Wettkampfmaterial

03.05.2017: xc-ski.de Skitest Ramsau am Dachstein - © Marco Felgenhauer © Marco Felgenhauer / woidlife photography

Das Wettkampfmaterial, also die Skilanglaufausrüstung, ist neben dem gezielten Training der wichtigste Faktor zum Gelingen des Projekts „Skilanglaufmarathon“. Ski, Schuhe und Stöcke sollten dabei an den Läufer angepasst beziehungsweise auf ihn abgestimmt sein.

Der Ski und dessen Präparation

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand sind zweifelsfrei die Ski. Die einzelnen Firmen produzieren alle verschiedene Modelle deren Preise zwischen 100 und 600 Euro variieren. Dabei gilt aber nicht der Schluss: „Teuer ist gleich besser“. Die teuersten Ski sind reine Rennmodelle, deren Beherrschung durchaus Vorkenntnisse erfordert. Für den Anfänger gibt es dagegen Einsteigermodelle im niedrigeren Preisbereich. So sollten Klassik-Ski für Langlaufneulinge mit Schuppen versehen sein. Diese bieten einen guten Halt beim Abdruck und lassen Wachsprobleme erst gar nicht auftreten. Für beide Stilarten sind zum Einstieg eher kürzere Ski zu bevorzugen. Die gewöhnliche Länge der Ski lässt sich ungefähr durch die Formel Körpergröße plus 15 Zentimeter (Skating) oder Körpergröße plus 25 Zentimeter (Klassik) bestimmen. Darüber hinaus muss die Spannung des Skis auf das Gewicht des Läufers abgestimmt sein. Im Sportfachhandel kann diese von geschulten Mitarbeitern gemessen und so ein passender Ski ausgewählt werden. Sowohl Klassik- als auch Skatingski müssen gleitgewachst und damit auf die vorherrschenden Bedingungen angepasst werden. Dies geschieht mithilfe von sogenanntem Parafinwachs, das mit einem Bügeleisen auf den Belag (Unterseite des Skis) aufgebracht, anschließend mit einer Plexiklinge abgezogen und einer Bürste ausgebürstet wird. In der Regel reichen drei unterschiedliche Wachse (gelb, rot, blau) aus, um gut gerüstet zu sein. Perfektionisten und Umsteiger, die bereits bei ihrem ersten Marathon eine gute Zeit erzielen wollen, sollten diese Basisausstattung erweitern (mehr dazu in unserem Skiwachs-Special). In diesem Fall ist für die klassische Technik auch ein Wachsski ohne Schuppen zu empfehlen, der mithilfe von Steigwachs auf die jeweiligen Schneeverhältnisse abgestimmt wird.

Der Schuh und die Bindung

Schuh- und Bindungswahl bedeuten die Entscheidung zwischen drei unterschiedlichen Systemen, die es momentan auf dem Markt gibt. Auf der einen Seite steht das Salomon SNS System, auf der anderen die Rottefella NNN Bindung und neu das Turnamic System von Rossignol und Fischer. Nachdem sich alle Schuhhersteller für eines der drei Systeme entschieden haben, wählt man mit dem Schuh gleichzeitig die Verbindung zum Ski aus, wobei Schuhe mit NNN-System auch auf Turnamic Bindungen passen und umgekehrt. Wichtig ist vor allem, dass der Schuh passt, es keine Druckstellen oder zuviel Platz im Schuh gibt. Über das Schnürsystem sollte guter Halt und Stabilität erreicht werden. Während der Klassik-Schuh eher an einen Halbschuh erinnert, ist der Skatingschuh mit einer Manschette ausgestattet, die das Fußgelenk seitlich stabilisiert. Auch diese sollte auf Passform überprüft werden.

Die Stöcke

Neben der Kombination Schuh – Bindung – Ski bilden die Stöcke eine zweite Kraftübertragungsmöglichkeit. Dementsprechend kommt auch ihnen eine große Bedeutung zu. Das Rohr besteht dabei entweder aus Aluminium oder Carbon beziehungsweise einem Composite-Material. Während Alu den Nachteil des höheren Gewichts aufweist, sind Carbon-Stöcke seitlich sehr bruchanfällig. Deswegen empfiehlt sich für Anfänger, die mit vermehrten Stürzen rechnen, erstmal ein Aluminiumstock. Der Griff sollte möglichst ergonomisch geformt und mit einer sogenannten Powerschlaufe versehen sein. Letztere kann per Klettverschluss fest um die Hand geschlossen werden, so dass man den Stock nicht verlieren kann und auch nicht verkrampft festhalten muss. Dabei sollte man verschiedene Schlaufenformen testen und eine auswählen, die zur eigenen Handform passt. Die Teller am anderen Ende des Stockes sollten nicht zu klein gewählt werden. Im Rennlauf werden teilweise Miniteller verwendet, die bei nicht ganz perfekten Loipenbedingungen im Volkslauf ungeeignet sind, weil sie zu tief im Schnee einsinken.