JWM Nordische Kombination: Doppelsieg für Norwegen, Bronze für Hirner

Im dritten Anlauf zu Gold: Gyda Westvold Hansen. © Pepe Korteniemi

Bei der Junioren-Weltmeisterschaft im finnischen Lahti krönte sich Gyda Westvold Hansen zur neuen Weltmeisterin der Nordischen Kombination. Nach zwei Silbermedaillen in den vorangegangenen Jahren gewann sie nun endlich Gold. Silber ging an ihre Landsfrau Marte Leinan Lund. Bronze gewann Junioren-Olympiasiegerin Lisa Hirner aus Österreich.

Westvold Hansen dominant

Gyda Westvold Hansen (NOR) dominierte auf der Schanze. © Pepe Korteniemi

Bereits nach dem Springen war klar, dass Westvold Hansen sich den Sieg in diesem Jahr nicht nehmen lassen würde. Zu dominant war sie bereits in den Trainings gewesen. Auch im Wettkampf‏sprung ließ sie an ihrer Favoritenrolle keinen Zweifel aufkommen. Obwohl sie eine Luke tiefer anfuhr als die anderen Spitzenathletinnen, sprang sie mit 92 Metern gleich vier Meter weiter als die Zweitplatzierte, Annika Sieff aus Italien. Auf Rang drei platzierte sich Mille Moen Flatla aus Norwegen, bei gleicher Weite wie Sieff und drei Sekunden hinter ihr. Leinan Lund sprang einen halben Meter weiter und landete zwei Sekunden hinter ihrer Landsfrau.

Nowak beste deutsche Springerin

Jenny Nowak (GER) © Jyrki Hämäläinen

Aus deutscher Sicht war Jenny Nowak die Bestplatzierte nach dem Springen. 84,5 Meter brachten ihr allerdings bereits 1:16 Minuten Rückstand auf die Führende ein. Zeitgleich mit ihr konnte auch Österreichs Lisa Hirner in die Loipe starten. „Nach dem Springen war ich nicht ganz so zufrieden, die Weite hat ein bisschen gefehlt. Dadurch hatte ich einen ziemlichen Rückstand auf die anderen Mädels“, so Hirner zu ihrer Ausgangsposition. Sophia Maurus landete als zweitbeste Deutsche auf dem 15. Zwischenrang, Maria Gerboth war 18. und Cindy Haasch 22. mit bereits 2:41 Minuten Rückstand. Auch für die anderen Österreicherinnen lief es auf der Schanze nicht ganz so wie erhofft. Annalena Slamik war zwischenzeitlich 13., Sigrun Kleinrath 16. und Laura Pletz 23.

Start-Ziel-Sieg von Westvold Hansen

Maria Gerboth war die beste Deutsche im Wettkampf. © Jyrki Hämäläinen

Gyda Westvold Hansen startete mit 43 Sekunden Vorsprung auf die nächste Verfolgerin in das Fünf-Kilometer-Rennen. Nach einer Runde hatte sie davon nichts eingebüßt. Allerdings lang nach 2,5 Kilometern ihre Landsfrau Leinan Lund bereits auf dem zweiten Platz, die ihrerseits einen Vorsprung von rund 20 Sekunden auf eine vierköpfige Verfolgergruppe herausgelaufen hatte. Annika Sieff hielt sich noch auf dem dritten Rang, gefolgt von Mille Moen Flatla, Lisa Hirner und Yuna Kasai aus Japan. Doch Hirner gelang es in der letzten Runde, sich von den anderen drei Damen abzusetzen und die Verfolgung von Leinan Lund aufzunehmen. Im Ziel siegte Westvold Hansen mit 1:05 Minuten Vorsprung auf Leinan Lund. Lisa Hirner kam nur gut drei Sekunden hinter der Norwegerin ins Ziel und sicherte sich die Bronzemedaille. Sieff fiel zurück und wurde letztlich nur Neunte, während sich Yuna Kasai auf dem vierten Platz behauptete, gefolgt von ihrer Landsfrau Ayane Miyasaki und Daniela Dejori aus Italien, die sich um sechs Plätze verbesserte. Die schnellste Laufzeit (14:59.2 Minuten) steuerte Mariia Kuzmina aus Russland bei.

Gerboth schlägt Nowak, Hirner zufrieden

Im dritten Anlauf zu Gold: Gyda Westvold Hansen. © Pepe Korteniemi

Eine kleine Überraschung gab es im deutschen Team. Während die in den letzten Jahren stärkste Deutsche Jenny Nowak nicht über die 19. Laufzeit und damit den 12. Gesamtrang hinauskam, lief ihr Maria Gerboth vom Wsv Schmiedefeld auf Platz 11 den Rang als beste Deutsche ab. Cindy Haasch verbesserte sich auf den 16. Platz, während Sophia Maurus in der Loipe zwei Plätze einbüßte und das Rennen als 17. beendete. Bei den Österreicherinnen wurde Kleinrath 15., Pletz 19. und Slamik fiel auf den 22. Platz zurück. Bronzemedaillengewinnerin Hirner war dagegen zufrieden mit ihrem Lauf: „Ich habe geschaut, dass ich gleich von Anfang an alles gebe. Ich konnte die Lücke ziemlich schnell schließen und bin dann mein Tempo gelaufen und das ging voll auf. Ich hatte einen super Ski und habe den dritten Platz ins Ziel gebracht. Ich bin wirklich glücklich.“

Zwischenstand SprungEndergebnis

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