Johannes Høsflot Klæbo setzt seinen Siegeszug auch in Lahti fort und macht nun Jagd auf die Rekordmarke von Marit Bjørgen. Savelii Korostelev holte sich seinen ersten Podestplatz.
Drei Siege noch bis Marit Bjørgen
Beim Start der Herren lagen die Temperaturen schon bei mehr als +5°C, so dass niedrige Startnummern nicht so sehr profitieren konnten wie bei den Damen. So war es in der roten Gruppe Savelii Korostelev, der die Bestzeiten setzte, bevor die Favoriten aus Norwegen kamen. Der Russe war für ein Rennen am Donnerstag nach Lillehammer gereist, wo er im U23-Massenstart aber von Elias Keck abgesprintet wurde, nachdem Korostelev 17 Kilometer lang das Tempo gemacht hatte. Heute fand der 22-Jährige in Klæbo seinen Meister, der Sieg Nummer 111 feierte und sich immer mehr Marit Bjørgen annähert, die 114mal gewann. Das ist in dieser Saison für den Norweger noch zu erreichen, wo nach Drammen und Oslo noch drei Rennen in Lake Placid auf dem Programm stehen. Heute lief er im Laufe des Rennens 22 Sekunden Vorsprung heraus auf den zuletzt ewigen Zweiten Martin Løwstrøm Nyenget. „Es war hart wie immer. Ich mag Lahti und mag diese zehn Kilometer. Heute war ein weiterer toller Tag, ein schönes Rennen bei toller Atmosphäre. Die letzten Kilometer waren hart, gerade die letzte Lahti-Kurve ist immer schwierig zu laufen, gerade wenn man etwas müde ist. Aber ich bin sehr zufrieden. Ja, jetzt geht es nach Drammen weiter, aber die letzten zwei Wochen war ich etwas angeschlagen. Ich hoffe, dass ich mich unter der Woche erhole und gesund bleibe“, sagte der 29-Jährige. Zum ersten Mal auf das Podium schaffte es aber Savelii Korostelev, der 33 Sekunden auf den Sieger verlor.
Drei Finnen und drei Italiener in besten Zehn
Es war insgesamt ein Rennen mit großen Abständen, in dem die Lokalmatadoren Arsi Ruuskanen und Iivo Niskanen die Plätze vier und fünf belegten. Elia Barp jubelte beim Überqueren der Ziellinie über seine Leistung, die einen erstklassigen sechsten Platz bedeutete vor Federico Pellegrino, der ebenso glücklich war. Ville Ahonen realisierte als Achter sein bestes Karriereresultat gefolgt von Davide Graz und Mattis Stenshagen.
Moser starker Elfter
Für Benjamin Moser könnte die Saison noch länger dauern, der Mauracher befindet sich gerade in Topform und präsentierte sich im finnischen Traditionsort von Beginn an stark, teilte sich sein Rennen sehr gut ein und belegte am Ende den starken elften Platz mit 55 Sekunden Rückstand. Auf die Top-Ten fehlten dem 28-Jährigen nur 0,4 Sekunden. „Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit meiner Leistung und dieser elfte Platz ist schon richtig cool. Das klassische Einzelrennen ist nicht meine Paradedisziplin, aber nichtsdestotrotz war das wieder ein super Rennen von mir. Beim Einlaufen habe ich zunächst noch den Sprint von gestern in den Beinen gespürt, aber das ist während dem Rennen dann immer besser geworden. Wir hatten wieder super Material und ich muss mich wirklich beim gesamten Service- und Betreuerteam bedanken“, sagte der Tiroler. Mika Vermeulen verlor als 24. 1:20 Minuten und Michael Föttinger und Erik Engel belegten die Plätze 61 und 75.
Herbe Enttäuschung für DSV-Team
Für das deutsche Team lief bei den Herren wieder nichts zusammen und es hagelte eine Enttäuschung nach der anderen. Friedrich Moch war als 34. mit knapp 90 Sekunden Rückstand noch der mit Abstand beste Deutsche. Janosch Brugger war zwar nur 19 Sekunden langsamer, das bedeutete aber schon Platz 60 für den Schwarzwälder. Dahinter platzierten sich die Sprintspezialisten und Weltcup-Neulinge: Der Erfurter Jakob Walther kam als 65. ins Ziel, Jan Stölben wurde 67. vor Anian Sossau-Daubermann und Rang 73 ging an den Wernigeröder Jannis Grimmecke.
Schweizer Sprinter in besten 40
Im Schweizer Team waren die beiden Sprinter die Athleten mit den besten Ergebnissen. Janik Riebli und Valerio Grond kamen beide immerhin innerhalb der besten 40 als 38. und 39. ins Ziel. Cyril Fähndrich belegte Platz 42, Antonin Savary wurde 50. und Nicola Wigger 57.
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