Langlauf Weltcup: Tour de Ski 2018/19 von Toblach über Val Müstair und Oberstdorf ins Val di Fiemme

Langlauf Weltcup

Sieben Etappen stehen bei der Tour de Ski 2018/19, der großen Strapaze im Langlauf Weltcup, in Toblach, Val Müstair, Oberstdorf und im Val di Fiemme auf dem Programm. Nur wenige Stars verzichten komplett auf das Etappenrennen.

Vier Orte, sieben Etappen, neun Tage

Die ersten Wettkampf-Kilometer im Rahmen der Tour de Ski werden in diesem Jahr in Toblach absolviert, wo die Tour mit einem Freistilsprint und einem Distanzrennen über 10 und 15 Kilometer, ebenfalls im freien Stil, beginnt. Am Silvestertag geht die Reise 200 Kilometer weiter ins etwa 3-4 Stunden entfernte Val Müstair. Auch dort wird am Neujahrstag wieder im freien Stil gesprintet, anschließend steigen die Teams sofort wieder in die Fahrzeuge, um ebenfalls knappe vier Stunden nach Oberstdorf weiterzufahren. Dort stehen ein Massenstart und ein Handicaprennen auf dem Programm. Am zweiten Ruhetag fährt der Tross fünf Stunden über die Alpen, wo im Val di Fiemme wie immer die beiden letzten Etappen mit Massenstart und Handicapstart auf die Alpe Cermis ausgetragen werden. Wie immer werden viele Weltcup-Punkte und eine Menge Preisgeld ausgeschüttet: Insgesamt 560.000 Schweizer Franken! Für den Gewinner der Tour de Ski gibt es 55.000 CHF, holt er den Gesamtsieg, Sprint-Wertung und alle Einzeletappen wären sogar 88.000 CHF möglich. Für den Tour-Sieg erhält der Gewinner 400 Weltcup-Punkte, so dass inklusive aller Einzeletappen bis zu 750 Punkte möglich sind, die Therese Johaug & Co. erst einmal wieder aufholen müssten.

Tour de Ski ohne Johaug, Kalla und Andersson

Bei Norwegerinnen und Schwedinnen sind die großen Namen dünn gesät – sonst treten aber alle Stars bei der diesjährigen Tour de Ski an. Therese Johaug gönnt sich nach einem furiosen Wiedereinstieg in den Weltcup eine Pause, so dass Ingvild Flugstad Østberg und Jessica Diggins nun wohl als Topfavoriten gelten, wenn Heidi Weng nicht doch noch zurück zu alter Form findet. Østberg will also die Chance nutzen, den sechsten norwegischen Tour-Sieg in Folge zu holen – und ihren ersten!  Bei den schwedischen Damen werden Charlotte Kalla und Ebba Andersson eine große Lücke hinterlassen, die Stina Nilsson und Ida Ingemarsdotter sowie Calle Halfvarsson bei den Herren auszufüllen versuchen. Die Finnen treten mit einem recht kleinen Team an, in den als einzige Überraschung Iivo Niskanen fehlt – was vermutlich an der skatinglastigen Tour liegt. Von den drei großen Absagen bei den Damen einmal abgesehen, ist die diesjährige Tour de Ski aber sehr gut besetzt. Während es bei den Damen möglicherweise einen Dreikampf zwischen Norwegen, Finnland und den USA geben wird, sofern Jessie Diggins in verbesserter Form aus der Weihnachtspause kommt, wird der Sieger bei den Herren definitiv norwegisch oder russisch sprechen. Ein klarer Favorit ist hier kaum auszumachen, mit Sundby, Klæbo (falls er durchläuft), Røthe, Tønseth, Holund und Krüger gibt es viele Kandidaten für ein Podium, auf russischer Seite sieht es mit Belov, Bolshunov, Spitsov, Melnichenko und vielleicht Ustiugov nicht anders aus, so dass uns bei den Herren eine sehr spannende Tour de Ski erwartet.

Bevor ihr Richtung Weihnachtsfest verschwindet hier noch unser Aufgebot für die Tour de Ski: Nadine Fähndrich, Laurien…

Gepostet von Swiss Cross-Country Team am Montag, 24. Dezember 2018

 

Cologna und Stadlober wollen aufs Tour-Podium

Die Schweiz hofft natürlich darauf, dass Dario Cologna seinen Vorjahreserfolg wiederholen und die Tour de Ski insgesamt zum fünften Mal in seiner Karriere gewinnen kann. Ob ihm das gelingen kann, steht bei seiner zuletzt noch nicht überzeugenden Form und der starken Konkurrenz aus Norwegen und Russland in den Sternen – aber wir lassen uns gerne positiv überraschen. Der Bündner führt das 13-köpfige Schweizer Aufgebot an, in dem sich auch andere wie Nathalie von Siebenthal, laurien van der Graaff oder Nadine Fähndrich einiges vorgenommen haben – vor allem im Sprint vor heimischem Publikum. Das österreichische Team besteht aus sechs Sportlern, von denen aber nur Teresa Stadlober die Tour beenden will. Sie peilt auf der Alpe Cermis ihr erstes Tour-Podium an und ohne Johaug, Kalla und Andersson stehen die Chancen nicht schlecht.

 

Nach der wohlverdienten Weihnachtspause kehrt der Weltcup morgen mit der Tour de Ski zurück. Folgende Athletinnen und Athleten sind dabei:

Gepostet von ÖSV Langlauf am Donnerstag, 27. Dezember 2018

 

Tour-Wetter: Erst angenehm sonnig, dann deutlich kälter

Die Strecken haben in diesem Jahr wieder an allen Wettkampforten eine Kunstschnee-Basis, teilweise mit etwas Neuschnee darauf. Die Bedngungen sind in Toblach wie auch in Val Müstair, Oberstdorf und Val di Fiemme bestens – die Tour de Ski kann also beginnen und an den ersten Etappen-Tagen soll nach derzeitiger Vorhersage auch die Sonne vom blauen Himmel strahlen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Mitte der Woche wird es dann im Allgäu kälter und es könnte zu kräftigen Neuschneefällen kommen. Ähnlich kühl wird es zu bei den letzten Etappen im Fleimstal – Sonnenschein ist aber zu erwarten. 

 

Es dauert nicht mehr lange bis zur Sprintetappe der Tour de Ski im Val Müstair. Hier ein paar Impressionen aus dem Renngelände bei Nacht.Herzlichen Dank an Corsin Wetter für die tollen Bilder.

Gepostet von Tour de Ski Val Müstair am Sonntag, 16. Dezember 2018

 

Tour de Ski komplett LIVE bei Eurosport

Trotz aller Erfolge sind die Norweger mit der aktuellen Situation nicht zufrieden und so schlug Martin Johnsrud Sundby kürzlich Alarm, weil die internationale Breite im Langlauf immer mehr verschwindet und nur noch Norwegen und Russland dominieren: „Natürlich ist es großartig, dass Klæbo nun der neue Star ist, aber für den internationalen Langlauf ist es tragisch wegen der fehlenden Breite.“ Andere ehemalige große Langlauf-Nationen wie Deutschland und Italien geben ihm inzwischen Recht – in Italien ist Langlauf mittlerweile ins Pay-TV verschwunden und auch in Deutschland schwinden die Sendezeiten immer mehr – zumindest bei normalen Weltcup-Wochenenden. Bei der Tour de Ski sieht das etwas anders aus: Wer keine Minute von der Tour de Ski verpassen möchte, ist bei Eurosport am besten aufgehoben. Der Sportsender überträgt jede Minute der sieben Etappen live. Mobil empfiehlt sich der Eurosport Player. Wer die Wettkämpfe ein bisschen mehr mit der deutschen Brille verfolgen will, hat bei ARD (Val Müstair und Oberstdorf) und ZDF (Toblach und Val di Fiemme) teilweise Glück mit Live-Übertragungungen im Fernsehen, teilweise steigen die Öffentlich-Rechtlichen aber verspätet ein, zeigen Zusammenfassungen oder bieten nur einen Livestream an. 

Das Programm der Tour de Ski

Toblach (ITA)
Sa., 29.12.2018, 12:00 Uhr: Damen/Herren, Qualifikation Sprint F
Sa., 29.12.2018, 14:30 Uhr: Damen/Herren, Finals Sprint F
So., 30.12.2018, 12:45 Uhr: Damen, 10 km F
So., 30.12.2018, 14:45 Uhr: Herren, 15 km F

Val Mustair (SUI)
Di., 01.01.2019, 09:30 Uhr: Damen/Herren, Qualifikation Sprint F
Di., 01.01.2019, 12:00 Uhr: Damen/Herren, Finals Sprint F

Oberstdorf (GER)
Mi., 02.01.2019, 12:00 Uhr: Damen, Massenstart, 10 km C
Mi., 02.01.2019, 14:00 Uhr: Herren, Massenstart, 15 km C
Do., 03.01.2019, 13:05 Uhr: Herren, Verfolgung, 15 km F
Do., 03.01.2019, 15:15 Uhr: Damen, Verfolgung, 10 km F

Val di Fiemme (ITA)
Sa., 05.01.2019, 14:00 Uhr: Damen, Massenstart, 10 km C
Sa., 05.01.2019, 15:10 Uhr: Herren, Massenstart, 15 km C
So., 06.01.2019, 13:00 Uhr: Damen, Verfolgung, 9 km F (Final Climb)
So., 06.01.2019, 14:45 Uhr: Herren, Verfolgung, 9 km F (Final Climb)