Reaktionen nach der Alpe Cermis: „Es ist eine drei Kilometer lange Folterbank!“

Lucas Boegl (GER) © Modica/NordicFocus

Alle Stimmen nach dem Final Climb zur Alpe Cermis sowie eine Analyse des Bundestrainers zum Thema Nachwuchsförderung und Johannes Høsflot Klæbo findet ihr hier….

 

Andreas Katz (GER)

Der Hüftbeuger krampft wahrscheinlich wieder und man muss wieder versuchen, sich hochzuquälen. Ich freue mich jetzt schon, wenn ich oben ankomme, und das Ding überlebt habe.

Lucas Bögl (GER)

Es ist einen drei Kilometer lange Folterbank. Die Erleichterung, wenn man es schafft, etwas hinter sich zu bringen – dann lohnen sich die Qualen irgendwie.

Florian Notz (GER)

Man denkt sich, warum macht man das eigentlich?

Peter Schlickenrieder (GER)

Es ist eine harte Nummer, einfach eine Skipiste, und die ist eigentlich dazu gedacht, um runterzufahren.

 

Ingvild Flugstad Østberg

Es war ein besonderer Tag für mich, ein Traum wird wahr. Ich bin sehr sehr glücklich und es ist unglaublich. Bis zu den letzten Kilometern war ich mir nicht sicher, ob es klappt und ich musste hart arbeiten. Meine Beine waren schon vor dem Anstieg müde. Ich bin froh, dass es noch geklappt hat, ein großer Traum wird wahr!

Peter Schlickenrieder (GER)

…über Pia Fink:
Pia hat gut gekämpft und ist gut reingegangen. Das ist entscheidend für eine junge Athletin. Pia hatte eine gute erste Saisonhäfte. Sie ist den Berg gut raufgekommen ohne Technikverfall, sie ist immer mit sauberer Technik hier hoch und das ist gut so. Der Gegenwind hat in der Fläche sicher gestört, wenn man allein laufen muss. Aber die Pia ist das so angegangen, dass es sie sicher nicht gestört hat.

Florian Notz (GER)

Dass es heute so gut läuft, damit hätte ich nicht gerechnet. Wir hatten die ganze Tage auch immer gute Ski. In Oberstdorf habe ich etwas viel Zeit liegen gelassen, aber die Form passt zur WM. Ich konnte an Viktor Thorn ranlaufen, der zehn Sekunden vor mir gestartet ist, und ab da konnte ich Kraft sparen und hatte noch Kraft im Berg. Ich freue mich, dass es für den sechsten Platz gereicht hat.

Peter Schlickenrieder (GER)

…über Florian Notz:
Er hat einen guten Stil gelaufen, er ist nicht auf dem letzten Hemd hochgekämpft wie Klaebo oder Bolshunov. Er hat es sich gut eingeteilt und konnte am Ende noch Gas geben. Das ist ein gutes Zeichen.

…über Johannes Høsflot Klæbo:
Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, was Klæbo alles kann. Er ist auf alle Fälle sehr experimentierfreudig: Der Klæbo-Style, den er einläutet ab einer gewissen Steigung am Berg, dieses Laufen, ist für eine gewisse Art von Athletentypen eine ganz neue Technik, die schnell ist. Er läuft kürzere Wachszonen, um schnellere Ski zu laufen und damit läutet er eine neue Zeit ein. Der war heute am Limit. Er läuft jedes Rennen, so dass man das Gefühl hat, ob er morgen noch mal aufsteht? Aber das ist genau die Risikofreude, die man auch braucht und er hat eine unglaublich gute Erholungsfähigkeit. Ich glaube, es gibt im Weltcup-Zirkus Leute, die eine bessere Laktat-3-Schwelle haben, aber er kann sich unwahrscheinlich überwinden und schafft es, sich schnell zu regenerieren.

….über die gute Nachwuchsförderung in Russland oder Frankreich:
Was man im Moment an der russischen Mannschaft sieht: Wenn du viele gute Leute hast, die sich sozusagen täglich battlen, dann werden die besser. Wenn man bedenkt, dass Russland 26 Männer in der Nationalmannschaft hat, dann weiß man, was hier für ein interner Konkurrenzkampf herrscht. Das müssen andere Länder erstmal finanziell auf die Reihe kriegen, aber das ist eine Arbeit von 10-20 Jahren, dass du so viele Nachwuchsläufer hochziehst. Ich denke, da müssen wir in Deutschland ran, dass man nicht nur mit 4-5 arbeitet, sondern dass wir irgendwann wieder 10-15 Männer haben, die sich battlen, dann ist man relativ schnell auf dem Niveau. Zu beobachten ist es aber auch schon in Frankreich: Die schaffen es, zwei gute Herrenstaffeln zu stellen, die haben eigentlich schon einen Schritt weiter getan, den wir noch tun müssen.

 

 

 

 

 

 

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