Atomic Redster C9

„Sehr nahe am Redster Carbon“, den Vergleich musste, nein durfte sich der Redster C9 oft genug anhören. Preislich gut 150 Euro darunter, im Gesamteindruck, sofern wir diesen ausnahmsweise kategorieübergreifend betrachten, nur wenig dahinter. Der C9 ist schnell, verdammt schnell. Gleiten und Einschub sind top und dass die Konstruktion mit schmalen Skienden dem Handling und Kurvenverhalten sehr zuträglich ist haben die Markenbrüder ebenso bewiesen. Beim Abdruck, das zeigt die Skala nicht, lag die Streuung der Ergebnisse besonders weit. Soll heißen: ebenso wie bei Führung und Abfahrtsverhalten verlangt dieser Ski nach sauberer Technik. Wenn diese stimmt ist der Redster C9 fast schon in der Race-Kategorie zu Hause. …

Salomon RC Classic Med

Preis/Leistung ist auch bei Salomon ein Thema. Der RC Classic ist 150 Euro günstiger als der Atomic in dieser Kategorie und dabei sogar etwas leichter. In den Eigenschaften kann er mit den teureren Kollegen verständlicherweise nicht mithalten. Dass der Ski trotzdem eine ausgereifte Konstruktion ist zeigen die konstanten Bewertungen, die sich im oberen Bereich von „gut“ bewegen. Führung, Handling und Kurvenverhalten sind seine Aushängeschilder. Die Berechenbarkeit des nicht-taillierten Skis liegt hier zugrunde, man weiß einfach in jeder Lebenslage, dass hier nichts unerwartetes passiert. Beim Gleiten fehlt der Speed und das macht sich dann auch beim Einschub und in der Abfahrt bemerkbar. …

Fischer RCS Classic Plus

Die Konkurrenz ist klein in dieser Kategorie, aber sehr eng beisammen, zumindest in der Spitze. Was den RCS Classic hier vom Atomic unterscheidet, ist wiederum seine Konstanz. Er begeistert nicht so sehr in seiner Agilität, da ist die modernere Konstruktion des Redster besser. Doch der Fischer ist insgesamt weniger fordernd was Kraft und Technik anbelangt, was weniger Streuung verursacht und einheitlich „sehr gute“ Noten bringt. Führung, Handling, Kurvernverhalten: alles ist berechenbar, auch dann, wenn die Kraft nach einer langen Tour schon nachlässt. Das kann die geringeren Gleitfähigkeiten durchaus ausgleichen. Der Preis ist dabei natürlich eine Kampfansage! …

Rossignol EVO First 49 AR IFP

Die breite Konstruktion des EVO First 49 AR IFP verspricht vorankommen auch auf schlechten Loipen oder ganz abseits gespurter Trassen. Auch das ist eine sehr beliebte Spielart des Nordic Cruisings. Viel Fläche schadet aber gelegentlich dem Vortrieb, gerade dann wenn auch die Schuppen mehr werden. So leidet die Gleitfähgkeit und auch die Führung auf platter Loipe. Handling, Abdruck und Abfahrten gehören dagegen zu den „gut“ bewerteten Kriterien, wie man es von von einem breiten Ski erwartet. Insgesamt fühlt sich die Konstruktion jedoch klobig an, eignet sich eher für Skiwanderungen denn dynamisches Laufen. …

Fischer Twin Skin Race

Ob man es bei Fischer nun gerne hört oder nicht: der Twin Skin Race wurde von den Testern selbst im Vergleich zum teureren Twin Skin Speedmax besser eingeschätzt. Nun hat die Perfomance Variante sowieso die meisten Punkte im kompletten Testfeld gesammelt, was uns zwei Dinge lehrt: auch bei Fischer reifen Neuentwicklungen heran, doch wenn sie dann funktionieren, dann in allen Belangen. Der Race ist etwas länger auf dem Markt und durchwegs mit sehr konstanten „sehr guten“ Noten bedacht. Hier gibt es keine Schwächen, selbst beim kontrovers diskutierten zweigeteilten Fell. Die Anforderungen an Kraft und Technik sind ähnlich gering wie beim Atomic, das Endresultat damit der perfekte Nowax-Ski. …

Atomic Redster C7 Skintec

Ist es die Erwartungshaltung, die sich während eines langen Testtages einstellt oder steckt doch mehr hinter der subjektiven Einschätzung des Gewichtes? Beim Redster C7 Skintec jedenfalls waren alle Tester der Meinung, einen sehr leichten Ski an den Füßen zu haben. Objektiv ist er sogar der schwerste im Testfeld. Sieht man sich nun die Taillierung an fällt die erneut extrem schmale Spitze auf. Konzentrierte Masse in der Mitte, wenig Gewicht an den Enden, das führt zu hervorragenden Handling-Eigentschaften, die dann mit leichtem Gewicht gleichgesetzt werden. Wenn dann auch noch Kurven- und Abfahrtsverhalten stimmen und die Anforderungen an Kraft und Technik gering sind, haben die Konstrukteure alles richtig gemacht. Zumindest fast: das Fell ist durchwegs hörbar, was dafür spricht dass der Ski etwas zu weich war für die Bedingungen oder das Fell zu grob. Darunter leidet die Gleitfähigkeit und eben auch der Gesamteindruck. …

Fischer RCS Skate Plus

Konstanz ist das Geheimnis auch hinter diesem Fischer. „Grundsolide“ war da so ein Wort in den Testbögen, nur wenige Zehntel schwanken die Ergebnisse um den Mittelwert – und der liegt glatt bei „sehr gut“. Auf der Suche nach Schwächen könnte man nun anführen dass er über 100 Gramm schwerer ist als der Atomic. Auf der Waage wohlgemerkt. Praktisch fühlt sich der RCS Skate Plus mindestens genauso agil an, führt stabiler und ist in Kurven auch besser zu beherrschen. Alles im minimalen Bereich, doch auch die Performance-Kategorie ist einfach spürbar enger zusammengerückt. Beim Preis hat Fischer dagegen deutlich die Nase vorn! …

Madshus Terrasonic Classic IntelliGrip

Zum Thema „subjektives Gewichtsempfinden“ sei an dieser Stelle die Bewertung zum Atomic Redster C7 empfohlen. Hier kommt nun das genaue Gegenteil: der vorne und hinten recht breit bauende Terrasonic Classic wird durchwegs als klobig und/oder schwer beschrieben, dabei liegt er auf der Waage ziemlich genau gleichauf (die Längenunterschiede mit einkalkuliert). Das zehrt an der Handling-Note und kostet Abzug beim Kurvenverhalten. Dafür läuft der Ski sauber geradeaus, sowohl in als auch außerhalb der Spur. Hier ist es also wieder, das skandinavische Konzept des Skis, der überall zurecht kommt. Außer eben auf dem Gletscherschnee oberhalb von Ramsau, hier konnte das Fell nicht wirklich überzeugen. Das Resultat: hohe Anforderungen an Kraft und Technik. …

Salomon S/RACE Skate Yellow

Salomon bleibt seiner Linie treu und orientiert sich preislich am Konzernbruder Atomic, was in diesem Fall heißt, dass der S/RACE Skate zu den teuersten Ski dieses Testfeldes gehört. In den Einzelleistungen bleibt er aber weit hinter dem Redster zurück. Ausgewogen ist er, denn die Bewertungen pendeln eng um ein glattes „gut“, was allerdings den Abstand zur Spitze nur noch unterstreicht. Handling und Einschub gehören noch zu den besten Kriterien, am Gewicht hapert es schließlich nicht beim Salomon. Doch gerade bei den technischen Anforderungen kam der Ski nicht mit den Bedinungen am Gletscher zurecht. …

Rossignol Delta IFP

Nein, entgegen der oft geäußerten Meinung kann man Testsiege nicht kaufen, zumindest nicht bei uns. Dass Geld trotzdem einen Rolle spielt, zeigt der Rossignol Delta IFP. Er ist 190 Euro günstiger als die teuersten beiden und immer noch 100 Euro billiger als die übrigen Ski des Testfeldes. Die simplere Konstruktion in guter(?) alter Cobra-Taillierung wiegt dabei 200 bis 300 Gramm mehr als der Rest unserer Performance Ski. Dass der Rossi trotzdem noch ein „gut“ abstaubt und im Mittelfeld landet ist dabei schon erstaunlich. Gleitfähigkeit und Führung sind sogar „sehr gut“, der Ski läuft wie auf Schienen. Doch sobald es technisch anspruchsvoller wird kann er nicht mehr mit den Topski mithalten. …