau gleichauf (die Längenunterschiede mit einkalkuliert). Das zehrt an der Handling-Note und kostet Abzug beim Kurvenverhalten. Dafür läuft der Ski sauber geradeaus, sowohl in als auch außerhalb der Spur. Hier ist es also wieder, das skandinavische Konzept des Skis, der überall zurecht kommt. Außer eben auf dem Gletscherschnee oberhalb von Ramsau, hier konnte das Fell nicht wirklich überzeugen. Das Resultat: hohe Anforderungen an Kraft und Technik. …