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Langlauf Weltcup Lahti: Frida Karlsson gewinnt Klassik-Einzel knapp vor Svahn – Rydzek 13.

Frida Karlsson hat den Einzelstart über zehn Kilometer in der klassischen Technik knapp für sich entschieden. Linn Svahn wurde Zweite vor Jessie Diggins. Coletta Rydzek wurde starke 13.

Svahns Zeit hält lange

Frida Karlsson (SWE) © Authamayou/NordicFocus

Im Einzelstart in der klassischen Technik ging es von Anfang an zur Sache, da auch Sprinterinnen wie Linn Svahn und Coletta Rydzek starteten, die weit vor der roten Gruppe mit den Nummern fünf und sechs starteten. Mit diesen frühen Nummern profitierten sie von den guten Bedingungen, wo die Sonne die Strecke noch nicht so aufweichen konnten. Die Schwedin legte eine bockstarke Bestzeit vor, an der sich alle anderen Athletinnen die Zähne ausbissen. Nur Frida Karlsson konnte ihr später noch den Sieg nehmen und setzte sich mit 4,1 Sekunden Vorsprung knapp durch. „Es war eine schnelle Strecke, so dass man aggressiv laufen musste in den Anstiegen. Ich habe einen guten Rhythmus gefunden und war hochmotiviert, um hier alles zu geben. Ich bin immer noch sehr motiviert, Rennen zu laufen. Manchmal nach dem Großereignis hat man keine Energie mehr und unmotiviert, aber dieses Jahr ist das anders. Ich liebe, was ich tue und möchte noch so weitermachen“, sagte Frida Karlsson im ZDF, die im nächsten Jahr ihre Karriere beenden wird nach der Heim-WM. Jessie Diggins komplettierte das Podium mit 6,2 Sekunden Rückstand. Dariya Nepryaeva als starke Vierte wies bereits 16 Sekunden Rückstand auf. Rang fünf ging an Heidi Weng, die mit Jonna Sundling eine weitere Schwedin knapp hinter sich ließ. Moa Ilar wurde Siebte, verlor aber erneut Punkte auf Jessie Diggins im Gesamtweltcup. Johanna Matintalo und Jasmi Joensuu kamen beide als Achte ins Ziel.

Stadlober und Fähndrich auf zehn und elf

Teresa Stadlober (AUT) © Authamayou/NordicFocus

Ein gutes bis sehr gutes Rennen zeigten Teresa Stadlober und vor allem Nadine Fähndrich, die auf Platz zehn und elf endeten. „Im Endeffekt ist ein Top-Ten-Ergebnis immer gut, aber ich habe einfach über 10 km in der klassischen Technik in dieser Saison schon bessere Rennen abgeliefert und fühle mich leider nicht mehr ganz so fit und in Form, wie es eigentlich sein sollte. Nach den Olympischen Spielen habe ich mich ein wenig verkühlt, war einfach sehr müde und habe immer noch schwere Beine. Das hat man heute auch gesehen und je länger das Rennen wurde, desto schwieriger wurde es auch. Ich habe mir heute einfach schwergetan und dieser zehnte Platz war wirklich hart erkämpft“, sagte Stadlober. Während die Österreicherin in der ersten Runde stärker war, hatte die Schweizerin ein ganz starkes Finale, wo sie sich in der zweiten Runde noch von 19 auf elf verbesserte und nur zehn Sekunden auf die Bestzeit verlor. Ebenfalls zufrieden sein kann Anja Weber als gute 19., Nadja Kälin kam als 24. ins Ziel.

Rydzek beste Deutsche

Coletta Rydzek (GER) © Authamayou/NordicFocus

Obwohl es heute kein Sprint war, wurde Coletta Rydzek heute beste deutsche Starterin. Dabei profitierte sie wie gesagt von den noch besseren Bedingungen mit Startnummer sechs. Aber sie sagte auch schon oft, dass es im Klassik-Einzelstart mal ganz gut laufen kann. Das war heute defintiv der Fall und sie konnte sich über den 13. Platz freuen. „Ich bin sehr zufrieden. Ich habe mir das gar nicht mit Absicht so eingeteilt. Es ist für mich manchmal ein bissel schwer, weil ich nicht so oft Distanzrennen laufe, aber ich bin sehr zufrieden. Es hat sich gut angefühlt. Ich bin zwar hinten schon ein bissel gestorben, aber mit dem Rennen bin ich super happy. Top15 habe ich erst einmal geschafft. Damit wäre ich sehr happy. Alles was besser ist, nehme ich auch gerne, aber Top20 ist auch sehr gut für mich“, sagte Coletta Rydzek, die zu den schwierigen Bedingungen sagte: „Die eine Seite ist ganz im Schatten und die andere ganz in der Sonne. Ich hatte Glück mit der frühen Startnummer, es wurde in der zweiten Runde immer weicher und es ist schwierig für die Techniker, einen Ski zu machen, der im Nassen und im Trockenen hält. Deswegen ist es wichtig, dass man eine gute Position über dem Ski hat, aber man ermüdet natürlich leichter.“

Hoffmann und Hennig Dotzler unzufrieden

Helen Hoffmann (GER) © Authamayou/NordicFocus

Helen Hoffmann war nicht ganz zufrieden, die ehrgeizige Thüringerin will mehr als den 15. Platz, den sie sich heute sicherte. Nach ihrem Rennen sagte sie: „Mit Platz 15 kann man nicht unbedingt zufrieden sein. Man möchte ja nach vorne und nicht immer weiter nach hinten. Andere trainieren schon zehn Jahre länger als ich. Da muss man gucken, dass man rankommt. Ich hätte am Anfang ein bisschen mehr Druck machen können oder sollen. Aber sonst war es nicht so verkehrt, wie ich das Rennen gestaltet habe.“ Unzufrieden war auch Katharina Hennig Dotzler mit ihrer Leistung, die die Ursache wohl noch im olympischen 50er sieht. Sie kam als 23. mit 53 Sekunden Rückstand ins Ziel und sagte: „Es war nicht das Rennen, was ich mir erhofft hatte. Ich kann im Moment auch gar nicht richtig sagen, woran es genau gelegen hat, dass es nicht so ein Bombe-Tag war. Ich hatte schon das Gefühl, ich konnte pushen, aber offenbar nicht schnell genug. Ich habe dann ein paar PS gefehlt. Vielleicht steckt mir der 50er noch ein bisschen in den Knochen. Ich musste leider in den letzten zwei Jahren feststellen, dass ich nicht mehr so belastungsverträglich bin wie mit Mitte 20. Das nervt mich richtig im Training, wenn man merkt, dass der Körper nicht mehr ganz so macht wie man es gerne hätte. Vielleicht brauche ich einfach nach so besonderen Herausforderung wie dem 50er mittlerweile mehr Zeit, um zu mir zu kommen. Aber so ist das im Sport und ich habe mein Bestes gegeben, ich kann mir nichts vorwerfen und so ist es halt.“ Katherine Sauerbrey und Pia Fink belegten die Plätze 25 und 26 und auch sie werden damit nicht zufrieden sein. Laura Gimmler wurde 39.

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