Stimmen zu ersten Etappe: „Wir sind erst im Basislager des Mount Everest!“

Peter Schlickenrieder (GER) © Modica/NordicFocus

Lest und hört hier alles über glückliche Sieger, selbstkritische Aussagen, kleine Schritte zum Erfolg und den „zweiten Bildungsweg“ im Skilanglauf….

 

 

 

 

Marcus Cramer, Trainer (RUS)

Mit einer Athletin und einem Athleten im Finale sind wir sehr zufrieden, aber in den Finals möchten wir natürlich weit vorne sein. Ustiugov hätten wir uns natürlich auch vorne gewünscht, aber für den ersten Sprint war das okay. Sein Ziel ist die WM, er konnte lange nur mit einem Stock trainieren.

Laura Gimmler (GER)

Es ist ein Schritt nach vorne, aber ich bin nicht zufrieden. Aber das ist auch gut so. In zwei Tagen ist der nächste Sprint und dann muss ich wieder angreifen. Ich habe Probleme im Skating, auch technisch, weil ich kraftmäßig zugelegt habe. Ich bin auf einem guten Weg, aber es reicht noch nicht.

 

Thomas Bing (GER)

Ich habe viele kleine Fehler gemacht, die ich am Ende gebüßt habe. Das Schlimme ist aber, dass man es dann nicht mehr ändern kann im Rennen.

Peter Schlickenrieder, Trainer (GER)

…über den Stellenwert der Tour de Ski:
Die Tour de Ski ist ein wichtiger Test für die WM. Anders als zu Saisonbeginn, wo man reinkommen wollte, müssen wir nun konzentriert arbeiten und ein Stück weiter nach vorne kommen. Es ist ein Weg der kleinen Schritte. Wenn wir den Everest vor uns haben, sind wir nun im Basislager.

…über einen möglichen „zweiten Bildungsweg“, z.B. Studium in den USA un Training zu verbinden:
Dass Max Olex ohne Kaderstruktur der Beste ist, ist positiv. Man sieht, dass man nicht aufgeben darf, wenn es mit 16 noch nicht geklappt hat und andere Wege gehen. Es gibt des zweiten Bildungsweg – auch im Langlauf!

…über Laura Gimmler:
Laura hat noch Reserven am Berg, aber es ist positiver als sie es selbst beurteilen würde.

…über Sandra Ringwald und die schnellen Bedingungen:
Es freut mich, dass Sandra das schwerste Viertelfinale genommen hat. Das zeigt, dass sie risikofreudig ist und sich etwas zutraut. Heute haben wir Wert gelegt auf Kraft und das ist bei so schnellen Geschwindigkeiten wie hier unser Problem, wo 40km/h gelaufen werden. Sandra wird enttäuscht sein, die wollte in die Top15. Sie ist mit den schnellen Bedingungen auch nicht zurecht gekommen. Aber da muss man realistisch sein, da stehen wir im Moment. Diese Schneebedingungen konnten wir bisher noch nicht trainieren. Das ist ein Ausschlag nach unten, aber wir dürfen nicht aufstecken, die Tour ist lang und morgen ist ein neuer Tag. Die Schweden haben uns Mut gemacht, dass wir nicht aufgeben sollen – man braucht viele Jahre, um ein Team wieder in die Weltspitze zu bringen. Langlauf ist ein Weg mit vielen Schritten, die man beschreiten muss, um ans Ziel zu kommen.

….über die erstklassige Vorstellung von Stina Nilsson:
Das war Langlauf vom Feinsten. Sie hatte sich in der ersten Runde versteckt, aber das muss man so souverän am Ende auch erstmal schaffen.

 

Dominik Baldauf (AUT)

Der Prolog hat eigentlich gut gepasst. Das Viertelfinale wäre am Anfang ganz gut gegangen, aber am letzten Stieg ist es dann voll eingefahren in den Beinen – dann war ich komplett blau. Dann bist du eigentlich chancenlos. Für das, dass Toblach eine meiner Angststrecken ist, bin ich zufrieden. Beim dritten Mal habe ich es endlich einmal geschafft, ins Viertelfinale zu kommen.

 

 

Ein Kommentar

  1. Stefan Köhler

      Ich mag Optimismus. Aber wenn Sandra Ringwald absichtlich ein besonders schweres Viertelfinale wählt   Und dann Chancenlos ausscheidet dann war die Wahl wohl falsch und kein Grund stolz zu sein. Und zu den Herren:   Es ist schön wenn jemand auf dem zweiten Langlauf Bildungsweg Erfolg hat. Aber das Abschneiden der eigentlichen Nationalmannschaft im Sprint war katastrophal und wurde Mit keinem Wort erwähnt.

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